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Eine grauere Sprache. Paul Celans Poetik der Mehrsprachigkeit

Buchcover: Eine grauere Sprache

Buchcover: Eine grauere Sprache
Bildquelle: Verlag de Gruyter

Jana Maria Weiß – 2025

»An Zweisprachigkeit in der Dichtung glaube ich nicht«. Wie kommt der multilinguale Autor Paul Celan zu solch einer Aussage und wie verhält sie sich zu seinem mehrsprachigen Werk? Während Celans Lyrik von verschiedenen Nationalsprachen, Dialekten und Fachsprachen geprägt ist, äußert sich der Autor in poetologischen Reflexionen immer wieder skeptisch gegenüber literarischer Polyglossie. Dabei bedient sich Celan eines Vokabulars der Farben, das Vorstellungen von Ein- und Mehrsprachigkeit auf erhellende Weise ins Bild setzt. Die Arbeit beleuchtet dieses Sprach- und Farbdenken in seiner Verflochtenheit mit den politischen Farbensprachen der 1950er und 60er Jahre und entwickelt farbtheoretisch inspirierte Ansätze zur Erforschung multilingualer Texte. Im Zentrum steht Celans Idee einer ›graueren Sprache‹, die als mehrsprachige Sprache neu gelesen wird. Diese Relektüre des berühmten poetologischen Konzepts setzt innovative Impulse für die Celan-Forschung und situiert Celans ›grauere Sprache‹ im Kontext zeitgenössischer Debatten um Sprachgemeinschaft, Universalismus und bunte Vielfalt in der frühen Bundesrepublik.

Titel
Eine grauere Sprache. Paul Celans Poetik der Mehrsprachigkeit
Verfasser
Jana Maria Weiß
Verlag
de Gruyter
Ort
Berlin
Datum
2025-12-31
Sprache
ger/deu
Art
Text