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Tradition und Fortschritt: Literarische Musikkritik 1830-1860 (Arbeitstitel) - (Dissertationsprojekt)

Institution:

Institut für Deutsche und Niederländische Philologie - Neuere deutsche Literatur

Projektleitung:
Projektlaufzeit:
01.04.2018 — 30.09.2026
Ansprechpartner/in:
PD Dr. Hans Feger

Inhaltsverzeichnis

1.   Thesen: Kritik, die gestaltend sich selbst kritisiert. Musikkritik im Funktionsübergang der Literatur des 19. Jahrhunderts

1.1.      Vorbemerkung

1.2.      Charakteristik der Musikkritik

1.3.      Das Musikalisch-Nationale

 2.   Heinrich Heine und Robert Schumann über die Pariser Musikbühne der 1830er Jahre

2.1.      Nachklang der Romantik im Gegenlicht: Zur Musikästhetik in Heinrich Heines Pariser Konzertbesprechung der 1830er Jahre

2.1.1.   Musik zur Sprache gebracht: Verbalisierung der Musik im Medium historisierender Kritik

2.1.2.   Die symphonische Dichtung und der lesende Hörer (F. Hillers Konzert <11. 12. 1831>)

2.1.3.   Virtuosität als bürgerliches Zerrbild (Über die französische Bühne <1837>)

2.1.4.   Historische und ästhetische Erfahrung

2.2.      Musikkritik als Zeitkritik. Grundzüge der Musikkritik im Vormärz am Beispiel von Heinrich Heines Meyerbeer-Porträt

2.2.1.   Kunstkritik im Amt des Engagements: Der Zeitschriftsteller als Tribun und Apostel

2.2.2.   Aporie und Diskursivität: Musikkritik als Sprach(er)findung in der Medienkonkurrenz

2.2.3.   „Riesenkraft“ und „Zwergsgeduld“: Heines kontrastierendes Meyerbeer-Porträt

2.2.4.   Meyerbeer, der „Musiker seiner Zeit“

2.3.      Robert Schumanns Meyerbeer-Kritik (1837) als Kontrast.

            Das „Gesamtverzeichnis aller Mängel und einiger wenigen Vorzüge seiner Zeit“

3.       Öffentlichkeit und Fortschritt. Zur Geschmacksbildung des Nationalen in der Opernästhetik des Vor- und Nachmärz

3.1.     Das Nationale und der Nationalismus in der Musik

3.2.     Der Volksgeist und der Weltbürger

3.3.     Der zerstrittene Kosmopolit

3.4.     Ideologiekritik: Die Hugnotten als der Weltgeist der Gegenwart

3.5.     Der dramatische Kontrapunkt oder der symphonische Stil: Kriterium des Nationalen

3.6.     Relativierung als Konsequenz: Die Opernästhetik des Nationalen im Vor- und Nachmärz historisch gesehen

 4.   „Zukunftsmusik“ und „Zukunftskritik“

4.1.       Ästhetik und Kulturpolitik in Richard Wagners Züricher Kunstschriften

4.1.1.   Richard Wagners Züricher Exil und die Kunstschriften

4.1.2.   Richard Wagners Geschichtsbild in Die Kunst und die Revolution (1849)

4.1.3.   Das Kunstwerk der Zukunft und die Öffentlichkeit

4.2.      Der Fortschritt als Selbstreflexion und Sinngebung der Kritik

4.2.1.   Lagebestimmung: Neues Werk und selbstständige Kritik

4.2.2.   Zukunftskritik: Franz Brendels Programm der Opernkritik seit 1845

4.2.3.   Richard Wagners Idealisierung vom unbefangenen Publikum: Über musikalische Kritik (1852)

4.3.      Exkurs: Die Strafe des Marsyas. Überlegungen zur Grenze technischer Überbietung in der Instrumentalmusik

4.3.1.   Soviel ist die Flöte nicht wert! Der Verlust (wegen) einer Flöte

4.3.2.   Aulos und Kithara

4.3.3.   Der Satyr als Präfiguration unbehaglicher Künstler: Hermann Bahrs kunstkritische Diagnose im Dialog vom Marsyas (1906)

4.3.3.1. Das Schöne um den Preis der Selbstverhäßlichung

4.3.3.2. Die Verbannung der Flöte

4.3.3.3. Das Vorzeichen einer aufkommenden Kunst aus Fülle

4.3.3.4. Das Schauspielerische als Ein Musikanten-ProblemDer Fall Wagner (1888) revisited

 5.    Exkurs: Programmmusik, Musikdrama und die Kritik

5.1.       Robert Schumanns Rezension von Hector Berlioz‘ Symphonie fantastique

5.1.1.    Vom Nacherzählen zum Mithören: eine pragmatische Wende in der romantischen Musikrezension

5.1.2.    Zukunftsträchtigkeit Beethovenscher Symphonik aus Perspektive der Kritik

5.1.3.    Robert Schumanns Berlioz-Rezension (1835) als Werkanalyse und Deutung

5.2.       Marginalien zur Dramaturgie der Emotionen im 2. Akt von Richard Wagners Tristan und Isolde (1859)

5.2.1.    Auf der Spurensuche einer Dramaturgie der schweigenden Aktion

5.2.2.    Die Gestik in Isoldes Erzählung

5.2.3.    Kontinuität und Zäsur in der Kunst des Überganges

5.2.4.    Die Liebesnacht als Aussetzung und Eintritt

6.   Von der Meyerbeer-Kritik zum Wagner-Einwand: Überlegungen zu einer Fernverwandtschaft vermeintlicher Theatromanie

6.1.       Kritik als Selbstvergewisserung

6.2.       Frivolität als moderne Charakteristik: Meyerbeer-Kritik in Oper und Drama (1852)

6.3.       Organismus und Mechanismus: Richard Wagners Kritik der Opernmelodik

6.4.       Frivoler Effekt und sinnenfällige Attitüde oder: Klingt Nietzsches Wagners-Musik (wieder) meyerbeerisch?

7.    Schlussbetrachtung

8.    Literatur

9.    Personenregister