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„Anfang des Krieges“. Lesung und Gespräch mit Yevgenia Belorusets

09.02.2023 | 18:00
Lesung und Gespräch

Lesung und Gespräch

Am 24. Februar ist es ein Jahr, dass Russland seinen brutalen Krieg gegen die Ukraine führt. Die ukrainische Künstlerin und Autorin Yevgenia Belorusets führt in ihrem Buch „Anfang des Krieges“ (2022) Protokoll über das Einbrechen des Undenkbaren, der Gewalt und des Todes, in das Leben der Menschen. Sie porträtiert eine Stadt, Kyjiw, und ein Land im Ausnahmezustand. Sie beschreibt den Schmerz, aber auch die Solidarität und die kleinen Gesten des Widerstands und der Selbstermächtigung gegen die Vernichtung, wenn zum Beispiel eine Kunstausstellung dem Luftalarm trotzt.
Lesung und Gespräch mit Yevgenia Belorusets sind Ergebnis einer studentischen Kooperation der Seminare „Zeugnisse des Kriegs“ und „Frauen im Krieg“ am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin.
Durch das Gespräch führen Katja Nuss und Alexandra Zysset.
Yevgenia Belorusets (Kyjiw / Berlin) beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine, der 2014 im Donbas begann. Sie verbindet in ihrem Schaffen Kunst, Literatur und sozialen Aktivismus. So entstehen unter an-derem Langzeitdokumentationen sozialer Phänomene und Gruppen, etwa einer Roma-Siedlung in der Ostukraine. Ihr literarisches und fotografisches Werk wurde vielfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie 2020 für ihr Buch „Glückliche Fälle“ („Ščasliwi padinnja“, 2018/2019) den Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt Berlin. Aktuell ist die Künstlerin mit der Ausstellung „Nebenan / Poruč“ zum russischen Krieg gegen die Ukraine im Reichstagsgebäude in Berlin präsent.

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch eine Förderung der FONTE-Stiftung zur Förderung des geisteswissenschaftlichen Nachwuchses.

Der Eintritt ist frei.

Zeit & Ort

09.02.2023 | 18:00

Seminarzentrum
L115
Otto-von-Simson-Str. 26
14195 Berlin