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Gespräch mit den Übersetzerinnen von „Am laufenden Band“ Claudia Hamm und Mira Lina Simon über Joseph Ponthus’ Aufzeichnungen aus der Fabrik

25.01.2022 | 18:00 c.t. - 20:00
„Am laufenden Band“

„Am laufenden Band“

Nach Jahren der Sozialarbeit in Pariser Vororten zieht der studierte Literaturwissenschaftler Joseph Ponthus 2015 in die Bretagne, wo er als Zeitarbeiter in Fischfabriken und Schlachthöfe geschickt wird. Dem Knochenjob und rauen Umfeld ringt er eine eigenwillige Poesie ab. Seine Eindrücke verarbeitet er im autobiografischen Versroman „À la ligne“ (dt. „Am laufenden Band“, Matthes & Seitz Berlin, 2021), der auch als soziologische Studie über die Arbeitsbedingungen in der modernen Lebensmittelindustrie gelesen werden kann. In starken Rhythmen lässt Ponthus Monotonie und Schichtarbeit, Kälte und Gestank, körperliche Erschöpfung und den allgegenwärtigen Tod von Tieren spürbar werden, aber auch die Solidarität und den Humor der Arbeiter:innenschaft, den Trost der Literatur und Musik und die „paradoxe Schönheit“ der Hallen. 

 

In einer Sondersitzung des Seminars „Literatur & Klasse“ am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft diskutieren die Seminarteilnehmer:innen mit den Übersetzerinnen Claudia Hamm und Mira Lina Simon über die Entdeckung und Übersetzung dieses ungewöhnlichen Romans, Möglichkeiten zur Darstellung prekärer Lohnarbeit und das neuerlich wachsende Interesse des Kulturbetriebs an Klassenfragen. Die Sitzung ist öffentlich und findet auf Webex statt. Der Link wird nach Anmeldung verschickt.

Zeit & Ort

25.01.2022 | 18:00 c.t. - 20:00

via WebEx

Weitere Informationen

Anmeldung (bis 21. Jan. 22): e.stingl@fu-berlin.de