Larissa Bender
Larissa Bender ist im Wintersemester 26/27 die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessorin für Poetik der Übersetzung an der Freien Universität Berlin.
1958 in Köln geboren, studierte sie Islamwissenschaft, Kunstgeschichte, Soziologie und Ethnologie an der Universität zu Köln und der Freien Universität Berlin und ist seit 1995 als Übersetzerin aus dem Arabischen tätig. Seitdem unterrichtet sie auch an verschiedenen Sprachinstituten, Volkshochschulen und Universitäten als Dozentin für Arabisch bzw. Deutsch als Fremdsprache.
Larissa Bender übersetzt neben Romanen auch Gedichte, Kurzgeschichten und Essays – unter anderem für Zeitungen – sowie Texte für andere Medien, wie Film und Theater. Zu den von ihr übersetzen Autor:innen gehören Abdalrachman Munif (Saudi-Arabien), Samar Yazbek (Syrien), Khaled Khalifa (Syrien), Mustafa Khalifa (Syrien), Jabbour Douaihy (Libanon) und Youssef Ziedan (Ägypten). Dieses Jahr erschienen bereits Übersetzungen von Stella Gaitanos Roman Eddos goldenes Lächeln und, in Zusammenarbeit mit Leonie Nückel, Samar Yazbeks Gaza – Überlebensberichte aus einem zerstörten Land.
Für ihre Arbeit wurde Larissa Bender 2018 das Bundesverdienstkreuz verliehen, außerdem erhielt sie 2025 den „Scheich-Hamad-Preis für Übersetzung und internationale Verständigung“.
Neben ihrer Tätigkeit als Übersetzerin und Dozentin war Larissa Bender in unterschiedlichen Jurys tätig und hat diverse Schreib- und Übersetzungsworkshops und Mentor:innenprogramme geleitet. Sie engagiert sich ehrenamtlich in und außerhalb ihrer Heimatstadt Köln für syrische Geflüchtete, Literatur- und Übersetzungsvermittlung.
Im Wintersemester 2026/27 wird Larissa Bender ein Übersetzungsseminar am Peter Szondi-Institut der Freien Universität Berlin leiten.
Zu Larissa Benders öffentlicher Antrittsvorlesung laden wir am 05. November 2026 um 19 Uhr ins Refugio Berlin (Lenaustraße 3-4, 12047 Berlin) ein.
Romanübersetzungen (Auswahl):
Stella Gaitano: Eddos goldenes Lächeln, Kiepenheur & Witsch 2026.
Samar Yazbek: Gaza – Überlebensberichte aus einem zerstörten Land, Unionsverlag (mit Leonie Nückel) 2026.
Abdelaziz Baraka Sakin: Der Rabe, der mich liebte, Klingenberg Verlag 2024.
Najat Abed Alsamad: Kein Wasser löscht ihren Durst, editionfaust 2023.
Ali Al-Kurdi: Der Schamaya-Palast, Wallstein Verlag 2022.
Khaled Khalifa: Keiner betete an ihren Gräbern, Rowohlt Verlag 2022.
Basma Abdelaziz: Das Tor, Heyne Verlag 2020.
Mustafa Khalifa: Das Schneckenhaus. Tagebuch eines Voyeurs, Weidle Verlag 2019.
Dima Wannous: Die Verängstigten, Blessing Verlag 2018.
Fadhil al-Azzawi: Der Letzte der Engel, Dörlemann 2014.
Jabbour Douaihy: Juniregen, Hanser Verlag 2012.
Yussef Ziedan: Azazel, Luchterhand Verlag 2011.

