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Besuchermonitoring zur Open Air Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“

Die Ausstellung „Friedliche Revolution 1989/90“ war vom 07. Mai bis 03. Oktober 2009 auf dem Alexanderplatz in Berlin Mitte zu sehen, der als authentischer Ort der größten „Montagsdemonstrationen“ wie kein anderer geeignet ist, dieses einschneidende Ereignis der deutschen und internationalen Zeitgeschichte in Erinnerung zu rufen. Im Rahmen der Projekte zum 20-jährigen Jubiläum des Falls der Mauer wollte die von der Robert-Havemann-Gesellschaft gestaltete Ausstellung die gesellschaftliche Umwälzung in der DDR, die den Fall der Mauer möglich gemacht hat, im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit verankern.

Neben dem Auftrag der zeitgeschichtlichen Bewusstseinsbildung musste sich die Ausstellung unter anderem auch daran messen, ob sie den Alexanderplatz bei Berlinern, aber insbesondere auch bei Besuchern Berlins aus Deutschland und dem Ausland als wichtigen Ort öffentlichen Lebens etablieren und damit zur urbanen Entwicklung Berlins beitragen konnte. Um diese hochgesteckte Ziele an einem Ort zu erreichen, der vorrangig von Konsum und dem Transit zwischen Nahverkehrsmitteln geprägt ist, bedarf es eines starken Markenkerns sowie attraktiver Identifikationsangebote, ergänzt durch Service-Angebote, die sich an den Erwartungen der unterschiedlichen Publika an bereichernde Ausstellungserfahrungen orientieren.

In einer Studie über die gesamte Laufzeit der Ausstellung untersuchte das Zentrum für Audience Development, ob diese den oben genannten Anforderungen gerecht zu werden vermochten. In einem Mixed Method-Konzept wurden Besucherbefragungen und -beobachtungen, Laufstudien sowie Einzel- und Focusgruppen-Interviews durchgeführt und die Ergebnisse zu einem Gesamtbild integriert. Erste Zwischenergebnisse der Studie wurden bereits während der Laufzeit der Ausstellung zur Verfügung gestellt, um die Ansprache von Besuchergruppen, die Wirksamkeit der Identifikationsangebote und die Nachhaltigkeit der Lernwirkung zu optimieren.