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Besuchermonitoring im Auftrag der Senatskanzlei, Abteilung kulturelle Angelegenheiten und der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM)

Öffentlich geförderte Berliner Kulturinstitutionen sich aus mehrerlei Gründen mit großen Herausforderungen konfrontiert: Zwischen den Kulturinstitutionen herrscht ein Verteilungswettbewerb um Fördergelder, in dem sich die einzelnen Institutionen auf Dauer behaupten müssen. Des Weiteren hat in den letzten Jahren die Zahl der privaten Anbieter, welche in Konkurrenz zu den öffentlich geförderten Kulturinstitutionen stehen und vielfältige Kultur-, Bildungs-, Unterhaltungs- und Freizeiterlebnisse offerieren, deutlich zugenommen. Es besteht also ebenfalls ein Wettbewerb zwischen den öffentlich geförderten und den privaten Kulturinstitutionen um die monetären und nicht-monetären Ressourcen der potenziellen Besucher, wie zum Beispiel um deren Freizeit- und Finanzbudget. Zudem steht das Kulturangebot Berlins als Reiseziel inländischer und ausländischer Touristen im Wettbewerb mit allen anderen vom kulturellen Angebot her konkurrierenden Reisezielen in Deutschland, aber auch in Europa.

Zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen setzt das Land Berlin u.a. auf die Einführung von kontinuierlicher Besucherbeobachtung (Besucher-Monitoring) in tourismusaffinen Berliner Kulturinstitutionen und -unternehmen und die damit verbundene verstärkte Besucherorientierung. Im Dezember 2008 startete im Auftrag der Senatskanzlei, Abteilung kulturelle Angelegenheiten, sowie der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM) an sechs großen Berliner Institutionen ein Projekt zur institutionsübergreifenden Besucherforschung. Mit diesem in Deutschland einzigartigen System wird in Berlin ein neuer Standard für kontinuierliche Besucherforschung, institutionsübergreifendes Benchmarking und Marktforschung für Kulturtourismus gesetzt. Da der hierbei eingesetzte Fragebogen in weiten Teilen vereinheitlicht wurde, können Ergebnisse einer Kulturinstitution direkt mit anderen beteiligten Institutionen oder mit deren Durchschnittswerten vergleichen werden.

Das Zentrum für Audience Development hat die Entwicklung des Systems auf allen Entwicklungsstufen begleitet: mit einer Studie zu bestehenden Besucher-Monitoringystemen, durch die Formulierung des funktionalen Pflichtenheftes für die Ausschreibung, bei der Auswahl des Entwicklungsdienstleisters sowie durch die fachliche und moderierende Begleitung der Entwicklungsphase und Abnahme des Systems.

Nach dem ersten halben Jahr des Betriebs hat das ZAD die Funktion und Nutzung des Systems durch die teilnehmenden Institutionen im Auftrag des Projektträgers Berlin Tourismus Marketing evaluiert.