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Determination

Determination

Eine iterative Reihe wird determiniert durch ihre Grenzen (Anfang und Ende der Reihe), die bestimmt oder unbestimmt sein können. Eine exakte Determination erfolgt durch ein Datum oder durch Bezugnahme auf ein singuläres Ereignis. Eine mögliche Form von Determination könnte folgendermaßen aussehen: „Peter saß in der Schule – von acht bis dreizehn Uhr sollte er sich jetzt auf andere Dinge konzentrieren, sollte schreiben, nachdenken, zuhören. Immer wieder. Aber Peters Gedanken schweiften ab. Der Kuchen!“

In der Erzählung „Sonja“ von Judith Hermann hält sich Verena von Anfang Juni bis zum Juli in Berlin auf und ordnet das Leben ihres Freundes, des Ich-Erzählers, durch iterative Handlungen:


„Ich bereitete meine Ausstellung vor, es wurde Juni, und Verena kam nach Berlin. Sie brachte meine Pfandflaschen zurück, kaufte Unmengen von Lebensmitteln ein, stellte die Küche mit Fliedersträußen voll und war ständig bereit, mit mir ins Bett zu gehen. [...] Am Ende des Monats eröffnete ich die Ausstellung. [...] Im Juli fuhr Verena zurück nach Hamburg.“

Judith Hermann: Sonja. In: Dies.: Sommerhaus, später. Frankfurt am Main 2000, S. 55–84; hier S. 61–63.


Die iterative Reihe beginnt in diesem Fall im Juni und endet im Juli. Wann jeweils genau, bleibt unklar.