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Szene

Szene

Eine Szene ist ein dramatischer Moment der Handlung, der häufig entscheidende Wendungen herbeiführt. Durch Szenen kann die Intensität der Erzählung erhöht werden. Erzählungen des 18. und 19. Jahrhunderts zeichnen sich durch einen beständigen Wechsel zwischen Szene und Summary aus, während spätere Autoren versuchen, Summarys zu vermeiden. Auf diese Weise wird die Stellung des Erzählers bewusst geschwächt, um die Figuren besser hervortreten zu lassen. Das hat jedoch zur Folge, dass Hintergrundinformationen, die traditionell in den Summarys erfolgen, in szenischen Sequenzen eingestreut werden müssen. Die Erzählung nähert sich damit wieder stärker dem Drama an.


„[…] ach Gott, das handy, und er ist es, und warum ruft er an, sagt er ab, aber wenn ich nicht mit ihm rede, dann glaubt er vielleicht,
‚Ja. Hallo.‘
‚Du. Ich bin es. Ich werde mich um eine halbe Stunde verspäten. Ich komme hier noch nicht heraus. Du weißt ja. Und ich komme dann. Ja?‘
‚Ist gut. Ich warte. Ciao.‘
so, das ist wie immer, das ist so, wie er es immer macht [...].“

Marlene Streeruwitz: Jessica, 30. Frankfurt am Main 2004, S. 102.


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