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Extradiegetisch-homodiegetischer Erzähler

Extradiegetisch-homodiegetischer Erzähler

Ein extradiegetisch-homodiegetischer Erzähler befindet sich auf der ersten Ebene und erzählt seine eigene Geschichte.

Auch für diesen Fall gibt es zahlreiche Beispiele, ausgewählt wurde hier Birgit Vanderbekes Erzählung „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Die Erzählerin beschreibt ihr Leben mit ihrem Kind, einem permanent abwesenden Vater und dem Entschluss umzuziehen:

„Ich bin erst geblieben und habe gedacht, eines Tages gehe ich weg, inzwischen ist das Kind immer mehr gewachsen, und ich bin immer noch dagewesen, und eines Tages habe ich gedacht, wenn du jetzt nicht bald weggehst, bleibst du womöglich da, und hinterher wirst du traurig, und da bin ich weggegangen, und alle sind dageblieben, wo sie waren.“

Birgit Vanderbeke: Ich sehe was, was du nicht siehst. Frankfurt am Main 2001, S. 7.