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Zeichen

„Aliquid stat pro aliquo – etwas steht für etwas anderes“ ist die kürzeste Definition des Begriffs ZEICHEN. Man ordnet einem Gegenstand ein Zeichen zu, um auch in Abwesenheit darüber sprechen zu können. Zeichen haben also einen klaren Verweischarakter. Laut Eco sind Zeichen Elemente des Kommunikationsprozesses, sie werden verwendet um Informationen zu übermitteln. Zeichen sind also nur dann nützlich, wenn man weiß worauf sie verweisen.
Zeichen sind arbiträr und konventionell. Die Zuordnung von Zeichen und Bezeichnetem ist zunächst willkürlich. Die Benutzung von Zeichen setzt jedoch voraus, dass diese Zuordnung stabil bleibt, weil sie Konsens einer Sprechergemeinschaft ist. Die Voraussetzung für das Verstehen von Zeichen bildet damit die Kenntnis der Konvention, es gibt keine naturgegebenen Zeichen. Im Zeichen verbindet sich das Signifikat mit dem Signifikanten aufgrund einer konventionshaften Regel, dem sogenannten Kode.
Jedes Zeichen verbindet demnach die Ebene des Ausdrucks (Signifikantenebene) und die Ebene des Inhalts (Signifikatebene). Das gilt für alle Zeichentypen.


Literatur:
ECO, Umberto: Zeichen. Einführung in einen Begriff und seine Geschichte. Frankfurt am Main 1977.
LINKE, Angelika / NUSSBAUMER, Markus / PORTMANN, Paul R.: Studienbuch Linguistik. Tübingen 1991.

(T.S.)