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Komponentialsemantik

Die klassische strukturalistische Semantik ist dem Bereich der Wortsemantik zuzuordnen. Sie geht grundsätzlich davon aus, dass Wortbedeutungen aus mehreren Teilbedeutungen zusammengesetzt sind. Ähnlich wie im Alltag Bedeutungsähnlichkeiten über die vorhandenen Gemeinsamkeiten einerseits und die Unterschiede andererseits kommuniziert werden, geht auch die strukturalistische Semantik vor.
Zunächst werden für eine Wortfeld alle zugehörigen Lexeme aufgelistet. Im 2. Schritt werden die Lexeme auf ihre semantisch distinktiven Merkmale (Seme) hin untersucht. Dabei lässt sich für jedes Merkmal feststellen, ob es sich den Lexemen gegenüber positiv, negativ oder irrelevant verhält. Als Resultat ergibt sich für jedes Lexem ein Bündel von semantisch distinktiven Merkmalen, ein Semem. Des weiteren entsteht für das gesamte Wortfeld eine Matrix, welche die Strukturiertheit des Wortfeldes offenbart.
Die Komponentialsemantik hat mit differenzierenden Begriffen (Denotation, Konnotation) zur Erfassung von Wortbedeutungen beigetragen. Die Wortfeldtheorie hat in ihrer Anwendung innerhalb der Komponentialsemantik ebenfalls eine Präzisierung erfahren.

(K.K)