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Erzähler, intradiegetisch-homodiegetischer

Innerhalb der Kategorie „Stimme“ teilt der Narratologe Gérard Genette die Erzählung in unterschiedliche narrative Ebenen ein:
Die intradiegetische Ebene ist die nächst höhere zur extradiegetischen Ebene. Auf der extradiegetischen Ebene findet der narrative Akt statt. Die Ereignisse, die erzählt werden, liegen folglich auf der intradiegetischen Ebene. (S. 163)
Die narrative Einstellung innerhalb der Kategorie „Person“ setzt den Erzähler in Beziehung zur Geschichte: Ein homodiegetischer Erzähler vermittelt eine Geschichte, in der er selbst vorkommt. Er kann Held seiner eigenen Geschichte sein oder eine Nebenrolle, meist als Zeuge oder Beobachter, spielen. (S. 178)
Die intradiegetische Erzählung kann als mündlicher Bericht, Text, Werk im Werk, innerer Monolog bzw. „innere Erzählung“ (wie z. B. Träume) oder als narrativisierte nonverbale Darstellung (z. B. Gemälde) auftreten. (S. 164f)

Ein intradiegetisch-homodiegetischer Erzähler ist folglich ein Erzähler zweiter Ebene, der eine Geschichte erzählt, in der er selbst als Figur auftritt.

Literatur
GENETTE, Gérard: Die Erzählung. Zweite Auflage München 1998.

(A.Ke.)