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Dialogizität

In engem Zusammenhang zu den Begriffen Polyphonie und Redevielfalt von Bachtin geprägter Begriff, der im Sinne einer diachronen Sprachauffassung den Austausch und das Zusammenklingen verschiedenster Stimmen und Diskurse meint.
Ursprünglich an der karnevalesken Lachkultur des Mittelalters entwickelt, wendet Bachtin D. auf den polyphonen Roman an, der aus dieser Tradition hervorging und sie bis in unsere Gegenwart konserviert.
Im Gegensatz zur monologischen, dogmatisch-konservativen Sprache zeichnet sich eine dialogische durch Offenheit, Polyvalenz und Hybridität aus, da „[…] in jedem Augenblick Sprachen verschiedener Epochen und Perioden des sozioideologischen Lebens [koexistieren]“.

(S.M.)