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Geisteswissenschaftliches Arbeiten und Schreiben (Angebot nur im WS)

Das ABV-Modul besteht aus einer Vorlesung (2 SWS) und einer Übung (1 SWS). Nach dem regelmäßigen und aktiven Besuch beider Lehrveranstaltungen erhalten Sie 5 LP im Studienbereich ABV (Kompetenzbereich "Fachnahe Zusatzqualifikationen").

Die Vorlesung „Einführung in das geisteswissenschaftliche Arbeiten und Schreiben“ nimmt ganz grundsätzliche die Genese der Geisteswissenschaften sowie das geisteswissenschaftliche Arbeiten in den Blick. Sie ist in zwei übergeordnete Themenbereiche gegliedert. Ein erster Teil widmet sich dem Zusammenhang von Wissen, wissenschaftlicher Erkenntnis und wissenschaftlichem Arbeiten. Neben Wissenschaftstheorie, Wissenschaftsgeschichte und Einblicken in ausgewählte Forschungsmethoden der Geisteswissenschaften, wird der Fokus auf die Bereiche Forschung und Lehre gelegt. Außerdem wird die Verbindung von Geisteswissenschaften und Gesellschaft beleuchtet. Studierende lernen außerdem, dass wissenschaftliches Schreiben und wissenschaftliche Erkenntnis ein Handwerk sind, das erlernbar ist. Ein zweiter Teil widmet sich einer Auswahl der wichtigsten Kompetenzen geisteswissenschaftlichen Arbeitens vom Lesen bis zum Bibliographieren. Die Vorlesung wird von einer Vielzahl an Hochschullehrer:innen des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften gestaltet; ergänzt wird sie durch die Übung „Techniken und Praktiken des geisteswissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens“.

Wissenschaftliches Schreiben umfasst all die Praktiken, die beim Verfassen akademischer Texte zum Einsatz kommen. In den Geisteswissenschaften nimmt das wissenschaftliche Schreiben eine besondere Rolle ein. Hier ist ‚Schreiben‘ keine Verschriftlichung vorab gefundener Ergebnisse wie in den empirischen Wissenschaften und den Experimenten der Naturwissenschaften, sondern zugleich Prozess der Wissensbildung und muss als eine grundsätzliche Praxis des wissenschaftlichen Arbeitens angesehen werden. In dieser Übung erlernen Sie daher die grundsätzlichen Techniken und Praktiken des wissenschaftlichen Schreibens sowie ihre spezifischen Anwendungsbereiche im geisteswissenschaftlichen Studium. Ein besonderes Augenmerk wird auf den Einfluss der Digitalisierung und neuer Informationstechnologien auf einzelne Arbeitstechniken und - Praktiken gelegt. Wie sind Quellen aus dem Internet und digitalisierte Quellen zu zitieren und zu bewerten? Wie kann mit einer Überfülle an Rechercheergebnissen umgegangen werden? Begleitend zu den Inhalten der Vorlesung „Einführung in das geisteswissenschaftliche Arbeiten und Schreiben“, orientiert sich der Aufbau der Übung an den einzelnen Wissensfeldern, aus denen sich die Dimensionen wissenschaftlicher Schreibkompetenzen zusammensetzen: Wissen über den Schreibprozess (z. B. Planung & Zeitmanagement), wissenschaftliche Informationskompetenz (z. B. Recherchieren), Textgattungswissen, rhetorisches Wissen (Stil, Sprache & Argumentieren) und wissenschaftliche Medienkompetenz (z. B. aktives Lesen, Zitieren & Bibliographieren). Jede Sitzung der Übung widmet sich einem oder mehreren dieser Kompetenzbereiche und illustriert diese anhand von Material aus der Wissenschaftspraxis (z. B. Fachartikel). Die Vor- und Nachbereitung wird durch regelmäßige und konsekutive Schreibaufgaben wie das Anfertigen von Bibliographien, Forschungsfragen, Zeitplänen und Exposés ergänzt. Abhängig vom Studienfortschritt der Teilnehmenden können auch eigene thematische Schwerpunkte eingebracht werden. Unterstützt wird die Übung zusätzlich von Mentor*innen aller Fächer des Fachbereichs.

Vorlesungsverzeichnis
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