L'EPIFANIA DEL MAESTRO. PETRARCA NEL “DE CASIBUS VIRORUM ILLUSTRIUM” DI BOCCACCIO
News vom 23.03.2026
PRESSEMITTEILUNG
Am Donnerstag, den 19. März 2026, um 13:30 Uhr findet im Saal ex Cataloghi lignei del Complesso di San Pietro Martire sowie per Videokonferenz auf der frei zugänglichen Plattform Microsoft Teams (Link: Canto della Sirena - Bernhard Huss (Berlin) | Partecipazione alla riunione | Microsoft Teams; abgekürzt: https://urly.it/31f0-p) ein Treffen im Rahmen der Seminarreihe „Il Canto della Sirena“ mit einem Vortrag von Bernhard Huss (Freie Universität Berlin) mit dem Titel „L’Epifania del Maestro. Petrarca nel De casibus virorum illustrium di Boccaccio“.
Das Seminar, das mit Unterstützung der Università degli Studi di Napoli Federico II und des Fachbereichs für Geisteswissenschaften organisiert wird, konzentriert sich auf das „De casibus virorum illustrium“, den wohl einflussreichsten lateinischen Text von Giovanni Boccaccio, der in vielerlei Hinsicht als ein den philosophischen und historiografischen Texten von Francesco Petrarca konkurrierendes Projekt gelesen werden kann.
„Es ist bekannt“, erklärt Bernhard Huß, „dass Boccaccio seine intellektuelle Verbindung zu Petrarca oft thematisiert hat. Im De casibus finden wir nicht nur eine Reihe expliziter Verweise auf Petrarca, die verschiedene Fragen aus thematischer und ideologischer Sicht aufwerfen, sondern am Anfang des achten Buches erscheint Petrarca auch als Figur, die mit der Auctoris-Figur Boccaccios im Dialog steht. Ein genauerer Blick auf diese oft missverstandene Szene sowie auf die anderen Verweise auf Petrarca im *De casibus* kann zeigen, dass Boccaccio sich gegenüber seinem vermeintlichen „Meister“ auf sehr komplexe und raffinierte Weise positioniert und dabei versucht, sich als eigenständiger Autor zu profilieren.
Die behandelten Themen bilden eine weitere wichtige Etappe des Seminarzyklus Il Canto della Sirena, kuratiert von Giuseppe Germano, Antonietta Iacono und Gianluca del Noce. Diese Seminarreihe, die nun bereits in ihr elftes Jahr geht, zielt darauf ab, vor allem, aber nicht ausschließlich, Merkmale, Aspekte und Protagonisten der humanistisch-renaissancezeitlichen Kultur im neapolitanischen Raum hervorzuheben und zu würdigen, wobei auch den besonderen europäischen Ausprägungen dieser Kultur besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Als Symbol für die Tradition der Weisheit und als Verweis auf die griechischen Ursprünge der Stadt stellt der Mythos von Partenope, der Sirene, auf deren Grab die Stadt Neapel entstanden sein soll und nach der die Seminarreihe benannt ist, einen der wichtigsten Identitätsfaktoren für die Protagonisten des neapolitanischen Humanismus und der Renaissance dar.
Für Informationen
Gianluca del Noce
gianlucadelnoce@gmail.com

