Springe direkt zu Inhalt

Rahel Stennes

Bild
Bildquelle: Privat

Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien

Poetiken des 'Volkes'. Politische, konfessionelle und regionale Diskurse über den Volksbegriff 1800 bis 1848

Adresse
Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin

Akademischer Werdegang

seit Juni 2020: Projektstipendiatin der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien an der Freien Universität Berlin (Anschubfinanzierung Promotionsförderung)

Juni 2020: Aufnahme des Promotionsstudiums an der Freien Universität Berlin

2018 – 2019: Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Samuel Salzborn am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin

2017 – 2020: Masterstudium der Neueren deutschen Literatur an der Freien Universität Berlin

2017 – 2020: Masterstudium der Interdisziplinären Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin

2013 – 2017: Bachelorstudium der Deutschen Philologie und Jüdischen Geschichte an der Freien Universität Berlin


Eingeworbene Stipendien

Projektstipendium der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien an der Freien Universität Berlin (Anschubfinanzierung Promotionsförderung)


Mitgliedschaften

Gesellschaft für europäisch-jüdische Literaturstudien

Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaften

Dissertationsprojekt

Poetiken des 'Volkes'. Politische, konfessionelle und regionale Diskurse über den Volksbegriff 1800 bis 1848 (Arbeitstitel)

Zur begrifflichen und konzeptionellen Bestimmung des ‚Volkes‘ in der deutschsprachigen Literatur in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts untersucht das Dissertationsprojekt Erzähl- und Essaytexte dieser Zeit. Anhand ausgewählter Autor/innen (Ludwig Achim von Arnim, Clemens Brentano, Jacob und Wilhelm Grimm, Jospeh Görres, Karl Gutzkow, Adolf Glaßbrenner, Bettina von Arnim und Berthold Auerbach) wird gezeigt, auf welche Weise politische, konfessionelle und regionale Diskurse mit und über den Volksbegriff in literarischen Prosawerken zwischen 1800 und 1848 das ‚deutsche Volk‘ hervorbringen.

Da sowohl literarische als auch poetologische Texte Gegenstand der Analyse sind, ist die Verknüpfung von historischen, politischen und ästhetischen Kategorien unumgänglich. Das Projekt versteht sich vor diesem Hintergrund als Beitrag zur Theoriebildung über die zeitgenössischen Zusammenhänge von Politik und Literatur, sozialen Entstehungsbedingungen und poetischen Konkretisierungen, Popularisierungsstrategien und ästhetischen Ansprüchen. Komplementär zu einschlägigen begriffs- und ideengeschichtlichen Forschungsansätzen legt das Dissertationsprojekt seinen Fokus auf ein kulturhistorisch verankertes close reading der literarischen und poetologischen Texte.

Ziel der Arbeit ist es, den Begriff und das Konzept ‚Volk‘ als Konstruktion eines Sinnzusammenhangs in seinen verschiedenen literarischen Ausprägungen verstehbar zu machen. Hierbei soll es weder um eine Rehabilitierung noch um eine Festschreibung des Volksbegriffs als Präsupposition der völkischen Ideen und Bewegungen zum 20. Jahrhundert hin gehen, vielmehr soll eine Analyse der Ideenvielfalt um den Volksbegriff mit deren jeweiligen Implikationen für Politik, Religion und regionale Identität vorgelegt werden.

Weitere Forschungsschwerpunkte

Antisemitismus in der deutschsprachigen Literatur

Sozialwissenschaftliche Antisemitismustheorien

Deutschsprachige Literatur jüdischer Autor*innen des 19. und 20. Jahrhunderts

Aufsätze

Antisemitismus in der Literatur am Beispiel von Wilhelm Raabes Hungerpastor (1864) und Martin Walsers Tod eines Kritikers (2002). Anhaltspunkte für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe. In: Schule und Antisemitismus. Politische Bestandsaufnahme und pädagogische Handlungsmöglichkeiten. Hg. von Samuel Salzborn. Weinheim/Basel 2020. S. 163–182.

Der Jude und der Philister. Die Konstruktion komplementärer Feindbilder bei Clemens Brentano. In: Jahrbuch für Antisemitismusforschung 27 (2018). S. 13–39.

Redaktion              

Jan Erik Schulte / Michael Wildt (Hg.): Die SS nach 1945. Entschuldungsnarrative, populäre Mythen, europäische Erinnerungsdiskurse. Göttingen 2018.

Wissenschaftliche Vorträge

2019                        

Strategien der jüdischen Selbstermächtigung im völkisch-antisemitischen Diskurs der 1920er Jahre. Mit einem Einblick in An den Wassern von Babylon. Ein fast heiteres Judenbüchlein. Im Rahmen der Tagung der Gesellschaft für europäisch-jüdische Literaturstudien in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Europäisch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte der RWTH Aachen „Gegenwart und Zukunft europäisch-jüdischer Literaturstudien in einem veränderten Europa / Presence an future of European Jewish Literature Studies in changing Europe“. (Publikation für das Jahrbuch der EJLS 2021 angenommen.)

Nation durch Emanzipation. Jüdische Identität und deutscher Nationalismus bei Berthold Auerbach. Im Rahmen der Tagung des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass der Universität des Saarlandes „Identitätskonzepte in der Literatur“. (Publikation im Sammelband der Tagung in der Reihe Passagen. Literaturen im europäischen Kontext angenommen)

Zur Website Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften
GeschKultLogo
Dahlem Research School
Deutsche Forschungsgemeinschaft
logo einstein grau