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Daniel Mayr

Salomon August Andrées Polarexpedition als Mediengeschehen, 1895–1930

Salomon August Andrées Polarexpedition als Mediengeschehen, 1895–1930

Im Zentrum des Dissertationsvorhabens steht die Arktisexpedition des Schweden Salomon August Andrée, der 1897 an der Seite von zwei Gefährten zum Nordpol vorzustoßen beabsichtigte, im Eis scheiterte und bis zur zufälligen Auffindung der Überreste im Jahr 1930 als verschollen galt. Seinen Ausgang nimmt das Projekt von der Beobachtung, in welchem Ausmaß Medien – in unterschiedlichsten Ausprägungen – die Expedition organisieren und ihren Verlauf bestimmen. Denn nicht nur mobilisieren die Teilnehmer einen Ballon als primäres Fortbewegungsmittel, verfassen während des Fluges Benachrichtigungen, die sie Brieftauben und Schwimmbojen anvertrauen, führen Tagebücher, legen Tabellen mit Messdaten oder Proviantlisten an, zeichnen Karten und begleiten ihre Reise mit fotografischen Aufnahmen. Ihre Unternehmung trägt sich darüber hinaus auch innerhalb von Medien zu, seien dies physische Trägersubstanzen wie Luft und Eis oder sei es die zeitgenössische Presse, in der sie über ihren Tod hinaus ein Nachleben in Mutmaßungen und Gerüchten fristen. In den Blick kommt somit eine Vielfalt von Relationen zwischen Andrées Expedition und ihren Medien, die das Projekt versuchsweise unter dem Begriff des Mediengeschehens zu bündeln vorschlägt.

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