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Seminare & Colloquien der FSGS


Sommersemester 2020

Doktorandenseminar: Zeit und Tragödie (Bereich: Literatur als Textpraxis)

Leitung: Simon Godart
Zeit: mittwochs 14:00–16:00 Uhr
Ort: Online-Kurs
Erste Sitzung: 22.04.2020
Hinweis: Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus an der Freien Universität Berlin wird diese Lehrveranstaltung im Sommersemester 2020 als Online-Kurs angeboten.
Das Seminar wird über den Verlauf des Semesters maßgeblich in Gruppenarbeit über Wiki sowie in Video-Konferenzen (u.a. in Kleingruppen) stattfinden. Zur Teilnahme wird um eine Anmeldung über simon.godart@fu-berlin.de gebeten.

Aufbauend auf Peter Szondis Versuch über das Tragische (1960) will das Seminar untersuchen, wie die bestimmenden Elemente der Tragischen an ihr spezifisches Verhältnis zur Zeitlichkeit gebunden sind. Dabei soll untersucht werden, wie insbesondere Formen von Transtemporalität wirksam werden. Diese wird nicht nur in der Form der überlieferten Dramentexte der Antike virulent, in der Zeitlichkeitsstrukturen ineinander greifen müssen, um den spezifischen Effekt hervorzubringen. So steht die Geschlossenheit des Handlungsverlaufs (nach Aristoteles Poetik)mit dem Vor- und Rückgriff des Narrativs in Spannung, das die dramatis personae historisch und schicksalhaft in ihre bestimmenden Zusammenhänge einbettet. Der Konflikt zweier Zeitlichkeiten ermöglicht erst die genretypische Wendung (peripetie) als notwendige (Spät-)Folge früheren Geschehens im Sinne eines prophetischen future perfect. Zugleich ist aber auch in der Adaption des Tragischen im Verlauf der europäischen Geistesgeschichte zu beobachten, wie an dieser Form in Literatur und Theorie / Philosophie entscheidende Neuverortungen gewonnen werden.

In der gemeinsamen Seminararbeit werden wir an einigen Schlüsseltexten (also: den kanonischen, aber auch weniger intensiv rezipierten Tragödientexten von Aischylos, Sophokles und Euripides) die Charakteristika des Tragischen konturieren und auf ihr Verhältnis zur Zeitlichkeit hin befragen. Es folgt ein historischer Vergleich der Veränderungen der Tragödienform (etwa Hamlet, Phèdre, Faust, die frühen Filme von Lars von Trier etc.). Zum Semesterabschluss soll ein Studientag stattfinden, an dem die Teilnehmer*innen dazu aufgefordert sind, die gemeinsamen Beobachtungen zum Tragischen mit bestehenden Theoriepositionen (etwa bei Nietzsche, Hegel, Kierkegaard, Schelling und Hölderlin sowie in jüngeren Studien wie denjenigen von Hühn, Menke, Ette u.a.) zu konfrontieren.

Seminaraufbau: Die Struktur und Kommunikation des Ausstauschs im Semesterverlauf wird maßgeblich über eine eigene Wiki-Plattform erfolgen, auf der wir auch auf eine furchtbare Diskussion hoffen. Die Teilnehmer*innen des Seminars werden dabei eigenständig eine Literaturliste durcharbeiten und werden sich in Schwerpunkt-Gruppen zu bestimmten Theorien der Tragödie (etwa Hegel, Kierkegaard, Benjamin etc.) zusammenfinden. Zudem werden wir im Semesterverlauf gemeinsam an einem "Glossar" zentraler Begriffe und Momente der Theorie der Tragödie arbeiten und auch hier versuchen, die gemeinsame Diskussion digital ins Laufen zu bringen. In den ersten Wochen des Semesters wollen wir versuchen, gemeinsam den Lektüre- und Themenplan zu erstellen und in Video-Konferenz (im Plenum und/oder in kleineren Gruppen, und, natürlich, im ständigen Selbstversuch) das gemeinsame Vorgehen zu planen.

Wintersemester 2019/20

Doktorandenseminar: Medientheorie und Intermedialität (Bereich: Theorien der Künste, der Medialität und Intermedialität)

Leitung: Prof. Dr. Irmela Krüger-Fürhoff, Prof. Dr. Cordula Lemke
Zeit: Dienstags 16:00–18:00 Uhr
Ort: Konferenzraum der FSGS (JK 33/121)

Die Intermedialitätsforschung hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, den Blick für Medialität und Materialität künstlerischer und allgemein kultureller Praktiken zu schärfen. Ziel des Seminars ist, diese Entwicklung genauer zu betrachten. Dabei werden wir zum einen verschiedene Medienbegriffe und Intermedialitätskonzepte diskutieren und kritisch reflektieren, zum anderen anhand ausgewählter Beispiele die Besonderheiten unterschiedlicher Medien wie auch die Relevanz medialer Spezifika herausarbeiten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Verhältnis zur Literatur, womit Fragen nach Adaptation oder Text-Bild-Relationen im Vordergrund stehen. Die Auswahl der Texte erfolgt in Absprache mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Seminarsprache ist Deutsch, doch werden wir die meisten Texte auf Englisch lesen oder zugänglich machen. Beiträge auf Englisch sind ausdrücklich erwünscht.


Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr

Leitung: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Prof. Dr. Anita Traninger
Zeit: Dienstags 14:00–16:00 Uhr
Ort: Konferenzraum der FSGS (JK 33/121)

Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr

Leitung: Prof. Dr. Irmela Krüger-Fürhoff, Prof. Dr. Ulrike Schneider
Zeit: Dienstags 14.00–16.00 Uhr
Ort: KL 29/237

Forschungscolloquium für das 3. Studienjahr

Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke, Prof. Dr. Miltos Pechlivanos
Zeit: Dienstags 10.00–12.00 Uhr
Ort: Konferenzraum der FSGS (JK 33/121)

Sommersemester 2019

Forschungskolloquium „Der Streit um die Kritik“ des Projektes „Das Philologische Laboratorium. Neue Modelle des Umgangs mit Kunst jenseits der Kritik“ (Bereich: Literatur und Wissen)

Leitung: Prof. Dr. Michel Chaouli
Zeit: dienstags 16:00–18:00 Uhr
Ort: Konferenzraum der FSGS (JK 33/121)

In diesem Kolloquium wird die Diskussion um den Kritikbegriff fortgesetzt, die das Philologische Laboratorium im Sommersemester 2018 begonnen hat. Während es in der Auftaktveranstaltung jedoch um eine an den klassischen Texten (Kant, Marx, Nietzsche, Freud) orientierte ‚Genealogie der Kritik‘ ging, stehen diesmal die aktuellen Debatten und Kontroversen um den Kritikbegriff im Fokus. Denn in den Geistes- und Sozialwissenschaften der Gegenwart wird leidenschaftlich über den Nutzen und Nachteil der Kritik gestritten: Während einige die Errungenschaften der Ideologie- und Sozialkritik in Gefahr sehen und – im Angesicht aktueller Krisen und politischer Konflikte – zu einer Reaktivierung kritischen Denkens aufrufen, befassen sich andere mit den ‚Grenzen der Kritik‘ und stehen für eine post-kritische Wende ein. Dass von dieser Auseinandersetzung gerade auch die Literaturwissenschaft betroffen ist, zeigt sich etwa an den Diskussionen um Ricœurs Konzeption einer ‚Hermeneutik des Verdachts‘, die in den letzten Jahren Anlass zur Entwicklung neuer Modelle des Lesens und der Interpretation gegeben haben (‚Surface Reading‘, ‚Reparative Reading‘, etc.).

Das Kolloquium will den Teilnehmenden einerseits die Gelegenheit bieten, sich mit den verschiedenen Positionen der Debatte um Kritik und Post-Kritik vertraut zu machen. Andererseits wollen wir die Diskussion der diversen theoretischen Perspektiven nutzen, um über die eigene kritische Praxis nachzudenken. Unter anderem werden wir Texte von Luc Boltanski und Ève Chiapello, Rahel Jaeggi, Bruno Latour, Benjamin Noys, Rita Felski, Eve Kosofsky Sedgwick, Sharon Marcus und Walter Benn Michaels lesen. Auch Besuche von auswärtigen Gästen sind geplant.

Der Besuch der Veranstaltung im Sommersemester 2018 (‚Genealogie der Kritik‘) ist keine Voraussetzung für die Teilnahme am diesjährigen Kolloquium.

Seminar: Weltliteratur und Globalisierung (Bereich: Literatur in transnationaler Perspektive)

Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke
Zeit: dienstags 18:00–20:00 Uhr
Ort: Konferenzraum der FSGS (JK 33/121)

Nationale Bewegungen haben schon immer die Nähe zur Literatur gesucht, wie besonders im Epos zu beobachten ist. Und so ist es wenig überraschend, dass auch Globalisierungstendenzen diese Verbindung in sich bergen. Seit Wielands Begriff der „Weltliteratur“ werden literarische Texte im Gefüge einer immer enger zusammenwachsenden Welt verortet. Dabei wechselt die Begrifflichkeit mit dem Machtgefüge der fortschreitenden Globalisierung. 'Weltliteratur' wurde zu 'Weltliteraturen', um schließlich als 'transnationale Literatur' eine neue Bestimmung zu finden. In diesem Seminar wollen wir diese Entwicklung in der Theoriebildung wie auch in literarischen Texten aufsuchen. In der ersten Sitzung werden wir gemeinsam einen Seminarplan erarbeiten, der individuelle Präferenzen oder Anknüpfungspunkte an eigene Projekte berücksichtigt.

Die Lesekreise der FSGS im Sommersemester 2019 finden Sie hier.


Wintersemester 2018/19

Literatur und Wissen: Literatur und Wissen / das Wissen der Literatur. Aktuelle Debatten und exemplarische Lektüren
Leitung: Prof. Dr. Irmela Krüger-Fürhoff

Der Bereich „Literatur und Wissen“ fragt innerhalb einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Literaturwissenschaft nach diskursiven Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Literatur und verbindet dabei philologische Methoden mit Erkenntnisinteressen und Verfahren der Wissen(schaft)sgeschichte. Literarische Texte, so die inzwischen weitgehend etablierte Grundannahme, transportieren Wissen nicht lediglich oder spiegeln es wider, sondern gestalten es mit, weil die Etablierung und gesellschaftliche Vermittlung neuer Wissensobjekte und Erkenntnisbereiche von Erzähl- und Inszenierungsverfahren geprägt ist. Keine Einigkeit besteht allerdings darüber, ob Literatur ‚nur‘ einen Beitrag zu einer umfassenden Geschichte von Wissens-Inhalten und Wissens-Strukturen leistet oder ob sie ein eigenes Wissen (und auch Nicht-Wissen) ‚hat‘ – möglicherweise auch deshalb, weil unterschiedliche Konzepte von Wissen verwendet werden.

Im Seminar werden wir zum einen grundlegende Texte zu „Literatur und Wissen“ diskutieren, Debatten nachverfolgen und die Etablierung dieses Forschungsfelds (u.a. durch Veröffentlichung von Handbüchern) kritisch nachverfolgen. Zum anderen wollen wir an ausgewählten Beispielen spezifische (historische) Interferenzen zwischen wissenschaftlicher und literarischer Wissensgenerierung, Weltdeutung und –darstellung herausarbeiten, z.B. im Kontext von Psychologie, Meteorologie, Immunologie, Nationalökonomie oder Physik, oder mit Blick auf Erkenntnis- und Darstellungsformen wie Frage, (Gedanken-)Experiment, Fallgeschichte oder Protokoll. Bei der gemeinsamen Festlegung der zu diskutierenden Phänomene setze ich auf die Expertise und Neugier der Seminar-TeilnehmerInnen.

Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Prof. Dr. Miltos Pechlivanos
Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr
Leitung:Prof. Dr. Irmela Krüger-Fürhoff, Prof. Dr. Ulrike Schneider
Forschungscolloquium für das 3. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke

Sommersemester 2018

Literatur in transnationaler Perspektive: Post/koloniale Welten
Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke

Als Teil der Research Area „Transnationale Literaturen“ möchte dieses Seminar den Begriff des Transnationalen in den Blick nehmen und fragen, was es bedeutet, Grenzen zu überschreiten. Wie verändert ein Denken des 'trans' Konzepte von Welt, was geschieht mit den Vermächtnissen alter Strukturen, welche Bedeutung hat der liminale Raum? Dabei werden wir zentral auch die Rolle von Literatur und anderen Medien diskutieren. Wie wird das Denken von 'trans' repräsentiert, welche Grenzen eröffnen sich durch die Literarizität von Texten und welche Aufgabe kommt dem Begriff der 'Weltliteratur' zu? In diesem Seminar wollen wir diesen Fragen in der Theoriebildung wie auch in literarischen Texten nachgehen. In der ersten Sitzung werden wir gemeinsam einen Seminarplan erarbeiten, der individuelle Präferenzen oder Anknüpfungspunkte an eigene Projekte berücksichtigt.

Literatur als Textpraxis:  „Genealogie der Kritik“ des Projektes „Das Philologische Laboratorium“
Leitung: Prof. Dr. Michel Chaouli

Die Kritik umgibt uns. Sie ist der Sauerstoff der Geisteswissenschaften, allgegenwärtig und unsichtbar. Mit jedem Atemzug füllt sie uns, doch was wissen wir eigentlich von ihr? Woher kommt sie, und wohin führt sie? Was richtet sie mit uns an? Das Philologische Laboratorium, das neue FSGS-assoziierte Projekt des Einstein Visiting Fellow Prof. Dr. Michel Chaouli (Indiana University, Bloomington), widmet sich im Sommersemester 2018 einer Untersuchung dieser wirkungsstarken Praxis. Gemeinsam wollen wir eine Genealogie der Kritik erarbeiten, die ihre Spielarten erkundet, ihre Macht und ihre Grenzen aufzeigt — und vielleicht sogar neue Wege des kritischen Handelns eröffnet.

Das Kolloquium ist als Workshop gedacht, in dem die Teilnehmer gemeinsam intensiv an Texten arbeiten. Wir lesen u. a. Kant, Schlegel, Novalis, Hegel, Marx, Nietzsche, Freud, Benjamin, Arendt, Adorno, Althusser, Ricoeur, Foucault, Deleuze und Butler. Auch Besuche von Gastwissenschaftlern sind geplant. Die erste Sitzung findet am 17. April statt; die Teilnehmer werden gebeten, die „Vorrede“ zu Kants Kritik der reinen Vernunft zu lesen.

 Wintersemester 2017/18

 Literatur und Wissen: Kulturen des Erinnerns und des Vergessens: Gedächtniskonzepte in Theorie, Literatur und Film
Leitung: Prof. Dr. Irmela Marei Krüger Fürhoff

Erinnern und Vergessen sind nicht einfach individuelle neurokognitive Vorgänge, sondern umkämpfte Bestandteile kultureller Identitätsbildung und gesellschaftspolitischer Erwartungen. Was von wem zu welchem Zweck und auf welche Weise erinnert wird bzw. was nicht oder im Gegenteil dringend dem Vergessen anheim gegeben wird, ist nicht erst im Kontext von Nationalsozialismus, Traumaforschung und neuer 'Volkskrankheit Alzheimer' umstritten. Nach der Beschäftigung mit kulturwissenschaftlichen und medizinischen Gedächtnistheorien werden wir im Seminar literarische Texte und Filme analysieren, die Erinnern und Vergessen nicht lediglich thematisieren, sondern nach ästhetischen Möglichkeiten suchen, diese Phänomene darzustellen und zu reflektieren. Vorschläge der Teilnehmer*innen sind willkommen.


Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Prof. Dr. Wolfram Ette
Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Irmela Krüger-Fürhoff, Prof. Dr. Elena Giannoulis
Forschungscolloquium für das 3. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke

Sommersemester 2017

Literatur und Wissen: Das Opfer: kulturelle Praxis und künstlerische Aneignung
Leitung: Prof. Dr. Wolfram Ette

Das Verhältnis von 'Innen' und 'Außen' ist eines der Kernprobleme gesellschaftlicher Organisation. Auf der einen Seite produziert jede Gesellschaft Einschluss durch Ausschluss, Ausschluss durch Einschluss; auf der anderen Seite ist sie auf Institutionen und Regularien angewiesen, die zwischen den auseinandergehaltenen Sphären vermitteln. Genau an dieser Stelle sitzt systematisch - nicht ausschließlich, aber höchst prominent - das Opfer. So ernüchternd es zunächst einmal klingen mag - eine Gesellschaft ohne Opfer kann es wahrscheinlich nicht geben.Das Seminar soll uns Gelegenheit geben, uns einerseits mit klassischen Opfertheorien (Burkert, Freud, Adorno/Horkheimer, Girard) auseinanderzusetzen, andererseits literarische Texte, aber auch Bilder, Filme, Tanzchoreographien und andere Kunstgattungen  in den Blick zu nehmen, in denen das Opfer im Zentrum steht.

Den Seminarplan der Veranstaltung finden Sie hier.

Literatur in transnationaler Perspektive:
Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke

Die Begriffe "Weltliteratur" und "transnationale Literaturen" umspielen Figurationen der Alterität in besonderer Weise. Obwohl Literatur generell ohne Alteritätserfahrungen nicht zu denken ist, rufen Weltliteratur und transnationale Literaturen den Begriff der Alterität schon durch ihre Spezifizierung der Literaturen auf, die hier verhandelt werden sollen, und reduzieren ihn in vielen Fällen auf das Bild des Anderen als Fremden. Dabei wählen Theoretiker der Weltliteratur und Theoretiker der transnationalen Literaturen häufig unterschiedliche Herangehensweisen, die sich in ihrem jeweiligen Fokus auf Autorschaft, Kanonisierung oder Textlektüre äußern. In diesem Seminar sollen diverse Alteritätstheorien diskutiert und die Frage nach ihrer Relevanz für die Theoriebildung von Weltliteratur und transnationalen Literaturen gestellt werden.

Wintersemester 2016/17

Literatur als Textpraxis: Autobiographie, Autofiktion
Leitung: Prof. Dr. Irmela Krüger-Fürhoff

Wenn aktuelle literaturwissenschaftliche Forschungsarbeiten von „autobiographischem Schreiben“ sprechen, verwenden sie eine Formulierung, die die Prozessualität und Selbstreflexivität von Autor und Schreibvorgang betont ohne sich gegenüber (Kampf-) Begriffen wie „Autobiographie“, „Autofiktion“ oder „Auto(r)fiktion“ festzulegen. Um zu klären, was durch solch eine ‚weiche‘ Begrifflichkeit ermöglicht – oder auch erschwert – wird, diskutieren wir im Seminar zentrale theoretische Texte der jüngeren (deutsch-, englisch- und französischsprachigen) Autobiographieforschung und analysieren literarische Werke (z.B. von Roland Barthes, Thomas Glavinic, Felicitas Hoppe, Jean-Luc Nancy, Jona Oberski, Verena Stefan und Binjamin Wilkomirski, z.T. in Auszügen). Dabei geht es u.a. um das autobiographische Erzählen von Grenzerfahrungen, das Verhältnis zwischen theoretischen und literarischen Reflexionen des Selbst-Schreibens, ‚fake memories‘ sowie ‚Autofiktion‘ als Kulturphänomen. Textvorschläge der TeilnehmerInnen zur inhaltlichen Gestaltung des Seminars sind willkommen.


Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Prof. Dr. Wolfram Ette
Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr
Leitung:Prof. Dr. Irmela Krüger-Fürhoff, Prof. Dr. Elena Giannoulis
Forschungscolloquium für das 3. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke

Sommersemester 2016

Literatur, (Inter-)Medialität und die Künste: Text, Bild, Comic, Film
Leitung: Prof. Dr. Irmela Krüger-Fürhoff

Im Seminar diskutieren wir in gemeinsamer Lektüre historische und aktuelle Grundlagentexte der Intermedialitäts- und Transmedialitätsforschung. Anhand ausgewählter Beispiele (u.a. Text, Bild, Performance, Film, Comic) arbeiten wir Besonderheiten unterschiedlicher Medien heraus, diskutieren ihr Verhältnis zur Literatur, Fragen der Adaption und unterschiedliche Formen des Text-Bild-Verhältnisses. Der vorläufige Seminarplan wird zu Beginn der Veranstaltung unter Berücksichtigung der Interessen der Teilnehmenden konkretisiert.

Literatur in transnationaler Perspektive: Transnationale Texte zwischen Weltliteratur und postkolonialer Literatur
Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke

Nationale Bewegungen haben schon immer die Nähe zur Literatur gesucht, wie besonders im Epos zu beobachten ist. Und so ist es wenig überraschend, dass auch Globalisierungstendenzen diese Verbindung in sich bergen. Seit Wielands Begriff der "Weltliteratur" werden literarische Texte im Gefüge einer immer enger zusammenwachsenden Welt verortet. Dabei wechselt die Begrifflichkeit mit dem Machtgefüge der fortschreitenden Globalisierung. 'Weltliteratur' wurde zu 'Weltliteraturen', um schließlich als 'transnationale Literatur' eine neue Bestimmung zu finden. Dabei bewegt sich die Begrifflichkeit in einer Nähe zu den Postcolonial Studies, die wiederum zu Abgrenzungsstrategien führte. In diesem Seminar wollen wir diese Entwicklung in der Theoriebildung wie auch in literarischen Texten aufsuchen; in der ersten Sitzung werden wir gemeinsam einen Seminarplan erarbeiten, der individuelle Präferenzen oder Anknüpfungspunkte an eigene Projekte berücksichtigt.

Wintersemester 2015/16

Literatur und Wissen: Literatur und Kulturgeschichte der Natur bis zum Anthropozän
Leitung: Prof. Dr. Irmela Krüger-Fürhoff

Spätestens seit der Moderne hat der Mensch sich selbst immer auch durch Auseinandersetzung mit der (realen und imaginären) Natur entworfen und dabei unterschiedliche kulturelle Erzählungen entwickelt, beispielsweise der Überformung, Unterwerfung oder Entfremdung bis hin zur gegenwärtigen Rede vom „Anthropozän“. Im Seminar wollen wir uns nach einem historischen Rückblick vor allem mit fiktionalen und wissenschaftlichen Texten der Gegenwart beschäftigen, in denen Natur unter Rückgriff auf biologische Konzepte erzählt wird. Geplant sind Sitzungen zu Kollektivbildungen der Natur, zu Evolution, zu biologischer Vielfalt und zum Artensterben / Ende der Menschheit. Dabei wird es auch darum gehen, inwieweit Aufnahme und Umschrift dieser biologischen Konzepte nicht lediglich Motive, Figuren und plots liefern, sondern 1. der kritischen Reflexion von kulturellen Erklärungsmustern, Gesellschaftsentwürfen, Identitätsmodellen und Geschlechterverhältnissen dienen und 2. Auswirkungen auf Erzählverfahren besitzen, also eine eigene Ästhetik erproben.


Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Prof. Dr. Caroline Torra-Mattenklott
Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Joachim Küpper
Forschungscolloquium für das 3. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Irmela Krüger-Fürhoff

Sommersemester 2015

Literatur als Textpraxis: Der Körper in aktuellen Theoriedebatten - Blockseminar und Workshop
Leitung: Prof. Dr. Irmela Marei Krüger-Fürhoff

Im Kompaktseminar, das an drei Mittwochterminen jeweils von 10-16 Uhr stattfand, wurden Bedeutung und Funktion des Körpers in aktuellen Theorien diskutiert, die entweder bereits einen klaren Körperbezug haben oder – so die Ausgangshypothese – von einem solchen profitieren könnten. Dabei ging es um (neue) Affekttheorien, Medien- und Techniktheorie, Narratologie, Theorien der Subjektkonstitution und die Theoretisierung von Grenzerfahrungen. Die Seminar-Diskussion diente zugleich als Vorbereitung für einen ganztägigen öffentlichen Workshop mit vier (nationalen bzw. internationalen) Gästen, die als VertreterInnen der diskutierten Theorien mit den Seminar-TeilnehmerInnen und untereinander ins Gespräch kamen. Die zu lesenden Texte wurden vorab zur Verfügung gestellt.

Literatur, (Inter-)Medialität und die Künste: Theorien der Künste, der Medialität und Intermedialität - Blockseminar
Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke, Prof. Dr. Irina Rajewsky

Bei aller Kritik, die in den letzten Jahren an das Forschungsparadigma der Intermedialität herangetragen worden ist, hat die Intermedialitätsforschung doch entscheidend dazu beigetragen, den Blick für die Medialität und Materialität künstlerischer und ganz allgemein kultureller Praktiken zu schärfen. Eine solche Aufmerksamkeitsverlagerung ist nicht nur für die Intermedialitätsforschung selbst zentral, sondern schlägt sich zunehmend auch in anderen Bereichen literatur- bzw. medienkulturwissenschaftlicher Forschung und Theoriebildung nieder, besonders augenfällig etwa im Bereich der Narratologie, der Transmedialitäts- oder auch der Performativitätsforschung. Ziel des Seminars war, diese Entwicklung und das heuristische Potential einschlägiger Ansätze genauer in den Blick zu nehmen. Dabei ging es zum einen darum, verschiedene Medienbegriffe sowie Intermedialitäts- und Transmedialitätskonzepte zu diskutieren und kritisch zu reflektieren. Zum anderen haben wir anhand ausgewählter Beispiele (Text, Theater, Malerei, Fotografie, Film usw.) die Besonderheiten unterschiedlicher Medien wie auch die Relevanz medialer Spezifika und Differenzen im Kontext der Inter- und Transmedialitätsforschung herausgearbeitet. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Verhältnis zur Literatur, womit Fragen nach Literarizität, Adaptation oder etwa unterschiedliche Formen von Text-Bild-Relationen in den Vordergrund rückten.

Literatur als Textpraxis: Wissenschaftliches Schreiben jenseits des Fachdiskurses : Rezensionen, Essays, Feuilletonartikel
Leitung: Prof. Dr. Irmela Marei Krüger-Fürhoff

Literaturwissenschaftler schreiben nicht nur für einen Kreis von FachkollegInnen, sondern wenden sich mit ihren Interessen, Fragestellungen und Erkenntnissen häufig auch an breiteres, nicht disziplinär gebundenes oder semi-akademisches Publikum, um auf Forschungsergebnisse hinzuweisen oder neue Themen ins Gespräch zu bringen. Genres wie wissenschaftliche Rezension, Tagungsbericht, (kultur-) wissenschaftlicher oder literarischer Essay und Feuilletonartikel besitzen jeweils eigene Spielregeln, die eingeübt werden müssen und können, am besten a) mit Blick auf Vorbilder, b) im Austausch mit Fachleuten bzw. Vertretern der verschiedenen (Publikations-) Organe und c) durch eigenes Erproben und Besprechung der Ergebnisse im Seminarkontext.

Das Seminar richtete sich an experimentier- und ausdrucksfreudige StipendiatInnen. Eines der Ziele war, den (in seinem Format noch zu konkretisierenden) Blog der Graduiertenschule, der ab Oktober 2015 erscheinen soll, mit lesenswerten Beiträgen zu füllen.

Wintersemester 2014/15

Literatur in transnationaler Perspektive: Theorien des Erzählens
Leitung: Prof. Dr. Irina O. Rajewsky, Prof. Dr. Andreas Mahler

Unser Zeitalter gilt als Zeitalter einer selbstausgerufenen allumfassenden Narratologie. Das Seminar ist diesem Anspruch nachgeggangen und hat zu klären versucht, was eine solche enorme Weitung des Narratologie-Begriffs leistet und was sie möglicherweise auch verstellt. Schwerpunkte der Diskussion waren die neuerdings ‚klassisch‘ genannte textuelle Narratologie, die sogenannte ‚natürliche‘ Narratologie, anthropologische Aspekte des Erzählens, kognitive Aspekte des Erzählens sowie Perspektiven einer ‚transmedialen‘ Narratologie. Vorschläge von zu Verhandelndem – etwa auch zu den Komplexen ‚Narratologie und Fiktionstheorie‘, ‚Narratologie und Intertextualität‘, ‚Narratologie und Raumtheorie‘, insbesondere aber zu möglichen Anschlüssen an das eigene Projekt – konnten bei einem der beiden Dozenten vorab eingereicht werden. Mögliche Bereiche zu behandelnder Theoretiker umfassten die Namen Stanzel, Genette, Fludernik, Iser, Ryan, Herman, Wolf.


Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Irmela M. Krüger-Fürhoff, Koordinatorin: Alessya Raskuratova
Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Joachim Küpper, Koordinatorin: Svetlana Sirotinina
Forschungscolloquium für das 3. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Koordinator: Thomas Hardtke

Sommersemester 2014

Literatur als Textpraxis: Methoden des Textvergleichs
Leitung: Prof. Dr. Irina O. Rajewsky

Das Seminar konzentrierte sich auf Fragen im Bereich des theoretischen und systematischen Umgangs mit Literatur, unter Berücksichtigung aktueller und 'klassischer' Theorie- und Methodendiskussionen der Literaturwissenschaft. Im Vordergrund steht die forschungsorientierte Diskussion theoretischer Ansätze verschiedener Provenienz, um auf diese Weise eine kritische Reflexion unterschiedlicher Herangehensweisen an literarische Texte, literaturwissenschaftlicher Theoriebildungsprozesse und des immer schnelleren Wechsels von Forschungsparadigmen zu befördern sowie neue Perspektiven für die Arbeit an eigenen Forschungsvorhaben zu eröffnen. Die Auswahl der Texte erfolgte in Absprache mit den Doktorandinnen und Doktoranden.

Literatur in transnationaler Perspektive
Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke, Prof. Dr. Elena Giannoulis

Nationale Bewegungen haben schon immer die Nähe zur Literatur gesucht, wie besonders im Epos zu beobachten ist. Und so ist es wenig überraschend, dass auch Globalisierungstendenzen diese Verbindung in sich bergen. Seit Wielands Prägung des Begriffs der "Weltliteratur" werden literarische Texte im Gefüge einer immer enger zusammenwachsenden Welt verortet. Mit Weltliteratur sind nicht nur Werke gemeint, die transnational gelesen werden und auch der ganzen Welt bekannt sind, sondern auch welche, die sich in einem kosmopolitischen Geist mit Fragen auseinandersetzen, die für die gesamte Menschheit von Belang sind. Im Zuge der Internationalisierung und Globalisierung sind die Fragen nach einer Weltliteratur aktueller denn je. Literatur, die thematisch und stilistisch Grenzen überschreitet, ihre nationale Färbung verloren hat und auf der ganzen Welt verstanden werden kann, ist nicht mehr die Ausnahme sondern zum Regelfall geworden. Dabei wechselt die Begrifflichkeit mit dem Machtgefüge der fortschreitenden Globalisierung. 'Weltliteratur' wurde zu 'Weltliteraturen', um schließlich als 'transnationale Literatur' eine neue Bestimmung zu finden. Dieses Seminar behandelte exemplarisch anhand der Themen Übersetzen, Globalisierung, ethnographisches Schreiben und transkulturelles Schreiben wichtige Stationen in der Auseinandersetzung mit grenzüberschreitender Literatur und zog dazu sowohl theoretische als auch literarische Texte heran. Die Textauswahl erfolgte gemeinsam mit den Doktorandinnen und Doktoranden.

Wintersemester 2013/14

Literatur als Textpraxis: Methoden des Textvergleichs
Leitung: Prof. Dr. Irina O. Rajewsky

Das Seminar konzentrierte sich auf Fragen im Bereich des theoretischen und systematischen Umgangs mit Literatur, unter Berücksichtigung aktueller und 'klassischer' Theorie- und Methodendiskussionen der Literaturwissenschaft. Im Vordergrund stand die forschungsorientierte Diskussion theoretischer Ansätze verschiedener Provenienz, um auf diese Weise eine kritische Reflexion unterschiedlicher Herangehensweisen an literarische Texte, literaturwissenschaftlicher Theoriebildungsprozesse und des immer schnelleren Wechsels von Forschungsparadigmen zu befördern sowie neue Perspektiven für die Arbeit an eigenen Forschungsvorhaben zu eröffnen. Die Auswahl der Texte erfolgte in Absprache mit den Doktorandinnen und Doktoranden.

Literatur und Wissen
Leitung: Prof. Dr. Remigius Bunia

Was heißt Wissen? Die Ausdrücke ‚Wissen‘ und ‚Epistemologie‘ sind bis heute Reizwörter innerhalb der literaturtheoretischen Diskussion geblieben, so sehr der Schulenstreit auch an Energie verloren hat. Dennoch hat noch kürzlich die Frage, ob Literatur denn Wissen vermitteln könne, erneut die Gemüter bewegt. Dies hängt in der Regel mit sehr unterschiedlich konstruierten Begriffen von Wissen zusammen. Im Seminar wurden – anhand von Textvorschlägen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – bestehende Wissenskonzeptionen verglichen. Zugleich wurde gefragt, inwieweit die Promovierenden mit ihrer Arbeit zu irgendeinem Wissen beitragen – inwiefern also Wissen und Wissenschaft miteinander verwandt sind.


Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit; Koordinator: Christopher Scholz
Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Joachim Küpper; Koordinator: Kai Schöpe
Forschungscolloquium für das 3. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke; Koordinatorin: Lotte Laub

Sommersemester 2013

Literatur, (Inter-)Medialität und die Künste: Text-Bild-Relationen
Leitung: Prof. Dr. Irina Rajewsky, Prof. Dr. Andreas Mahler

Bei aller Kritik, die in den letzten Jahren an das Forschungsparadigma der Intermedialität herangetragen worden ist, hat die Intermedialitätsforschungdoch entscheidend dazu beigetragen, den Blick für die Medialität und, damit einhergehend, für die Materialität künstlerischer und ganz allgemein kultureller Praktiken zu schärfen. Ziel des Seminars war, diese Entwicklung und das heuristische Potential verschiedener einschlägiger Ansätze genauer in den Blick zu nehmen. Der Schwerpunkt lag dabei auf Fragen der Beschreibbarkeit und Funktionalität von Text-Bild-Relationen. Wesentliches Interesse ist die Entwicklung eines semiotischen Instrumentariums zur Vergleichbarkeit unterschiedlicher Medien und dessen Erprobung in einschlägigen Fallstudien zur Herausarbeitung spezifischer intermedialer Interaktionen.

Wintersemester 2012/13

Literatur und Wissen
Leitung: Prof. Dr. Sabine Schülting
Literatur als Textpraxis: Klassische und jüngere Positionen der Hermeneutik
Leitung: Prof. Dr. Remigius Bunia

Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit; Koordinatorin: Agnieszka Hudzik
Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Joachim Küpper; Koordinator: Oliver Hartmann
Forschungscolloquium für das 3. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm; Koordinator: Eike Kronshage

Sommersemester 2012

Theorien der Künste, der Medialität und der Intermedialität: Historische Perspektiven und systematische Fragestellungen
Leitung: Prof. Dr. Anne Eusterschulte, Prof. Dr. Ulrike Schneider

Der Wettstreit der Künste (paragone) durchzieht die Debatten um die Legitimation der Kunst von Anbeginn an. Es geht dabei etwa um Fragen der Rechtfertigung des schönen Scheins, um das Verhältnis von Idee und künstlerischer Praxis, Kunst und Wirklichkeit, vor allem aber um einen Streit um die Rangfolge der einzelnen künstlerischen Gattungen und Medien. Das Seminar nahm die Debatten an drei geistesgeschichtlich zentralen Stellen in den Blick, im 16., 18. und 20./21. Jahrhundert. Die jeweils zu erörternden systematischen Fragestellungen umfassten den Paragone/Agon der Künste; die Debatten um ästhetische Rechtfertigung; die Medialität von Sprache und Text; Theorien der Intermedialität.

Theorien der Künste, der Medialität und der Intermedialität: Historische Grundlagen und aktuelle Tendenzen der Inter- und Transmedialitätsforschung
Leitung: Prof. Dr. Irina Rajewsky

Das Colloquium richtete sich an Doktoranden/innen unterschiedlicher Disziplinen, die an Fragen der Inter- und Transmedialitätsforschung interessiert sind. Ziel war zum einen, historische Grundlagen der Inter- und Transmedialitätsforschung im Rahmen gemeinsamer Lektüren einschlägiger Texte aufzuarbeiten und somit die Inter- und Transmedialitätsforschung in ihren historischen Filiationen zu reflektieren. Ziel war zum anderen, unterschiedliche Intermedialitätsansätze sowie aktuelle Tendenzen der Inter- und Transmedialitätsforschung zu diskutieren. Dabei lag ein besonderes Augenmerk auf der Frage nach der historischen und (trans-)kulturellen 'Reichweite' entsprechender Ansätze; berücksichtigt wurden zudem die spezifischen Interessenschwerpunkte der Teilnehmer/innen. 

Wintersemester 2011/12

Text - Kultur - Wissen: Rhetorik
Leitung: Prof. Dr. Remigius Bunia, Prof. Dr. Gyburg Uhlmann

Im Seminar wurden vor allem die wichtigsten klassischen Texte der antiken Rhetoriktheorie gelesen. Die Schriften von Platon, Aristoteles, Cicero und Quintilian stehen im Mittelpunkt. Diese Texte sind Grundlage für die Beschreibung von Kommunikation und Literatur durch die gesamte Geschichte der westlichen Literatur, obwohl sich die genannten Texte selbst gar nicht in erster Linie mit Dichtung beschäftigen. Sie sind teils theoretische Traktate und praktische Lehrbücher in einem. Zugleich sind sie aber Urtexte für die literaturwissenschaftliche Theoriebildung: Ganz richtig hat Roland Barthes betont, dass die moderne Narratologie ihren Ursprung in der klassischen Rhetorik hat; bis heute stützen sich die Literaturwissenschaften in ihrer Terminologie in rhetorischen Analysen auf Quintilians Definitionen. Im Anschluss an die genauen Lektüren der klassischen Texte wurde in einer Schlussphase des Seminars nach dem Erbe der klassischen Rhetorik in den heutigen Philologien und Literaturwissenschaften gefragt werden und der Stand der aktuellen Rhetoriktheorie erörtert werden.

Theorien der Künste, der Medialität und der Intermedialität: Grundlegende Texte der Ästhetischen Theorie – von Platon bis Adorno
Leitung: Prof. Dr. Joachim Küpper

Das Seminar diskutierte in gemeinsamer Lektüre Grundlagentexte der ästhetischen Theorie von Platon bis ins 20. Jahrhundert. Der Akzent lag dabei auf den älteren Texten (Platon, Aristoteles, Augustinus, Thomas von Aquin). In historischer Perspektive wurde die Frage nach der Relation der älteren und der neueren, mit Kant einsetzenden ästhetischen Theorie gestellt.


Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm
Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Irmela Von der Lühe
Forschungscolloquium für das 3. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit

Sommersemester 2011

Theorien der Künste, der Medien und der Intermedialität
Leitung: Prof. Dr. Thomas Levin, Prof. Dr. Irina Rajewsky

Wintersemester 2010/11

Methoden des Textvergleichs
Leitung: Prof. Dr. Remigius Bunia, Prof. Dr. Irina Rajewsky

Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Irmela Hijiya-Kirschnereit
Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Joachim Küpper

Sommersemester 2010

Theorien der Künste, der Medialität und Intermedialität
Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke; Prof. Dr. Irina Rajewsky
Text – Kultur – Wissen

Wintersemester 2009/10

Text - Kultur - Wissen: Aristoteles, Poetik
Leitung: Prof. Dr. Gyburg Uhlmann, Prof. Dr. Joachim Küpper
Methoden des Textvergleichs
Leitung: Prof. Dr. Remigius Bunia, Prof. Dr. Irina Rajewsky

Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Cordula Lemke
Forschungscolloquium für das 2. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Stefan Keppler-Tasaki

Sommersemester 2009

Theorien der Künste, der Medialität und der Intermedialität
Leitung: Prof. Dr. Stefan Keppler-Tasaki; Prof. Dr. Cordula Lemke

Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Prof. Dr. Remigius Bunia

Wintersemester 2008/09

Methoden des Textvergleichs
Leitung: Prof. Dr. Sabine Schülting; Prof. Dr. Irina Rajewsky

Forschungscolloquium für das 1. Studienjahr
Leitung: Prof. Dr. Peter-André Alt
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