Feminismus und (körper-)politische Ansätze in lateinamerikanischen Comics

14.05.2020 | 16:15 - 17:45
Jasmin Wrobel

Jasmin Wrobel
Bildquelle: Meltem Sener

Jasmin Wrobel (Lateinamerikanistik, Berlin) | Teil der Ringvorlesung  „Comic – Kunst – Körper. Konstruktion und Subversion von Körperbildern im Comic“ im Rahmen des Programms „Offener Hörsaal“ der Freien Universität Berlin

In den letzten beiden Jahrzehnten und insbesondere in den letzten Jahren hat sich die sequentielle Kunst in Lateinamerika als wichtiger künstlerischer Raum des Widerstands und, spezieller, für die Verhandlung von feministischen Diskursen etabliert. Obwohl der Comic in seinen unterschiedlichen Ausdrucksformen nach wie vor von männlichen Zeichnern und auch Rezipienten dominiert wird, nutzen Künstler*innen das Medium zunehmend dazu, hegemoniale und heteronormative Gesellschaftsstrukturen in Frage zu stellen. Durch die Entstehung und Etablierung neuer Publikationsplattformen (feministische Comiczeitschriften, soziale Medien, Blogs) eröffnen sich eigene und unabhängige Räume, in denen verstärkt eine Auseinandersetzung mit sexistischen und/oder rassistischen Diskriminierungen, (sexueller) Selbstbestimmung oder aktuellen politischen Debatten stattfindet, häufig im Dialog mit Hashtag-Bewegungen wie #niunamenos, #vivasnosqueremos, #metoo oder #seráley. In meinem Vortrag möchte ich in diesem Zusammenhang Werke von Pagu (Brasilien), Powerpaola (Kolumbien/Ecuador), Sole Otero (Argentinien), dem internationalen feministischen Kollektiv Chicks on Comics und Laerte (Brasilien) besprechen sowie die Bedeutung von sequentieller Kunst im lateinamerikanischen Netzaktivismus erörtern.

Zeit & Ort

14.05.2020 | 16:15 - 17:45

Freie Universität Berlin, „Rostlaube“, Habelschwerdter Allee 45, Hörsaal 1b, 14195 Berlin-Dahlem

Weitere Informationen

pathographics@fsgs.fu-berlin.de