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Schreiben als Ereignis. Künste und Kulturen der Schrift

Schreiben als Ereignis: Andrew J. Johnston

Schreiben als Ereignis: Andrew J. Johnston

Ringvorlesung
Datum: 20. Oktober 2015 9. Februar 2016
Ort: Freie Universität Berlin, Hörsaal 2
Konzeption: Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Caroline Schubert, Dr. Klaus Ulrich Werner
Organisation: Institut für Deutsche und Niederländische Philologie in Verbindung mit der Philologischen Bibliothek der Friedrich Schlegel-Graduiertenschule
Programm der Öffentlichen Vorlesung Schreiben als Ereignis
Programm-Flyer
der Öffentlichen Vorlesungen an der FUB im Wintersemester 2015/16 (PDF)                    

Im Jahr 2015 feiert die Philologische Bibliothek der Freien Universität ihr zehnjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass soll die Ringvorlesung Formen, Praktiken und Qualitäten von Schriftlichkeit im historischen Wandel befragen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass der gegenwärtige Umbruch zur digitalen Zeichenpraxis sich als weitreichende Neuorganisation der kulturellen Kommunikation darstellt, die mit dem Versprechen einer medialen Überwindung von Raum, Zeit und Leib einhergeht. Gerade das damit verbundene Phantasma der Körperlosigkeit lässt jedoch Themen wie Authentizität, Präsenz oder individuelle Gestalthaftigkeit auf neue Art und Weise virulent werden.

Wie kann das Verhältnis des handgeschriebenen oder gedruckten Textes zu seinem vermeintlichen digitalen Gegenüber beschrieben werden? Lassen sich an diesem Reibungspunkt die Eigenschaften einer Sicht- und Fühlbarkeit des Schriftlichen neu erfassen?

Im Rahmen der Universitätsvorlesung soll zugleich die Bibliothek zum Bezugspunkt der Reflexion von Schrift und Schreiben im digitalen Zeitalter werden. Der Berliner Künstler Axel Malik wird auf Vortragsinhalte durch Performances und wechselnde Installationen künstlerisch antworten und zur Diskussion anregen. In der „The Berlin Brain“ genannten Architektur von Norman Lord Foster werden Maliks künstlerische Arbeiten unter dem Titel „Die Bibliothek der unlesbaren Zeichen“ neue Wahrnehmungsräume des Schreibens und Lesens erschließen.