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“The Soviet Literary Cosmopolis”

“The Soviet Literary Cosmopolis”

“The Soviet Literary Cosmopolis”
Bildquelle: De Gruyter Brill

Susanne Frank, Zaal Andronikashvili und Thomas Lahusen 

Band 26 der Reihe WeltLiteraturen / World Literatures


Inhalt:

Der von Susanne Frank, Zaal Andronikashvili und Thomas Lahusen herausgegebene Sammelband widmet sich dem Konzept des „sowjetischen literarischen Kosmopolis“, welches etablierte Vorstellungen von Weltliteratur hinterfragt und zugleich die analytischen Grenzen postkolonialer Ansätze überschreitet. Im Mittelpunkt steht die Beobachtung, dass kulturelle und imperiale Strukturen politische Umbrüche wie die Revolution von 1917, die stalinistische Epoche oder die Zeit nach Stalin vielfach überdauerten. Darüber hinaus richtet sich die Aufmerksamkeit auf literarische Akteur*innen und Netzwerke, die sich nicht eindeutig den Kategorien staatlich geförderter oder oppositioneller Literatur zuordnen lassen.
Die Beiträge des Sammelbandes untersuchen die Entstehung und Ausgestaltung eines sowjetischen Verständnisses von Weltliteratur sowohl innerhalb der multinationalen Sowjetunion als auch im internationalen Kontext. Dabei werden Übersetzungen, kulturelle Transfers und die Verbreitung ästhetischer Leitbilder des Sozialistischen Realismus als zentrale Instrumente dieses Projekts analysiert. Anhand von Beispielen aus verschiedenen Regionen der Sowjetunion – darunter Armenien, Georgien, Kirgisistan, Kasachstan und die Ukraine – sowie aus Afrika, Amerika und Osteuropa zeichnet der Band nach, wie die Sowjetunion über mehrere Jahrzehnte hinweg ein eigenes globales kulturelles Bezugssystem entwickelte. Dieses sollte nicht nur eine Alternative zu westlich geprägten Literatur- und Kulturkonzepten darstellen, sondern den Anspruch erheben, eine eigenständige Vorstellung von weltweiter kultureller Vernetzung zu etablieren.

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