M)eine Nacht im Museum. Imaginationsraum und kritischer Akt in Literatur und Kunst der Gegenwart
(M)eine Nacht im Museum. Imaginationsraum und kritischer Akt
in Literatur und Kunst der Gegenwart (Berlin, 24.-26. September 2026)
Lecture-débat und interdisziplinärer Workshop zur Buchreihe Ma nuit au musée
Veranstalter: Frankreichzentrum, Freie Universität Berlin; Institut für Geschichte und Theorie der Kunst/Katholische Privat-Universität Linz; Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris
Konzept: Elisabeth Fritz, Marie Jacquier, Ulrike Schneider
Eine Nacht allein im Africa Museum in Tervuren/Belgien oder eingeschlossen in der Gedenkstätte des ehemaligen Gefängnisses Montluc in Lyon, migränegeplagt zwischen Gemälden von Francis Bacon im Pariser Centre Pompidou oder tanzend inmitten der Statuen in der Salle des Cariatides im Louvre – in den Texten der französischen Buchreihe Ma nuit au musée (Éditions Stock) werden moderne Mythen lebendig und zugleich Erinnerungsdiskurse sowie aktuelle Debatten um Kunst und Musealisierung aufgerufen. Seit 2018 werden dafür Schriftsteller:innen eingeladen, eine Nacht allein in einem Museum ihrer Wahl zu verbringen und ausgehend von dieser Erfahrung einen Text zu verfassen. Die entstandenen Bücher sind formal wie inhaltlich sehr unterschiedlich und reichen von eher autobiografisch-narrativen über kunstkritische bis hin zu essayistischen Zugängen. Zugleich eröffnet sich ein breiter kunsthistorischer Bezugsrahmen, der Ikonografien schlafender Figuren, mysteriöse Orte nächtlicher Kreation, real ausgestellte und sogar benutzbare Liegestätten in zeitgenössischen Installationen ebenso umfasst wie als heilend oder widerständig aufgefasste Praktiken des Ruhens in der Perfomancekunst.
In der experimentellen Anordnung der ‚Nacht im Museum‘ erscheint das Schreiben nicht mehr nur als kreativer Akt vor oder hinter dem eigentlichen Text, sondern wird zum musealen Ereignis und erhält Werkcharakter, der wiederum in Dialog mit den im Text jeweils referierten Kunsträumen und -objekten tritt. Die Veranstaltung zielt darauf ab, diese Konstellation und die vielfältig daraus hervorgehenden Formen genauer in den Blick zu nehmen – aus literatur-, kunst- und kulturwissenschaftlicher sowie museologischer und kuratorischer Perspektive.
Programm:
24. September 2026, 18h: Lecture-débat (in französischer Sprache, Lettrétage e. V. – K26, Kolonnenstraße 26, 10829 Berlin)
Christophe Boltanski (King Kasaï, 2023) im Gespräch mit Drossilia Dikegue Igouwe (Universität Augsburg), moderiert von Anna Helfer (FU Berlin), Die Teilnahme ist auch via Webkonferenz möglich: https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/j.php?MTID=m6283b9f32e43f1ac430c5a265e93821c
Um Anmeldung unter frankreichzentrum@fu-berlin.de bis zum 20.09.26 wird gebeten.
25.–26. September 2026: Interdisziplinärer Workshop
Ort: Freie Universität Berlin (Raum 2.2058, Holzlaube, Freie Universität Berlin, Fabeckstr. 23/25, 14195 Berlin)
Teilnehmende: Elisabeth Fritz (Linz), Marie Jacquier (Berlin), Mona Körte (Bielefeld), Viviana Macaluso (Berlin), Fiona McGovern (Bochum), Maeva Pimo (Wien), Jan Rhein (Flensburg), Rita Rieger (Salzburg), Regina Sarreiter (Bayreuth), Ulrike Schneider (Berlin), Olga Schubert (Berlin), Daniela Stöppel (München), Lukas Töpfer/Tobias Vogt (Oldenburg)
Um Anmeldung unter frankreichzentrum@fu-berlin.de bis zum 20.09.26 wird gebeten.
Zeit & Ort
25.09.2026 - 26.09.2026
Raum 2.2058, Holzlaube, Freie Universität Berlin, Fabeckstr. 23/25, 14195 Berlin

