Deutsch-Chinesische Konferenz: Philosophie UND Religion

News vom 08.07.2010

19. bis 22. Juli 2010

Das Thema "Philosophie und Religion" ist seit einigen Jahren von hoher Aktualität und Popularität. Ob man dabei von einer Religiosität der "post-säkularen Gesellschaft" (Jürgen Habermas) spricht oder von einer "Erschütterung" des lange für unaufhaltsam und unumkehrbar empfundenen Prozesses der Säkularisierung (Kardinal Lehmann) - die Rückkehr der Religionen ist längst nicht mehr eine Frage der Patchwork-Religiosität, sondern Ausdruck einer religiösen Orientierung, die als individuelle und persönliche Orientierung gegen den Konformismus und Wertepluralismus der Moderne eingesetzt wird.

Vor diesem Hintergrund will die Konferenz das Verhältnis von Religion und Philosophie neu thematisieren und dabei versuchen, eine Denktradition zu Wort kommen zu lassen, die - wie bei der ostasiatischen - die Trennung von Philosophie und Religion nicht kennt.

Leitend für die Konferenz ist der Gedanke, dass eine über sich selbst aufgeklärte Philosophie nicht nur die Grenzfragen des Wissens, sondern auch Fragen nach den letzten Gründen unserer Existenz nicht von sich weisen kann, ja auch - und gerade - in der Spätmoderne der "rettenden Aneignung" des kulturellen Erbes der Religion nachgehen muss. An die Philosophie muss die Frage gerichtet werden, ob es einen philosophischen Glauben geben kann, der sich sowohl vom Wissen der Wissenschaften als auch vom Glauben der Offenbarungsreligionen abgrenzt und dadurch – wie im Buddhismus – einem offenen Philosophieverständnis Vorschub leistet, das philosophische und religiöse Traditionen anderer Kulturräume erschließt.

Die geplante Konferenz ist die erste Veranstaltung dieser Größenordnung in Deutschland. Sie soll die geisteswissenschaftlichen Kontakte und Verbindungen mit China bündeln und die weitere Forschungszusammenarbeit koordinieren.

Beginn der Konferenz:
am 19. Juli, um 9:30 Uhr im Institut für Philosophie

Organisation:
PD Dr. Hans Feger

 

Mit Beiträgen von:
Wilhelm Schmidt-Biggemann (FU Berlin), Hans Waldenfels (Bonn), Yang, Xusheng (Peking), Georg Stenger (Würzburg), Xu, Longfei (Peking), Volker Gerhardt (HU Berlin), Heiner Roetz (Bochum), Lin, Chen-kuo (Taiwan), Ryosuke Ohashi (Kyoto), Kwan, Tze-wan (Hongkong), Mechthild Leutner (FU Berlin), Yao, Zhihua (Hongkong), Almut-Barbara Renger (FU Berlin), Carmen Meinert (Essen), Wang, Hui (Peking, CASS), Wu, Tianyue (Peking), Wong, Kwok-Kui (Hongkong), Wang, Wen-Sheng (Taiwan), Helwig Schmidt-Glintzer (Göttingen), Claudia Bickmann (Köln), Markus Wirtz (Köln), Wenchao, Li (Hannover), Oliver Jahraus (München), Xie, Dikun (Peking, CASS),  Steve Palmquist (Hongkong), Sun, Xiangchen (Shanghai), Wang, Ge (Peking, CASS), Zhu, Zhifang (Wuhan), Lau, Chong-Fuk (Hongkong), Manfred Baum (Wuppertal), Joachim Ringleben (Göttingen), Anne Eusterschulte (FU Berlin), Rainer Enskat (Halle), Hans Feger (FU Berlin), Andreas Arndt (HU Berlin), Günter Zöller (München)

und einem Grußwort von Jin, Xiping (Peking)

 

 

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