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Current events

Seminars and colloquia in the summer term 2021

Forschungskolloquium: Transformation der Kritik (Bereich: Literatur als Textpraxis)
Leitung:
 Prof. Dr. Michel Chaouli & Dr. Simon Schleusener
Zeit: Dienstag, 16:0018:00 Uhr (14-tägig, ab dem 20.04.2021)
Ort: online
Programm: Link
Das Seminar findet in deutscher und englischer Sprache statt.

Dieses Forschungskolloquium setzt die Diskussion um den Kritikbegriff fort, die das Philologische Laboratorium im Sommersemester 2018 und 2019 begonnen hat. Ging es im ersten Kolloquium um eine an den klassischen Texten orientierte „Genealogie der Kritik“, stand der gegenwärtige „Streit um die Kritik“ – oder genauer: die Debatte um Kritik und Post-Kritik – im Fokus des zweiten Kolloquiums. Hieran anknüpfend widmet sich das dritte Kolloquium nun methodologischen und konzeptuellen „Transformationen der Kritik“, die einen wesentlichen Einfluss auf die aktuelle Theoriebildung in den Literatur- und Kulturwissenschaften haben. Dabei konzentriert sich das Kolloquium auf Ansätze wie die Affekttheorie, den neuen Materialismus, die Akteur-Netzwerk-Theorie, den Ecocriticism, die Digital Humanities und die Ordinary Language Philosophy. Aus diesem theoretischen Spektrum werden wir exemplarische Texte lesen, über ihre philosophischen Prämissen nachdenken und ihre aktuelle Popularität reflektieren. U.a. lassen sich die folgenden Fragen diskutieren: Auf welche Weise beziehen sich die genannten Ansätze auf die Geschichte der Kritik? Gibt es Anknüpfungspunkte zur Tradition des kritischen Denkens seit Kant und Marx oder kommt es zu einem bewussten Bruch mit der kritischen Tradition? Welche neuen Analyseverfahren und theoretischen Praktiken ermöglichen die Ansätze – und zu welchen Formen des Schreibens, Lesens und Denken geben sie Anlass? Welchen geistes- und realgeschichtlichen Kontexten entspringen sie und auf welche Erfahrungen und Problemlagen antworten sie? Und inwiefern betreffen sie unsere eigene kritische und literaturwissenschaftliche Praxis?

Fragen wie diese sollen einerseits anhand von vorher ausgewählten (und über Blackboard zur Verfügung gestellten) Texten erörtert werden; andererseits werden zu einzelnen Sitzungen auch externe Gäste eingeladen, die mit ihrer Expertise zu den jeweiligen theoretischen Ansätzen unser Wissen aus erster Hand bereichern.

Der erste Termin der im Zwei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Sitzungen ist am Dienstag, den 20. April (16–18 Uhr). Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie werden alle Sitzungen online über Cisco WebEx abgehalten. Der Besuch der ersten beiden Forschungskolloquien des Philologischen Laboratoriums ist keine Voraussetzung für die Teilnahme am diesjährigen Kolloquium. Interessierte melden sich bitte unter der Emailadresse jan.lietz@fu-berlin für die Teilnahme an der Veranstaltung an.

 

Seminar: World Literature (Bereich: Literatur in transnationaler Perspektive)
Leitung:
 Prof. Dr. Andrew James Johnston
Zeit: Mittwoch, 16:0018:00 Uhr
Ort: online
Das Seminar findet in englischer Sprache statt.

For the last twenty years or so, the issue of ‘world literature’ has become one of the central issues of literary studies. As the neoliberal narrative of globalisation has long lost its credibility in the humanities and as the planet is increasingly subject to fundamental transformations ranging from mass migration through climate change to never-ending asymmetrical warfare, literature as a cultural phenomenon is facing the challenges of the global. But even as ‘world literature’ or ‘global literature’ are moving to the centre of critical attention, new questions arise: What does the term ‘global’ actually mean when it is attached to literature? Is there such a thing as a ‘literary globality’ that is distinct from other forms of the global? What kind of world do we imagine when we speak of ‘global literature’? And what are the temporal dimensions of this globality? Is world literature an object of study or is it a set of methodologies? How, if at all, does world literature fit into literary history?

These are only some of the questions that this course will have to address. Course work will primarily consist of reading and discussing a selection of seminal contributions to the world literature debate. The required texts will be put at the students’ disposal via Blackboard at the beginning of the teaching period. The course will be taught in English, with the vast majority of the texts being in English. But there will also be one or two texts in German – a competence of German at the level of C1 or higher would therefore be helpful.


Vorlesung / Lecture cum Seminar: Understanding University: The Rhetorics of German Academia (Bereich: Literatur und Wissen)
Leitung: Prof. Dr. Anita Traninger
Zeit: Freitag, 12:00–14:00 Uhr
Ort: online
Die Vorlesung findet in deutscher Sprache statt.

In der Vorlesung wird eine historisch-systematische Kontextualisierung des akademischen Habitus sowie seiner Praktiken vorgenommen. Es geht mithin darum, die (historische) Genealogie der (deutschen) akademischen Welt explizit zu machen und zugleich eine Plattform zu bieten, um geschichtliche Bedingungen, Formen und Realisierbarkeit von Diversität theoretisch zu reflektieren und zu diskutieren. Die Vorlesung bietet Einsichten in struk­turelle Gegebenheiten des universitären Betriebs und reflektiert Fragen, die vielfach als individuelle Problematiken begriffen werden – warum es z.B. so schwierig ist, sich in einer Diskussion zuerst zu Wort zu melden (was bereits in Aristoteles’ Topik erläutert wird); warum Vorträge und Vorlesungen in den Geisteswissenschaften oft im wörtlichen Sinn vorgelesen werden; wie strukturelle Ungleich­heiten in der konzeptionellen Konturierung der Statusgruppen der Universität symbolisch verankert sind (Stichwort Privatdozententum, eine Erfindung der Berliner Universität); was der Fokus auf ‚Philologie’ an der Freien Universität bedeutet; warum die humanities in Deutschland ‚Wissen­schaften’ sind und welche Konsequenzen das für ihre Rhetorik hat; etc.


Lunch Forum

In addition, the FSGS offers a Lunch Forum in the winter semester. This is a format that gives new members of the FSGS, associated Postdocs and projects but also guests and assigned professors the opportunity to introduce themselves to the members of the graduate school with their research projects and interests. Guests are cordially invited. Currently there is no lunch forum.


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