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Prof. Dr. Doris Kolesch
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Institut/Einrichtungen:
Fachgebiet/Arbeitsbereich:
Theaterwissenschaft| Adresse: |
Grunewaldstr. 35
Raum 144 12165 Berlin |
| Sekretariat: | (030) 838-503 22 |
| Telefon: | (030) 838-503 38 |
| Fax: | (030) 838-56517 |
| E-Mail: | mail@doris-kolesch.de |
| Webauftritt: | http://www.doris-kolesch.de |
| Sprechstunde: |
Sprechstunde mittwochs von 14.00 bis 15.00Uhr. Bitte um Anmeldung bei Frau Schwegler im Sekretariat (Raum 174), telefonisch unter 030-838 50322 oder per E-Mail an: officedk@theater.fu-berlin.de |
Aktuelle Funktionen und Aufgabenbereiche an der Freien Universität
Dekanin des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften der FU Berlin
Vita
1984 - 1989 Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Romanistik/Hispanistik und Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie in Paris an der Ecole Normale Supérieure (bei Jacques Derrida), an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (bei Gérard Genette und Algirdas J. Greimas) und der Sorbonne III und VII (bei Julia Kristeva); seit 1987 Nebenfachstudium der Philosophie 1989 Abschluß des Studiums mit einer Magisterarbeit über das Thema: "»Aufbauende Zerstörung«. Zur Paradoxie des Geschichts-Sinns bei Franz Kafka und Thomas Pynchon". Magister Artium mit der Gesamtnote mit Auszeichnung 1989 – 1994 Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. F. N. Mennemeier am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Mainz. Dijon-Beauftragte des Instituts (Betreuung der Erasmus-Programme und des cursus intégré Dijon/Mainz, Erstellung eines deutsch-französischen Studienplans); Mitarbeit im Interdisziplinären Arbeitskreis Frauenforschung 1994 Promotion zur Dr. phil. mit einer Dissertation zum Thema "Das Schreiben des Subjekts. Zur Inszenierung ästhetischer Subjektivität bei Charles Baudelaire, Theodor W. Adorno und Roland Barthes". Gesamtnote: summa cum laude 1994 – 1996 Postdoktorandin im Mainzer Graduiertenkolleg "Theater als Paradigma der Moderne: Drama und Theater im 20. Jahrhundert". Koordination und finanzielle Verwaltung des Kollegs; Planung und Organisation des Gastdozentenprogramms sowie von Konferenzen und Symposien 1996 – 2002 Wissenschaftliche Assistentin bei Prof. Dr. Erika Fischer-Lichte am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin. Mitarbeit bei der Konzeption, Planung und Durchführung des Interdisziplinären Graduiertenkollegs "Körper-Inszenierungen" sowie des Sonderforschungsbereiches "Kulturen des Performativen"; Betreuung des medienwissenschaftlichen Schwerpunkts im Diplomstudiengang "Frankreichstudien"; Mitglied der Auswahlkommission der "Berlin-Forschung" WS 2001/2002 Vertretung einer C 4-Professur für Romanistik und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (Prof. Dr. Joachim Küpper) an der FU Berlin 2002 Habilitation in den Fächern Theaterwissenschaft und Romanische Philologie; venia legendi für Theaterwissenschaft und Romanische Philologie seit Oktober 2002 Professorin für Theaterwissenschaft an der FU Berlin
Auswärtige Tätigkeiten
Gastdozenturen an der Universität Bern/Schweiz, der Stockholm University/Schweden und der Universität St. Gallen/Schweiz. Forschungsaufenthalte in Paris und am Getty Center for the Arts and Humanities in Los Angeles/USA.
Gremien- und Gutachtertätigkeit
- Studiendekanin des Fachbereichs Philosophie und Geisteswissenschaften der FU Berlin (2009-2011)
- Wissenschaftliche Beirätin des Instituts für künstlerische Forschung / Radialsystem, Berlin
- Ernennung in den Universitätsrat des Landes Schleswig-Holstein (2007-2010)
- Mitherausgeberin von Forum Modernes Theater (seit Herbst 2006)
- Mentorin der Nachwuchsgruppe „Oberflächenphänomene“ an der Universität Zürich/Schweiz
- Mentorin im hochschulübergreifenden Berliner ProFiL-Programm (2005-2007)
- Gutachterin für den Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (seit 2004), den DAAD (seit 2005), die Studienstiftung des deutschen Volkes (seit 2005) sowie die Thyssen-Stiftung (seit 2008)
- Beirätin und Gutachterin der Robert Bosch Stiftung/Stuttgart für das Förderprogramm „Denkwerk“
- Seit 2001 Mitglied (zuständig für Drama/Theater) im International Advisory Board der Reihe „Studien zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ (Stauffenburg Verlag, Tübingen)
- Vizepräsidentin der Gesellschaft für Theaterwissenschaft (2000-2004)
Preise und Auszeichnungen
- Eurolecture-Gastdozentur zur Innovation in der Lehre 2008 (Toepfer-Stiftung/Hamburg)
- Berufung in die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina mit Wirkung zum 29. Juni 2001
- Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen in einer interdisziplinären und internationalen Arbeitsgruppe zur „Postmoderne/Zweite Moderne“ im Wintersemester 1998/1999
- Essay-Preis 1998 der Gesellschaft für Theaterwissenschaft für die Studie „»Listen to the radio. Artauds Radio-Stimme(n)«“
- Heinz-Maier-Leibnitz-Preis 1998 der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Bundesforschungsministeriums
- Johannes-Gutenberg-Preis 1994 für herausragende Dissertationen von der Universität Mainz
Arbeitsschwerpunkte
- Theorie und Ästhetik von Theater, Literatur und anderen Künsten
- Theatralität
- Performance und Performativität
- Gender Studies
- Stimmforschung/Ästhetik der Stimme
- Kulturgeschichte der Emotionen
Aktuelle Forschungsvorhaben
- Forschungsprojekt: Stimmen als Paradigmen des Performativen im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 447 "Kulturen des Performativen"
Ziel des Projektes ist es, eine performative Ästhetik der Stimme zu entwickeln. Dabei gehen wir von der These aus, dass sich die Stimme als ein Paradigma des Performativen verstehen lässt, da sich in ihr verschiedene Dimensionen von Performativität (u. a. Aufführungscharakter, Ereignishaftigkeit, Iterativität, Medialität) bündeln. Im Zentrum unserer Überlegungen stehen zwei Grundgedanken: Zum einen ist die Stimme nicht bloß als Trägerin, als Medium von Sprache zu verstehen, sondern als ein Ereignis, das spezifische Wirklichkeiten und Wirkungen hervorbringt. Zum anderen ist das Sprechen als ein Tun zu konzeptualisieren, das immer ein Ineinander von Aktion und Geschehenlassen, von Erzeugung und Emergenz darstellt. Das Projekt konzentriert sich auf Aufführungen von Sprechstimmen in verschiedenen Künsten und Medien seit den 1960er Jahren bis zur Gegenwart, bezieht jedoch neben Beispielen aus Theater- und Performancekunst, Video- und Installationskunst, Hörspiel und Film, Internetkunst sowie Sound/Radio Art auch ausgewählte Stimmphänomene des außerkünstlerischen Alltags und der Populärkultur mit ein. Website
Das Teilprojekt gliedert sich in drei Unterprojekte:
Das Unterprojekt Stimmen als Paradigmen des Performativen soll eine Ästhetik von Stimme und Stimmlichkeit erarbeiten, die der Annahme Rechnung trägt, dass es weder einen Körper noch eine Sprache vor der jeweils konkreten Artikulation gibt. Es wird davon ausgegangen, dass Sprache immer nur in einem räumlich und zeitlich situierten Vollzug realisiert wird, dessen unterschiedliche materiale und mediale Bedingungen sich sowohl auf die Körperlichkeit als auch auf die Sprachlichkeit auswirken, die in und mit einer Sprachhandlung entstehen.
Das Unterprojekt Stimmen, Medien und Techniken soll an ausgewählten Materialien das Verhältnis von Performativität, Stimmlichkeit und Medialität fokussieren. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass sich gerade am Beispiel der Stimme, die nicht nur in unserem Alltagsverständnis häufig als "unmittelbarer" und "unverfälschter Ausdruck" einer Person aufgefasst wird, sowohl die Einschreibung von (Körper-)Techniken als auch von Medien in den Körper besonders gut erforschen lässt.
Das Unterprojekt Stimmlichkeit, Körperlichkeit, Affektivität untersucht verschiedene Stimminszenierungen im Gegenwartstheater und in der Gegenwartskunst. Im Zentrum stehen u.a. das Verhältnis von Stimme und Körper, von Stimme und Raum sowie der Zusammenhang von Stimme und Geschlecht. Ausgehend davon, dass die stimmliche Artikulation immer auch an die Wahrnehmung von Stimmen geknüpft ist, verfolgt das Unterprojekt verschiedene Facetten der Wirksamkeit und Erfahrung von Stimmen.
- Forschungsprojekt: Zur Deutungsmacht der Biowissenschaften
Interdisziplinäre Arbeitsgruppe "Zur Deutungsmacht der Biowissenschaften" an der Jungen Akademie Website
In wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskursen wird seit einigen Jahren den Biowissenschaften eine herausragende Deutungskompetenz zugeschrieben. Die AG will der Frage nachgehen, woher diese Deutungsmacht rührt und was sie über aktuelle Konzepte von Wissenschaft, Gesellschaft, Mensch, Leben oder Körper aussagt.
Darüber hinaus sollen anhand von konkreten Beispielen miteinander konkurrierende Deutungsansprüche der Biowissenschaften und anderer Disziplinen aus historischer, wissenschaftstheoretischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive untersucht werden.

Monographien- Theater der Emotionen. Ästhetik und Politik zur Zeit Ludwigs XIV., Frankfurt/M. (Campus) 2006
- Roland Barthes, Frankfurt/M. und New York (Campus Verlag. Reihe Campus Einführungen) 1997
- "Aufbauende Zerstörung". Zur Paradoxie des Geschichts-Sinns bei Franz Kafka und Thomas Pynchon, Frankfurt/M. u.a. (Peter Lang) 1996
- Marguerite Duras (zusammen mit Gertrud Lehnert), München (edition text + kritik. "Schreiben andernorts") 1996
- Das Schreiben des Subjekts. Zur Inszenierung ästhetischer Subjektivität bei Charles Baudelaire, Roland Barthes und Theodor W. Adorno, Wien (Passagen Verlag) 1996

HerausgeberschaftHerausgeberschaft
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Stimm-Welten. Philosophische, medientheoretische und ästhetische Perspektiven (hrsg. v. Doris Kolesch, Jenny Schrödl, Vito Pinto), Bielefeld (transcript) 2009
- Stimme. Annäherung an ein Phänomen (hrsg. v. Doris Kolesch und Sybille Krämer), Frankfurt/M. (Suhrkamp) 2006
- Lexikon Theatertheorie (hrsg. v. Erika Fischer-Lichte, Doris Kolesch und Matthias Warstat), Stuttgart (Metzler Verlag) 2005
- Kunst-Stimmen (hrsg. v. Doris Kolesch und Jenny Schrödl), Berlin: Theater der Zeit. Recherchen 21, 2004
- Praktiken des Performativen (hrsg. v. Erika Fischer-Lichte und Christoph Wulf in Zusammenarbeit mit Klaus W. Hempfer, Doris Kolesch, Sybille Krämer, Horst Wenzel). Paragrana. Zeitschrift für Historische Anthropologie, Berlin (Akademie Verlag), 13(2004)1
- Räume der literarischen Postmoderne. Gender, Performativität, Globalisierung (hrsg. v. Paul M. Lützeler unter Mitarbeit von Ingeborg Hoesterey, Alexander Honold und Doris Kolesch), Tübingen (Stauffenburg) 2000
- Transformationen. Theater der neunziger Jahre (hrsg. v. Erika Fischer-Lichte, Doris Kolesch und Christel Weiler), Berlin: Theater der Zeit. Recherchen 2, 1999
- Berliner Theater im 20. Jahrhundert (hrsg. v. Erika Fischer-Lichte, Doris Kolesch und Christel Weiler), Berlin (Fannei und Walz) 1998
- Kulturen des Performativen (hrsg. v. Erika Fischer-Lichte und Doris Kolesch). Sonderheft der Zeitschrift Paragrana. Zeitschrift für Historische Anthropologie, Berlin (Akademie-Verlag) 1998
- Drama und Theater der europäischen Avantgarde (hrsg. v. Franz Norbert Mennemeier und Erika Fischer-Lichte unter Mitarbeit von Doris Kolesch), Tübingen (Francke) 1994

Aufsätze
Vorträge

