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Professur Neogräzistik

Voula Papaioannou: Der Eingang des Tempels des Dionysos, Naxos (1950-53)
Der Eingang des Tempels des Dionysos, Naxos (1950-53)
Bildquelle: Benaki Museum, Β.8648α (Athen, Griechenland)

Neogräzistik ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit der neugriechischen Kultur, Literatur und Sprache in der frühen Neuzeit und in der Moderne. Der Gegenstand der Neogräzistik erstreckt sich auf das heutige Griechenland und auf Zypern,  auf die weltweite neugriechische Diaspora und auf die Geschichte der griechischsprachigen Regionen im ehemaligen Osmanischen Reich und in Südosteuropa. Zentrale Teilbereiche des Faches, die in Forschung und Lehre umfassend vertreten werden, sind das neugriechische Sprachsystem und seine Geschichte und die neugriechische Kultur- und Literaturgeschichte in ihren Beziehungen sowohl zu der antiken und byzantinischen Tradition als auch zu den modernen Nationalliteraturen. Komparatistisch und literatur- bzw. kulturtheoretisch geprägt, zielt die Berliner Neogräzistik auf eine Einbettung der neugriechischen Literatur- und Kulturwissenschaft in einen gesamteuropäischen Rahmen wie auch in die theoretischen und methodologischen Erneuerungen, die in den benachbarten Literatur- bzw. Kulturwissenschaften erprobt werden. Ihre wichtigsten Forschungsschwerpunkte liegen auf der neugriechischen Literatur- und Ideengeschichte seit dem 18. Jahrhundert, auf dem deutsch-griechischen Kulturtransfer und auf der Geschichte des Buches und des Lesens.