Zhang Zhiyang

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Zhang Zhiyang

(2010)

Über den Text

 

 

 

Eine aufklärerische Interpretation von Nietzsches nichtaufklärerischer "individuellen Existenz"

 

 

Im Jahr 1903, dem 3. Todesjahr Nietzsches, bezeichnete Liang Qichao in seiner Lehre Kidds, eines Revolutionärs in der Evolutionstheorie die marxistischen Gedanken einfach als „Sozialismus“, im Vergleich dazu nannte er die Lehre Nietzsches „Individualismus“. Zweifellos gab es jemand, der schon früher als Liang Qichao Nietzsche gekannt und ausgesprochen hatte. Dennoch war Liang der erste, der den Namen so kräftig ausrief, dass die Stimme durch das ganze Reich hallte. Demzufolge erschien Nietzsche in der Gestalt eines Gespenstes, das den Hut des „Individualismus“ trug, in China – denn er war damals schon tot. Von alters her scheint China keinen Mangel an „gesellschaftlichen“ Gedanken zu haben – „gesellschaftlich“ allerdings im Sinne von „tianxia“ (Herrschaft) als einer Mischung von „Gesellschaft“, „Land“ und „Welt“. So sagt man z.B. im Altertum „alle Länder der Erde gehören dem König“, und in der Neuzeit unterscheidet man zwischen „jia tianxia“ als familien-regiertem, monarchischem Land und „gong tianxia“ als volks-regiertem, demokratischem Land. Aber wo ist das „Individuum“?

Ob das „Individuum“ im chinesischen Gedankengut seinen Platz findet, wird hier nicht diskutiert. Das Folgende sollte einen Hinweis dafür geben: Guo Moruo meinte in den 20er Jahren des 20 Jahrhunderts: „Der Konfuzianismus zentriert sich um das Individuum, und die völlige Entwicklung des Individuums lässt sich im Land, in der Welt realisieren“. Sowohl der „junzi“ (Edle) von Konfuzius als auch der „dazhangfu“ von Menzius sind das Individuum von Integrität und Dignität. Die Meinung ist also klar: das „Individuum“ gibt es in China von jeher in jeder Generation. Der Neokonfuzianer Du Weiming war derselben Meinung.

Anfang der 80er Jahre des 20 Jahrhunderts verschob Li Zehou das „Erwachen des Individuums“ auf die Wei-Jin-Zeit, wo die „individuelle Personalität selbst“ einen besonderen Glanz ausstrahlte.In den 90er Jahren sprach Wang Hui über „Ursprung der Individuumskonzeption und der modernen Identität Chinas“ nur in Bezug auf Lu Xun und Zhang Taiyan.Die genaue Definition des „Individuums“ wurde mehrmals verlegt bis zum Anfang der Moderne. Es kam mit der Moderne Hand in Hand und wurde zu ihrem Kennzeichen. Der Grund dafür liegt wohl in den unterschiedlichen Verständnissen vom „Individuum“:

Manche verstehen das „Individuum“, im Vergleich zum Abendland, nur oberflächlich. Sokrates ist ein Individuum, Konfuzius natürlich auch. Weil China keinen Gott hat, ist es von jeher am „Menschen“ (Individuum) orientiert. Trotz der wesentlichen Distinktion von Stelle und Rang sind „alle“ Menschen zugleich auch „jeder“ Mensch. Sowohl ein „Jeder“ also auch der „Einzige“ sind Menschen. Der wichtige logische Unterschied mit vielen „qualitativen Formbestimmungen“ wird einfach vernachlässigt.

Manche beginnen auf die konkreten Bestimmungen des „Menschen“ zu achten: der Mensch trennt sich nämlich von der „Gattungsexistenz“ der Religionen, Sitten und Tugenden und kehrt zur „individuellen Personalität“. Manch einer lässt das „Individuum“ aus den modernen Gedankenströmungen aus dem Westen erstehen und begegnet auf dem Weg der modernen Transformation vor allem dem „Übermenschen“ Nietzsche, der in äußerster Aufgeregtheit „Gott ist tot“ schreit und ihn durch den „Willen zur Macht des Individuums“ ersetzt.

Nietzsche hat jedoch „tausend Gesichte“, oder wie die von ihm selbst gezeigte „Transformation“ – selbst das „Sein“ ist „Interpretation“, ganz zu schweigen vom Menschen mit seinen vielen Masken. Es geht um nichts anderes als um Interpretationen. Dabei sollte man zu sich selbst zurückkehren und fragen, mit welchen Problemen China am Anfang des 20. Jahrhunderts konfrontiert wurde, und was für eine Antwort es benötigte. Man kann nur nach etwas verlangen, was man nicht hat – und dies wiederum wiederrum nur aufgrund dessen, was schon vorhanden ist. Hier liegt gerade die Wurzel des Problems.

Die Lehren von den Japanern und den westlichen Mächten wurden, der Reihe nach, zuerst als „Technik“ (Verwestlichung), dann als „Politik“ („Reformbewegung“ oder „Revolution“) und schließlich als „Bildung“ („Aufklärung“) von den Chinesen zur Verstärkung des Landes und des Volkes aufgenommen. Verstärken, aber wie? Was für Theorien der „Selbstverstärkung“ fanden die Intellektuellen, die mit schrecklichem Hunger auf der Suche waren?

Grob gerechnet wurde Nietzsche in den hundert Jahren von der späten Qing-Zeit bis zur Gegenwart drei Mal von den Chinesen eingeladen und er hat sich in der Tat auch drei Mal verwandelt:


„Die erste Aufklärung“, Hauptindiz – „Umwertung aller Werte“ als Revolte gegen die Tradition.

„Die zweite Aufklärung“, Hauptindiz – Tanz des „Übermenschen“ auf dem Boden des Nihilismus.

„Die dritte Aufklärung“, Hauptindiz – der antiaufklärerische "Wille zur Macht" und „die ewige Wiederkunft".

 

1. „Die erste Aufklärung“, Hauptindiz – „Umwertung aller Werte“ als Revolte gegen die Tradition

 

Die sog. erste Aufklärung fand nach der Xinhai-Revolution, etwa in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts statt. Wang Guowei und Luxun sind beide wohl in ihrem Innersten individuelle Anhänger des „Übermenschen“, dem das Volk missfällt. Lu Xun kannte aber den Ursprung der tief verwurzelten Angewohnheiten des Volkes einsichtsvoller, nämlich die „alte Traditionen“, deshalb leitete er die „Umwertung aller Werte“ hauptsächlich von Nietzsche ab, um damit die traditionelle Gesellschaft zu kritisieren und dem Individuum die Augen zu öffnen.

„Alle Werte“, die Nietzsche umkehren und umwerten möchte, beziehen sich im Kern auf die eschatologische Erlösungslehre des Christentums, die auf eine Bejahung des Jenseits und eine Verneinung des Diesseits hinausläuft:

„[…]das Jenseits als Wille zur Verneinung jeder Realität; das Kreuz als Erkennungszeichen für Wohlgerathenheit, Tapferkeit, Geist, Güte der Seele, gegen das Leben selbst ... […] Ich heisse das Christenthum den Einen grossen Fluch, die Eine grosse innerlichste Verdorbenheit, den Einen grossen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, – ich heisse es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit ... […] nach dem ersten Tag des Christenthums! Warum nicht lieber nach seinem letzten? Nach Heute? – Umwerthung aller Werthe!“

Denjenigen, die Nietzsche hoch schätzten, einschließlich Lu Xun, fiel ohne Ausnahme in erster Linie dieser Punkt ins Auge: das „Anti-Christentum“. Beim Übersetzen ins Chinesische wurde allerdings das „Anti-Christentum“ zum „Anti-Konfuzianismus“ transformiert, um die von der konfuzianischen Lehre dominierte „traditionelle feudale Gesellschaft“ zu reklamieren. Die Verdorbenheit der Werte der konfuzianisch-traditionellen Feudalgesellschaft lässt sich schließlich als – mit dem Wort Lu Xuns – „Menschenfresserei“ zusammenfassen. Ihr Umsturz bedeutet daher natürlich „Menschenbefreiung“.

Hier kommt das Problem zum Vorschein: der Umsturz der „Feudalgesellschaft“ ist eine Sache, und die Realisierung der „Menschenbefreiung“ eine andere. Die beiden hängen doch nicht kausal mit einander zusammen. Mit anderen Worten hängt die „Menschenbefreiung“ davon ab, was für eine Gesellschaft nach dem Umsturz der „Feudalgesellschaft“ aufgebaut wird. Von dieser Fragestellung gehen die Ansichten der Interpreten weit aus einander. Für Lu Xun z.B. sind die großen Persönlichkeiten und Genies, welche die Hoffnung der Gesellschaft tragen, gerade die ersten Opfer der „Menschenfresserei“ der Feudalgesellschaft. Erst in zweiter Linie stehen die normalen Durchschnittsmenschen, die zur – vom Herrn Ah Q repräsentierten – apathischen Masse geworden sind.

Hinsichtlich der „Menschenbefreiung“ sollte, vom ersteren ausgegangen, eine „freie Gesellschaft“ aufgebaut werden, und vom letzteren zugleich eine „gleichberechtigte“. Die Entwicklungstendenz der modernen Gesellschaftsform zeichnete sich generell als eine Ablösung der Monarchie durch die Demokratie ab. So sollte im ersten Fall die „kapitalistisch-bürgerliche Demokratie“, und im zweiten Fall die „sozialistisch-proletarische Demokratie“ gegründet werden, die sich zwar an der marxistisch-kommunistischen Lehre orientieren konnte, deren erste Umsetzung in der Sowjetunion allerdings noch keinen sicheren Nachweis erbringen konnte; für den ersteren hat Nietzsche schon auf die „Trivialisierung“ der kapitalistischen Demokatie hingewiesen. Wem sollte die Schuld daran zugewiesen werden – der diesseitigen demokratischen Idee des Kapitalismus? Oder der jenseitigen „Wertanschauung“ des Christentums? Darauf haben selbst die Aphorismen Nietzsches nicht einmal eine wirkliche Antwort gegeben, geschweige denn, dass die Chinesen zu klarer Einsicht kommen konnten. Genau das war damals bei Lu Xun der Fall. Außer den Marxisten, die nach den Prinzipien der marxistischen Lehre ein Urteil fällen konnten, haben sich die meisten Nietzscheanhänger und -interpreten in der Tat keine Klarheit darüber verschafft. Dies spiegelte sich in der Nietzsche-Interpretation wider: es folgte immer ein „Aber…“, welches in den meisten Fällen selbst in Verwirrung geriet und nicht glaubhaft gemacht werden konnte.

Ich nenne nur ein Beispiel: Bei Nietzsche bestand bezüglich der „Übermenschen-verherrlichung“ und der „Massenverachtung“ keine Notwendigkeit mehr zur Zurückhaltung. Die Interpreten haben sich jedoch viel Mühe gegeben die „Philosophie des Übermenschen“, den „Willen zur Macht“ und die „Herr-Sklaven-Moral“ mit der Situation Chinas, des „schwachen Landes“ und des „schwachen Volkes“, in Einklang zu bringen, ohne gegen den zeitgenössischen demokratischen Trend zu verstoßen. So machten die meisten von der „umgekehrten Psychologie“ Gebrauch, deren Worte sich radikal zuspitzten:

„Die Lehre Nietzsche ist auch genau das richtige Medikament für die Feigen, Faulen, gewissenlos in den Tag hinein Lebenden, Aussichtslosen und Verkommenden unter dem Volk“. „Weil wir selbst angekränkelt sind, ist die Aggression der Japaner äußerst gerechtfertigt! Macht ist Wahrheit!“ […] „Wir sollen Macht verehren, aber nicht verfluchen!“ (234, 238)

Diejenigen, die solches sagten, dachten nie an die Differenz von der „Stärkung des Volkes“ und der „Stärkung des Landes“. Die „Macht“ erkennt sein Ziel nicht in der Starkmachung des Schwächeren, sondern setzt gerade die Hervorbringung und Erhaltung des Schwächeren voraus. Wie könnte sich die „Macht“ ansonsten zeigen?

Die Nietzsche-Auffassung von Lu Xun ist ziemlich repräsentativ in China. Angesichts des „Herr-Sklaven-Verhältnisses“ bei Nietzsche nahm er die Haltung des „Kopienismus“ ein, d.h. ohne die Frage nach der Wertorientierung und dem politisch-philosophischen Hintergrund der Herr-Sklaven-Moral zu stellen. Sattdessen wurde lediglich die „Macht“ aus dem „Willen zur Macht“ des Herrn herausgelöst, um den chinesischen „Übermenschen“ herauszurufen – „Nur die Geburt des Übermenschen bringt der Gesellschaft Ruhe und Frieden“. Erst in zweiter Linie geht es um die Kritik der tief verwurzelten Angewohnheiten des Kollektiven, nämlich „die Wut auf seine Indifferenz und die Sympathie für sein Leiden“. Dies ist dennoch eine Art Verzweiflung. – Denn würde der, der gar kein Vertrauen in die „Volksregierung“ hat, die Hoffnung haben, dass jeder von der „Ah Q-artigen“ Masse zum Übermenschen, begabt mit dem „Willen zur Macht“, werden würde? Könnte das möglich sein? Was würde man tun, wenn der Einzelne unter der Gewalt des Kollektiven steht, wenn die Trivialität wie wild um sich greift?

Die Aufmerksamkeit Lu Xuns richtete sich immer nur auf den konkreten Menschen: zuerst mit Hoffnung auf den „Übermenschen“: fehlgeschlagen; dann auf die Jugendlichen: fehlgeschlagen; schließlich auf das „Proletariat“: in seinen Spätjahren verabscheute er wohl die „vier Kerle“ als Inbegriff des Proletariats so tief, dass er das „Neuerzählen alter Geschichten“ in Angriff nahm. All dies spiegelt seine Position als einen „vorübergehenden Gast“ wider. Die Behauptung, dass Lu Xun ein „Zuhause“ gefunden hat, klingt somit illusorisch.

 

2. „Die zweite Aufklärung“, Hauptindiz – Tanz des „Übermenschen“ auf dem Boden des Nihilismus

 

„Die zweite Aufklärung“ bezieht sich auf die Ära am Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts nach der „Befreiung des Denkens“, wo Nietzsche zusammen mit Sartre und Freud auf die chinesische Bühne trat.

Ähnlich wie die Bauernkriege im Wandel der Zeiten wiesen auch die „denkerischen Revolutionen“ Chinas den Charakter auf, dass das Gedankengut der Vorfahren nicht in einen ordentlichen Wachstumsprozess eingegangen ist. Entweder wurde alles zu Nichts verbrannt, oder die späteren Generationen fingen fast erneut wieder vom Anfang an. Z.B. war die „Befreiung des Denkens“ am Anfang der 80er Jahre nichts anderes als eine neue Runde der Wiederholung.

Nietzsche galt nunmehr als Meister des Verfluchens und Verzweifelns. Er war nicht mehr die „zerstörerische“ Macht, sondern vielmehr das Instrument des „Ausschüttens“ und des „Erbrechens“. Verglichen mit dem Nietzsche der ersten Aufklärung stand er diesmal dem „Dichter-Philosophen“ des Dionysoskultes nahe. Daher konnte die gängige Nietzsche-Maske nur so aussehen:

a. Nietzsche fördert den „individuellen“ Willen zum Leben. Er betont die diesseitige Lebensfreude und verweigert jede Form von Jenseitigem und Transzendentem sowie dessen autoritären Vertreter, die das individuelle Verlangen nach dem diesseitigen Glück abwürgen. Das Leid gehört zum Menschen der Unmündigkeit.

b. Die göttliche oder metaphysische Wahrheit sind lediglich „Prachtbau“ und „Ideal“ auf dem Treibsand. Nur die Kunst voller schöpferischen Geistes ist die ewige Quelle des Glücks.

c. Der Mensch hat sich an der Maske der Wahrheit und Moral gewöhnt, so dass die Selbsttäuschung zur Normalität geworden ist. Der Mensch wird zum Sklaven der Wahrheit, weil er in der Tat zuerst zum Sklaven anderer geworden ist. Das ist für die meisten so und auch normal. Nur die Wenigen, die die Wahrheit erschaffen, sind der Herr der Wahrheit und daher auch der Herr der Sklaven der Wahrheit. Sie sind die „Übermenschen“ mit „Willen zur Macht“ und bereit zur „Umwertung aller Werte“.

Die Unabhängigkeit und Durchschlagkraft der aphoristischen Form Nietzsches hat den chinesischen Lesern, die mit den „Zitaten“ vertraut sind, die Möglichkeit geboten, willkürlich einzufügen und herauszunehmen, fastfood-ähnlich – ohne an die gesamte Bedeutung und Orientierung zu denken. Die aufgeführten drei Punkte entsprachen auf einer idealen Weise dem in der damaligen Kulturwelle aufgezwungenen „demokratischen“ Anliegen, das sich in der Ablehnung der „ideologischen Autokratie“ und der „metaphysischen Absolutheit“ artikulierte – Anliegen im emotionalen Sinne und „Postulat“ im Sinne der institutionellen Bestimmungen.

Die Form der demokratischen „Kulturrevolution“, d.h. die Form der „Gleichheit“, war eine gute Warnung für die Intellektuellen der „Kulturwelle“, dessen demokratische Anliegen natürlich eine Tendenz der „Freiheit“ zeigten. Allerdings kann der Freiheits-Begriff in China, außer der „geistigen Freiheit“ von Zhuangzi, gar keinen empirischen Anhaltspunkt finden, d.h. der Freiheit fehlt jegliche institutionelle Garantie des Privateigentums und der Redefreiheit. Infolgedessen musste diese „Freiheit“ entweder einen blinden oder grenzlosen, alles erlaubenden „Relativismus“, oder einen an nichts glaubenden „Nihilismus“ zur Konsequenz haben.

Demzufolge stellte Mitte der 80er Jahre die immer noch metaphysisch geprägte „Subjektivität“ die lebensphilosophische Frage nach der „Wahrheit und Grenze des Individuums“, und danach, aus theologischer Sicht, ob die „Subjektivität“ in der Selbstdisziplin der „Erlösung“ oder in einer Freiheit zu gründen ist, die alles ermöglicht. Dabei wurde der Übergang der Gedankenströmung vom pankulturellen Bereich in die Wissenschaftsbereiche der Philosophie, Soziologie und politischen Philosophie ausgeweitet. Allerdings spielten u.a. die beiden Grundkategorien „Zeit“ und „Sprache“ von der Heideggerschen Existenzphilosophie auf dem Weg ins „Denken“ eine wichtige Rolle. Darüber wird später noch diskutiert.

Die politische Praxis der Gesellschaft wird im Hintergrund ausgeführt, während nur der Siedepunkt des entscheidenden Moments sich in den Vordergrund spielt. Der sogenannten französischen „Revolution der Gleichheit“ von unten nach oben folgte die „Glorious Revolution“ der Engländer von oben nach unten: die Politik gehört dem Adelsstand, und die Wirtschaft dem Bürger. Endlich begreifen wir – nach dem Marxismus – die Unterscheidung unserer Vorfahren von „oben und unten“, von „Gewinn und Gerechtigkeit“: die Zentralisierung der Politik vonseiten der Partei, und die Rückgabe der Wirtschaft an das Volk.

Was die Intellektuellen betrifft, die zwischen beiden Polen stehen: es gilt die Kapitalisierung des Wissens. Die Hierarchie der Systemreform plus Kulturmarkt gleich „kulturelles Kapital“, „Raffiniertheit der Kunst aus Wohlstand“, warum denn nicht?

 

3. „Die dritte Aufklärung“, Hauptindiz - der antiaufklärerische "Wille zur Macht" und "die ewige Wiederkunft"

 

Die sog. 3. Aufklärung bezieht sich auf die Neuerklärung der westlichen Philosophie- und Geistesgeschichte, als die Lehren von L. Strauss nach seiner Einführung in China am Ende des 20. Jahrhunderts bei wenigen sensiblen Intellektuellen starken Einfluss nahm. Nietzsche hat diesmal auch die Hauptwucht getragen. Die Auslegung hatte nun doch einen veränderten aufklärerischen Hintergrund. Mit anderen Worten, die Aufklärung ist selbst zum Gegenstand der Aufklärung geworden – die Aufklärung wird aufgeklärt.

Die ersten beiden Beschäftigungen mit Nietzsche hatten jeweils unterschiedliche Schwerpunkte: zuerst zur Rettung des Landes aus der großen Gefahr, dann zum Aufheitern des Volkes aus der geistigen Müdigkeit. Der Grund für die Veränderung beim dritten Mal liegt im Folgenden: Im Lande herrschte die Tendenz des Wiederauflebens. In dem durch die Wirtschaftsreform aufgelockerten öffentlichen Raum des Marktes und der Gesellschaft haben die Technik und die Begierde gemeinsam fast alle (schließlich sind die „freien Intellektuellen“ auch darin verwickelt worden) auf den pragmatischen Weg des utilitaristischen Strebens hingeführt. Die bemerkenswerteste Konsequenz davon: es gibt jetzt kein Denken mehr, das alle Menschen einmütig eng zusammenschließen kann. In Bezug auf „Technik-Begierde-Nutzen“ geht China also schon völlig im Gleichschritt mit der Welt des modernen Nihilismus. Andererseits kommt es in der globalen Technologie-Integration zu „Zivilisationskonflikten“ zwischen der Multipolarisierung der Nationalstaaten und der „Unilateralität“ der US-Strategie.

Wie kann man die Modernität (die sog. „Postmodernität“ bleibt eine Art Diagnose der Modernität) diagnostizieren? Wie kann man die Raum-Zeit-Dimension der Diagnose öffnen? Der Bedachtsame und Umsichtige wird von den gängigen Mitteln der Modernität abweichen. Die Einführung Strausses ist m.E. ein Hauptmerkmal dafür, obwohl Strauss auf der chinesischen „Pop-Liste“ des Denkens noch längst nicht als „modisch“ bezeichnet werden kann. Zu diesem Punkt komme ich später zurück.

Nachdem Heidegger und Strauss im Westen gefragt waren, setzte Liu Xiaofeng in seinem Artikel Nietzsches Implikationen (10. 2000) die Frage in China fort:

„Wer ist Nietzsche überhaupt?“ Deutlich gesagt, wer ist der wahre Nietzsche unter so vielen „Nietzsches“ in China, oder soll der wahre Nietzsche auftreten? „Wer strebt nach der Wahrheit? Weder der Herrscher noch das Volk, sondern der Philosoph.“ Der Wille zur Wahrheit ist der Wille zur Macht der Philosophen, der mit dem Willen zur Macht des Volkes (Gut und Böse) in einem Herrschaftsverhältnis steht.

Die hier gemeinten Philosophen sind nicht die im üblichen Sinne gemeinten, sondern die Philosophenkönige in der platonischen Politeia. „Wer soll in der Welt regieren? Menschen mit dem Willen zur Wahrheit. Warum? Denn nur der Wille zur Wahrheit kann das Höhere und das Niedrigere der Wertordnung sortieren. Die Regierung wird durch die Wertordnung von Über- und Unterlegenheit gerechtfertigt.“

Eben: „der Wille der Philosophen zur Macht“ hat „den Gott der Moral getötet“, d.h. die ethische Berechtigung vom Guten und Bösen als der Lebensunterhalt des Volkes wird vernichtet. Mit resoluter Stimme behauptet Nietzsche: Außer dem Willen der Philosophen zur Macht sei alles „Nichtigkeit“. Dies bedeutet nichts anders als zu sagen, dass nur der Wille der Philosophen zur Wahrheit die absolute, höchste Souveränität haben sollte.

Dann, die oft laut ausgesungene Spannung des „Nicht-sagen-könnens“ in der Wagner‘schen Oper nachahmend, artikuliert Nietzsche seine eigene Angst vor dem „Nicht-sagen-können der Wahrheit“. Bei der Geburt des Antichristen vollendeten sich auch seine Tage, und die Spannung von „Sagen oder Nicht-sagen“ wurde aufgelöst. Mit einem Wort: „die Tötung Gottes“ heißt in der Tat die Tötung der demokratischen Ansprüche des Volkes, um dadurch endlich, dem Willen der Philosophen zur Wahrheit/Macht entsprechend, die Werteordnung der Gesellschaft und die politische Ordnung als „oben weise, unten blöd“, „oben nobel, unten niedrig“, „oben Gerechtigkeit und unten Gewinn“ zu etablieren. Darin liegt die fundamentale Idee von Nietzsche als Nietzsche. Alle bisherigen weltlichen politischen Strukturen sind ohne Ausnahme dadurch gekennzeichnet. Es bleibt nur zu vergleichen, wer die „noble Lüge“ nobler ausdrücken kann.

In der heutigen Blütezeit der „Demokratie“ wagte Liu Xiaofeng auch, dem universalen Anliegen des Volkes zu trotzen. Obwohl er den Vorwand der Nietzsche-Auslegung benutzte, wurde er letztendlich mit aufeinanderfolgenden Gegenargumenten, Spott und Hohn und sogar mit persönlichen Angriffen konfrontiert.

Die wahre Diskussion vollzieht sich entweder lautlos in Offenbarung und Vernunft, oder heimlich in den privaten Korrespondenzen. Die öffentliche Auseinandersetzung damals ist noch nicht zu Ende gekommen, vielleicht ist sie in der Verschwiegenheit von Liu Xiaofeng ungelöst geblieben. Die Bewertung der Sache ist nicht der Zweck dieses Abschnittes, es muss später ein gerechtes Urteil versucht werden.

Nietzsche ist „die Medusa“ im westlichen politischen Leben (nicht Denken). Seine „Aphorismen“ sind seine „Schlangenhaare“, aber du darfst nicht seine „Augen“ sehen – darin verbirgt sich eine fatale Entscheidung: einmal gesehen, wirst du zum „Stein“ mit einem eisernen Herzen – der „Wille zur Macht“ versteinert sich zum Menschen vom Willen zur Macht und zur „Mono-Macht“.

Die sog. „Menschen vom Willen zur Macht“ sind nur listig ausgedachte Stellvertreter des Willens zur Macht selbst. Das wahre Unüberwindbare sind nicht die Menschen vom Willen zur Macht, wie etwa Napoleon, sondern allein der Wille zur Macht. Selbst der Übermensch als Empfänger göttlicher Begabung ist sterblich. Der „Tod“ im irdischen Stoffwechsel ist der unaufhaltbare höchste Wille zur Macht. Dafür bereitet Nietzsche „den letzten Trost“ vor: „die ewige Wiederkunft des Gleichen alle tausend Jahre“. Warte doch, bis ein Übermensch von göttlicher Begabung wiederkommt. Wenn das der Fall wäre, warum gewährt Gott nicht dem Willen zur Macht die Reinigungsfunktion, wie Gott als unendliche Person? Jeder, der in den Willen zur Macht eingegangen ist, könnte mittels der Reinigungsfunktion zu einem Gott werden. Die politische Philosophie träumt schon lange von der Transformation der menschlichen Gerechtigkeit in die göttliche, damit profane „Tempel“ und „Throne“ errichtet und Politiker vergöttlicht werden können. Im Abendland gibt es sowohl die platonische Lehre von „Philosophenkönigen“ als auch die von Mose angebahnte Lehre vom „Propheten-König“; und im Orient wird die Geschichte von der konfuzianischen Lehre vom „Weisen-König“ erzählt. Die Ergebnisse sind immer nur „Götzen-Farcen“ im Namen Gottes gewesen, d.h. der Wille zur Macht hat keine Reinigungsfunktion schlechthin, oder gerecht gesprochen, der Wille zur Macht ist an sich selbst ein Mensch mit „gespaltetem Kopf“, eine gelegentliche Halbteufel-Halbengel-Existenz, die für die Erfolge und Misserfolge der menschlichen Geschichte verantwortlich ist. Ich nenne ihn „Paradox der Macht“, auch Nietzsche musste in dieses Paradox hineinfallen.

Nietzsche hat so viel Verrücktes geredet, und der Grund liegt darin, dass er seine Augen und Ohren davor verschlossen hat, dass die innere Differenz des Willens zur Macht selbst und die ontologische Differenz zwischen dem „Menschen vom Willen zur Macht“ und dem „Willen zum Macht“ keinesfalls durch ihn zu beseitigen ist, auch durch Gott und die Götter nicht. Mit anderen Worten, der von Nietzsche engstirnig festgehaltene „Wille zur Macht“ und der „Mensch vom Willen zur Macht“, nämlich der Übermensch, ruhen nur in ihrer Wortbedeutung. Dem Schicksal der unfassbaren „Metapher“ und „Ironie“ konnte er letztendlich nicht entrinnen.

Die Semantik ist aber nicht das Thema hier. Wer in der „Politischen Philosophie“ den „Willen zur Macht“ als das ewige Schöne, oder „den Willen zur Macht“ und den „Menschen vom Willen zur Macht“ als das Identische denkt, der ist m.E. entweder verrückt oder schmeichelhaft – Schmeichler der Macht. Nietzsche ist aus innerstem Herzen Romantiker und Schmeichler des Willens zur Macht gewesen.

Wie ist es möglich, dass „der schwache Mönch den Mächtigen um seine Macht betrügt“? Dafür hat Nietzsche keinen inneren Beweis vorgelegt. Denn gerade das Verfaulen der Macht selbst wird zur Grundbedingung fürs Gelingen des Mönch-Betrugs. Der Tiefsinn verbirgt sich nur im Oberflächlichen, warum haben die Adleraugen von Nietzsche und Strauss ihn doch nicht gesehen?

Hier geht es schon nicht mehr um die moralische Eigenschaft der Macht. Besonders ironisch ist, dass der Anti-Moralist Nietzsche gerade bei dem entschiedensten „Willen zur Macht“ die Moralisierung und Vergöttlichung einfordert. Was die Natur der Macht selbst betrifft, besteht sein Interesse und zugleich die Schwierigkeit darin, der Macht von paradoxem, gelegentlichem Charakter die nahezu vollkommene Göttlichkeit zu verleihen. Er verlangt nach etwas, was überhaupt nirgends zu finden ist – wenn nicht in der Realität, dann eben in der fernen Antike. Trotz seiner überragenden Kritik an der Realität und am Christentum konnte er daraus für den „Übermenschen“ und den „Willen zur Macht“ keine rationale, gerechtfertigte Schlussfolgerung ziehen. Doch, unglücklicherweise, hat diese grundlose Schlussfolgerung auch Strauss getäuscht.

Je mehr die Absolutheit des Stärkeren gegenüber dem Schwächeren betont wird, desto offenkundiger wird die Ironie, dass der Stärkere sich nicht vom Umsturz durch den Schwächeren retten kann. Es ist eine fast anschauliche Tatsache, dass der Wille zur Macht an seinem Gipfel zugleich seinen Untergang beginnt, solange die angeborene Spaltung und Degeneration, wie der Tod im Leben, nicht wesentlich bewältigt wird, solange der Willen zur Macht wie bisher nur nietzscheanisch, als das Allerhöchste und die ewige Wiederkunft, begriffen wird.

Aus dem christlichen Hintergrund fragt man sich aber: was für ein antikes Griechenland ist es, wohin Nietzsche, der klassische Philologe, der „Antichrist“, der „Anti-Aufklärer“ zurückkehren möchte? Ist es das demokratische Athen, das Sokrates zum Tode verurteilt hat? Nein. Ist es das Griechenland der „Tragödie“? Nein. Ist es das Griechenland voller innerer Unruhe und äußerer Feinde? Nein. Es ist das Griechenland in seiner dionysischen Vorstellung – ein Gegenbild der christlichen Jenseitswelt, eine diesseitige Heimat voller Freude, Gesundheit und freien Geistes zur Wissenschaft und Kunst – dort wo, mit den Worten Hegels, „wir gebildeten Europäer, insbesondere wir Deutschen“ wohnen. Aber das reale Deutschland war von der Herrenposition im „Herr-Sklaven-Verhältnis“ noch weit entfernt, egal, ob in der Zeit nach Hegel oder nach Nietzsche: Deutschland verharrte im Schatten des 30jährigen Krieges. Anderenfalls hätte Hegel die Deutschen nicht mit Napoleon, „dem Weltgeist zu Pferde“, anspornen müssen. Sowohl Hegel als auch Nietzsche verlangten nach dem, was sie nicht hatten und sich deshalb wünschten. Kurzum, Nietzsche dachte an die Rückkehr nach Griechenland im „Herr – Willen zur Macht“ und wurde verrückt.

Wie ähneln sie sich China und Deutschland hinsichtlich Unterdrückung/Widerstand und „Herr-werden-wollen“!

Wie oben ausgeführt hatten unsere Vorfahren, nicht lange nach dem Tod Nietzsches schon ein ziemlich tiefes Verständnis für sein Denken, insbesondere für seine „Herr-Sklaven-Auffassung“. Einige haben noch gemerkt, dass all seine wichtigen Gedanken, u.a. „Gott ist tot“, „der Antichrist“, „der Übermensch“, „der Wille zur Macht“, „die ewige Wiederkunft“, „das Leben“, „die Freude“, „Schöpfen“, Zarathustra in den Mund gelegt werden und an die „Herren“ gerichtet sind, die an ihn glauben und ihm folgen wollen. Daher sind diejenigen, die ihn mit Herzen und Geist verstehen, von adliger Abstammung oder Mentalität. Sie sind entweder schon tatkräftige Herren oder haben den Willen und die Bereitschaft, Herren zu werden. Mit den Gehorsamen, den Haufen von „inaktiven Materien“ – „Sklaven“, „Massen“ – haben sie nichts zu tun.

Aufklären, um keine „Haussklaven“ zu sein und das Land retten, um keine „Sklaven der Fremden“ zu sein. Ist die Hervorhebung Nietzsches allein aus diesem Grund, nämlich um „kein Sklave zu sein“, schon zeitgemäß? – Nur wenn man dadurch Herr werden möchte. Es gibt auch zwei Arten der Herr-seins: Herr mit Sklaven, oder Herr ohne Sklaven.

Statt des abstrakten Willens zur Macht, der den „Menschen“ unermüdlich zum „Übermenschsein“ antreibt, bejaht Nietzsche die „Herren mit Sklaven“. Der „Mensch“ ist bei Nietzsche keine Abstraktheit, sondern hat die absolute Unterscheidung von „den Wenigen“ und „den Meisten“. Nur „die Wenigen“ von Weisheit und Willensfülle haben den „Willen zur Macht“ und daher die Möglichkeit zum „Übermenschen“ zu werden. Auch deshalb kann das Verhältnis zwischen den „Wenigen“ und den „Meisten“ nichts anders sein, als das „Herr-Sklaven-Verhältnis“. Alle anderen Interpretationen sind Sache des Interpreten. Egal wie man Nietzsche „abstrakt vererbt“, muss man darauf achten, kein „Also sprach Nietzsche“ zu sagen.

Mit den „Herren ohne Sklaven“ z.B. hat Nietzsche nichts zu tun. Denn der „Herr ohne Sklaven“ versteht sich als den Herrn seiner selbst. Wenn Jeder der Herr ist, gibt es wiederum keinen Herrn mehr. Solche unpolitische, philosophische Abstraktheit wird nicht nur von Nietzsche heftig als „Maske“ oder „Götze“ getadelt, sondern auch später von Straus als „Obsession“ verspottet. Der Herr ohne Sklaven verliert schon den Sinn vom Herrn als Herrn, der allein in der Herrschaft oder Souveränität gegenüber den Sklaven beruhen kann.

Die „Herr-Sklaven-Dialektik“ von Hegel bis zu Kojève sagte es auch – egal wie die Positionen von Herren und Sklaven gewechselt haben: das Verhältnis selbst ist unverändert geblieben. Es lässt sich vielleicht wohlklingend sagen: wenn das „Wer“ in das „Wer regiert“ in der Demokratie geworden ist, wird „das Regieren“ auch aufgehoben. Ist es denn aber aufgehoben worden? Bis heute nicht. Obwohl das „noch nicht“ kein Grund für das „nie“ in der Zukunft sein darf, die Negation des „nie“ setzt jedoch voraus, Nietzsche zu negieren und die „Herr-Sklaven-Dialektik“ zu durchbrechen. Marx meint, dass die Verwirklichung des Kommunismus erst nach der Vollendung der „Vorgeschichte“ (Geschichte der Klassenkämpfe) möglich sei; Kojève bezeichnet sich als „Marxisten“, aber am Ende ist die „freie Vernunft“ als der „absolute Geist“ beinahe zum „Zynismus“ geworden. Eigentlich bringen die Wissenschaft und die Technik den Menschen zwangsläufig in den animalischen Zustand der Trieberfüllung zurück – „Dass Tieren wird die Herrschaft dieser Welt.“

Die Geschichte ist so kompliziert, dass es keine klare Antwort geben kann. Sagt man, dass es kein Individuum gab – „Der Osten ist rot, die Sonne geht auf“ –, sagt man, dass es eine Volksregierung gab – „Das Volk ist der wahre Held“. Die zwei Pole stoßen aufeinander und für alles gibt es Gegenbeispiele. Würde man in der heutigen Mittelmäßigkeit behaupten, alles sei abgeschlossen? Auch schwer zu sagen. Es scheint ein „Sumpf“ vor uns zu liegen, und die beiden „Wiesen“, auf die wir getreten sind – „Existenz als Klasse“ und „Existenz als Individuum“ – versinken hintereinander.

 

Übersetzung von Keija Zhu



Über den Text: Originaltext: Zhang zhiyang, Xixue zhongde yexing (Nachtwanderung durch die westlichen Lehren), Shanghai 2010, S. 29-41.

 

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(Alle Fußnoten in der pdf)

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