Articles/Aufsätze

Nietzsche und die Aufklärung - in Deutschland und in China / 尼采与启蒙 - 在德国与在中国 (11.-13.10.2013)

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Nietzsche1

Feng Zhi

(1939)

 

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Wie man Nietzsche lesen sollte (ein Brief)

(Übersetzung von Zhang Shuo)

XX,

Wegen deines Medizinstudiums lernst du bereits seit ein paar Jahren die deutsche Sprache. Du bist noch jung, die deutschen Anatomie-Lehrbücher können deine innere Entwicklung nicht befriedigen, deswegen hast du angefangen, Bücher über deutsche Philosophie und Literatur zu lesen. Ich habe dir schon geraten, weniger Heine zu lesen. Jeder, solange er mindestens ein Jahr Deutsch gelernt hat, kann die Gedichte von Heine verstehen. Aber außer einigen reinen Liebesgedichten sind die meisten in einem schmierigen Ton geschrieben. [...] Metaphorisch gesprochen ist Nietzsche eine wunderliche Landschaft, ein Gewitter bei Nacht, er erhellt unser Denken und alarmiert, warnt, weckt uns, aber er ist kein Weg, über den wir zu einem heiligen Ort gelangen können. ...

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Chén Quán

(1943)

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Nietzsche und Der Traum der roten Kammer

(Übersetzung von Lin Cheng)

1764 schrieb Cáo Xuěqín die ersten 80 Kapitel seines Romans Der Traum der roten Kammer fertig. 120 Jahre später verfasste Nietzsche sein Werk Also sprach Zarathustra. In ihren lebenslangen Arbeiten haben sich die beiden Philosophen intensiv mit der Welt und mit dem Leben auseinandergesetzt. Beide Werke wurden nach und nach populär, und unzählige Menschen wurden von ihnen beeinflusst. Das eine Werk ist die Kristallisation östlicher Kultur, das andere der Widerstand gegen die westliche Kultur. Beide Autoren sind ungewöhnliche Genies. Sie haben unvergängliche Beiträge zur menschlichen Gesellschaft geleistet. ...

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Yue Daiyun

(1981)

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Nietzsche und die moderne chinesische Literatur

(Übersetzung von René Kluge)

Eine Reihe politischer, wirtschaftlicher und kultureller Veränderungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts bewirkten, dass eine Vielzahl von westlichen Ideen in das zu dieser Zeit stagnierende und rückständige chinesische Reich gelangten. Das Ausmaß dieser Ereignisse war so groß und chaotisch und die Nachwirkungen so tiefgreifend und komplex, dass es in der gesamten Kulturgeschichte kaum Vergleichbares gibt.

Dieser Zeitraum und vor allem China als zentrales Beispiel für die gegenseitige Beeinflussung und Durchdringung der östlichen und westlichen Kulturen ist in letzter Zeit zu einem Schwerpunkt der internationalen Forschung zur Kultur- und Ideengeschichte geworden. Seitdem die Harvard University 1954 John K. Fairbanks Chinas Response to the West herausgebracht hatte, stieg die Anzahl der Essays und Monographien, die sich mit diesem Thema befassen mehr und mehr an. ...

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Liu Xiaofeng

(2000)

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Nietzsches lakonische Worte und ihr großer Sinn

(Übersetzung von Li Shuangzhi)

1. Wer ist Nietzsche?

Seit langem hört man die Behauptung, dass Karl Marx, Sigmund Freud und Friedrich Nietzsche als die revolutionärsten Denker des zwanzigsten Jahrhunderts gelten sollen. Was aber ist hier mit „revolutionär“ gemeint? Nach dem alltäglichen Wortgebrauch soll das „anti-traditionell“ heißen. Es wird gesagt, dass diese drei angeblichen Propheten der Postmoderne jegliche traditionellen Werte umgestürzt und eine neue Ethik und Lebensorientierung an ihrer Stelle aufgerichtet haben. Ob die mittlerweile banale Äußerung zutrifft oder nicht, Freud und Marx stehen in der Tiefe und Wirkung des revolutionären Denkens weit hinter Nietzsche zurück. Freud wurde offensichtlich von Nietzsche beeinflusst und hat nur eine Facette von dessen Gedanken weiter entwickelt. [...]

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Chen Jaqui

(2001)

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Jenseits des Intellektuellen - zum Sinn des lakonischen Stils bei Nietzsche

(Übersetzung von Zhang Deng)

Als ich Liu Xiaofengs „Nietzsches lakonische Worte und ihr großer Sinn” (»Bücherhaus« 2000, Nr. 10) fertig gelesen hatte, war ich überrascht, von einer so offensichtlichen Tatsache zutiefst schockiert zu sein: „Philosophen ergehen sich im Intellektuellen und streben nach der Wahrheit. Für das „Volk” ist es nicht immer möglich ihnen darin zu folgen. Sie führen kein vorrangig kontemplatives Leben, Ringen nicht mit der und um die Wahrheit".

Was ist also die Aufgabe des Philosophen als Mittler zwischen politischer und kontemplativer Existenz?

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Zhang Yuanshan

(2001)

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Also sprach das Abfallerz: Liu Xiaofengs „Esoterische Worte und exoterische Deutung Nietzsches“

(Übersetzung von Qian Ran)

Der Aufsatz „Esoterische Worte und exoterische Deutung Nietzsches“ (in: Shuwu (Housebook), 2000 Vol. 10) mit einem Umfang von 30.000 Zeichen vom Herrn Liu Xiaofeng ist ein aufwühlender fabelhafter Aufsatz. Er ist grandios und clever, sodass man erstaunt ausrufen muss; doch er ist gleichzeitig kryptisch und kompliziert, dass man sich verwirrt und ratlos fühlt. Ich bin immer für solche cleveren und komplizierten Texte, habe deshalb sofort Leute angerufen, oder ihnen gemailt, den Aufsatz weiter zu empfehlen, nachdem ich ihn einmal gelesen, aber nicht ganz verstanden habe – heimlich habe ich auf ihre Hilfe gehofft. [...]

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Zhang Zhiyang

(2010)

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Eine aufklärerische Interpretation von Nietzsches nichtaufklärerischer
"individuellen Existenz"

(Übersetzung Keija Zhu)

Im Jahr 1903, dem 3. Todesjahr Nietzsches, bezeichnete Liang Qichao in seiner Lehre Kidds, eines Revolutionärs in der Evolutionstheorie die marxistischen Gedanken einfach als „Sozialismus“, im Vergleich dazu nannte er die Lehre Nietzsches „Individualismus“. Zweifellos gab es jemand, der schon früher als Liang Qichao Nietzsche gekannt und ausgesprochen hatte. Dennoch war Liang der erste, der den Namen so kräftig ausrief, dass die Stimme durch das ganze Reich hallte. Demzufolge erschien Nietzsche in der Gestalt eines Gespenstes, das den Hut des „Individualismus“ trug, in China – denn er war damals schon tot. ...

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