Navigation/Menü: Links auf weitere Seiten dieser Website sowie Banner
Das theoretische Konzept der Forschergruppe Topik und Tradition
Zusammenfassung
Zur einlässlichen Beschreibung des Wissenswandels ist ein hinreichend präziser Begriff von Topik erforderlich. Das während der Vorbereitung der Forschergruppe entworfene Topikkonzept konnte in den ersten drei Förderjahren präzisiert und handhabbar gemacht werden. Die wichtigsten Ergebnisse, stichwortartig zusammengefasst, lauten: 1. Topoi sind intentional bestimmt. 2. Durch Topik wird Wissen verlässlich, indem die Lexik formale Erfahrungs- und Wissensschemata bestimmt, die Momente einer neuen Ordnung werden können. 3. Diese Neuordnung ist selbst ein komplexes Schema. Es besteht aus einem Ganzen, das seinerseits aus einzelnen Elementen zusammengesetzt ist. Die Zusammensetzung ist erneut topisch, weil dieses neue Ganze ebenfalls eine intentionale Einheit ist. 4. Diese Beschreibung von Wissensgenerierung ist nicht auf akademische Disziplinen beschränkt. 5. Der Wandel in der Topik beschreibt Wissensgenerierung als spezifisch geschichtlich und setzt folglich Tradition voraus.
Das pragmatische Konzept von Tradition ist Eklektik. »Prüfet alles und behaltet das Beste« (Phil. 1,10); aber dieses biblische Konzept setzt voraus, dass Vergangenheit bekannt und nach ihrer präsumptiven Bekömmlichkeit beurteilt ist. Die Aufgabe der Traditionsverwaltung besteht darin, altes Wissen und Wissen um Altes durch Topik verfügbar zu halten. Die Fülle und der Komfort alten Wissens müssen nach Sachgesichtspunkten zentriert und durch Schlüsselworte abrufbar sein. Solches ›zur Verfügung‹ halten bedeutet zweierlei: 1. Die verschiedenen Schlüsselwörter müssen in der Lage sein, auf den ersten Blick eine ›systematische‹ Strukturierung eines Wissensfeldes zu erschließen. Das ist die spezifische Aufgabe der Lexik. 2. Jedes Schlüsselwort ist sozusagen das Etikett eines Topos. Anhand von Schlüsselwörtern können Topoi identifiziert und entfaltet werden.
Arbeitsbericht
In der Forschergruppe Topik und Tradition haben seit Herbst 2005 folgende Projektgruppen gearbeitet: A1 Christliche Kabbala (Philosophie), B1 Imagines (Literaturwissenschaft), C1 Hospitalreformen (Geschichte), C2 Intellekttheorie und Ethik (Philosophie) und D1 Bildallegorien (Kunstwissenschaft). Die Forschergruppe trifft sich regelmäßig freitags nachmittags an der Freien Universität Berlin. Viele der Sitzungen sind öffentlich (vgl. den Veranstaltungskalender des IZ Mittelalter - Renaissance - Frühe Neuzeit). Erste Ergebnisse der internen Diskussionen sind in der Reihe Berliner Mittelalter- und Frühneuzeitforschungen, die im Auftrag des Interdisziplinären Zentrums Mittelalter – Renaissance – Frühe Neuzeit herausgegeben wird, veröffentlicht worden (Bd. 1, Bd. 5).
Im Herbst 2006 hat an der Freien Universität die erste Tagung der Forschergruppe stattgefunden: Muster im Wandel. Zur Dynamik topischer Wissensordung in Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Es waren speziell diejenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geladen, die im deutschsprachigen Umfeld zu den für uns interessanten Themengebieten arbeiten (Informationen zur Tagung finden sich im Archiv). Im Sommersemester 2007 hat die Forschergruppe an der Freien Universität eine Vortragsreihe zum Thema Topik und Tradition veranstaltet, zu der national und international renommierte Forscherinnen und Forscher vorgetragen haben (Programm). Im Wintersemester 2007/08 wurde die Vortragsreihe von Mitgliedern der Forschergruppe bestritten (Programm), die so sich und ihre Projekte der Öffentlichkeit vorstellten. Zum Sommersemester 2008 wurden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler eingeladen, die in thematisch naheliegenden Sonderforschungsbereichen und Forschergruppen arbeiten (Programm). Im Wintersemester 2008/09 widmete sich die Forschergruppe theoretischer Arbeit, um den neuen Projekten eine intensive Einarbeitungsphase zu ermöglichen. Diese Projekte stellten sich teilweise bereits der Öffentlichkeit vor. Zudem waren wieder verschiedene Gäste zu Vorträgen geladen. Im Juni 2009 wurde eine zweite Tagung organisiert, die eine deutlich internationale Ausrichtung hatte. Der Titel der Tagung lautete: The Exigencies of Tradition. The Transformation and Ossification of Topics in the Middle Ages and the Early Modern Period. Im November 2010 wurde ein internationaler Kongress zum Thema Wissenstransfer und Auctoritas in der frühneuzeitlichen niederländischsprachigen Literatur an der Freien Universität abgehalten.
2007/2008 fanden verschiedene Projektworkshops statt: Mnemonik-Traktate von der Antike bis zur Neuzeit, Seelentheorien in Mittelalter und Früher Neuzeit, Die Oberfläche der Zeichen. Bildallegorien der Frühen Neuzeit und die Hermeneutik visueller Strukturen. Im Oktober 2008 veranstalteten die Projekte Hospitalreformen und Limpieza de Sangre einen Workshop zum Thema Topik und Recht. Die Workshops dienen der projektübergreifenden Zusammenarbeit und bieten zugleich Gelegenheit, mit ausgewählten externen Spezialisten wie auch mit interessierten Studierenden ausführlicher ins Gespräch zu kommen.
In der bisherigen Arbeit der einzelnen Gruppen wurde über das eigene Forschungsthema hinausgehend z. B. die Frage nach dem Verhältnis von Bild und Text mehrfach problematisiert, und zwar sowohl im Blick auf die historischen Materialien als auch auf den eigenen theoretischen und methodischen Zugriff. Mehrere der Projekte legen ihren Forschungen Material zugrunde, das aus Bildern und Texten besteht. An diese Fragestellung schließt sich ein weiteres, zunehmend diskutiertes Forschungsfeld an: mehrere Projekte ordnen und präsentieren ihre Materialien in Datenbanken und Lexika. Die Kriterien dieser Ordnung stehen in einem produktiven Spannungsverhältnis zu den beschriebenen topischen Wissensordnungen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit.
Der Topikbegriff
Im Zentrum der gemeinsamen Arbeit stand und steht der Topikbegriff. Er musste sich im Hinblick auf die verschiedenen historischen Materialien und den theoretischen Fragehorizont als handhabbar erweisen. Ausgangspunkt war die These, dass Prozesse des Wissenswandels, wie sie sich vom späten Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit hinein vollziehen, eine für diesen Zeitraum spezifische, topische Struktur aufweisen und das europäische Denken elementar verändern. Dieser These lag der aus der Wissenschaftsgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit gewonnene Topik-Begriff zugrunde: Topik beschreibt sowohl die komplexen Elemente eines Wissenszusammenhangs als auch deren Arrangement. Topoi sind nicht als unteilbare kleinste Einheiten zu begreifen, sondern sie sind selbst komplexe Gebilde, deren Einheit intentional bestimmt ist. Topoi fungieren als ›Etwas‹, als ein Element, ein Gedankenzusammenhang, ein Argument, ein Ganzes. Sie sind nicht als ein für allemal stabil zu bestimmen, sondern sie wandeln sich im Bezug auf das jeweilige Ganze, in das sie neu integriert werden. Dieses neue Ganze ist selbst ein intentional bestimmter Topos, der den Rahmen seiner topischen Elemente bildet. In dieser Ganzheit haben die Einzeltopoi ihren Ort. Topiken unterscheiden sich aus diesem Grund von logisch streng deduzierten Wissensformationen, wie etwa mathematischen Sätzen. Gerade die intentionale Variabilität macht die Topoi so elastisch, dass sie für Neuarrangements tauglich werden und neue Bedeutungen entfalten können. Deshalb hat der Begriff ›Topik‹ zwei Dimensionen: Er zielt auf die in sich komplexen Einzelelemente und auf die Ordnungsstrukturen ihres Arrangements.
In den gemeinsamen Diskussionen wurde der Topikbegriff nicht nur als Methode präzisiert, Stabilität und Wandel von Wissensarrangements zu beschreiben, sondern er wurde auch in einen erzähltheoretischen und geschichtsphilosophischen Kontext gestellt. Topik konstituiert zugleich Geschichtlichkeit und Erwartungsschemata. Daraus ergibt sich die geschichtstheoretische Frage: Inwiefern bestimmen sich Topoi selbst als historisch? Sind sie allein historisierende Wissens-Schemata, die keinen Realitätsbezug beanspruchen, oder reicht ihr Anspruch weiter? Beanspruchen sie einen Realitätsbezug, ist die Frage unausweichlich, wie die Individualität von geschichtlichen Ereignissen mit den Schemata von Überlieferung und Erwartung zusammenkommt.
Auf die Individualität von Ereignissen, die als Individualität prinzipiell unfassbar ist, kann immer nur sprachlich (oder bildlich) verwiesen werden. In dem Moment, wo dieser Verweis stattfindet, ist das Ereignis selbst vorbei und ›überlebt‹ nur sekundär in eben diesem sprachlichen oder bildlichen Verweis. Das heißt, in dem verweisenden Bezug auf ein Ereignis wird nicht nur die unfassliche Individualität des Ereignisses indiziert, sondern auch die Zeitlichkeit dieses individuierenden Erkenntnisprozesses festgestellt. In diesem strikt geschichtsphilosophischen Sinn konstituiert die sprachliche und ikonische Verwaltung den Begriff und die Zeitlichkeit eben dieses Ereignisses – sie bringt es gleichermaßen zur Erscheinung und zum Verschwinden. Der Prozess des Erzählens – der nicht vorschnell mit den literarischen Erzählformen identifiziert werden sollte – bringt wegen der unumkehrbaren Zeitlichkeit eben dieses Erzählprozesses die vergegenwärtigte Geschichte in ihrer vergangenen Einmaligkeit zur Erscheinung – bzw. in die Imagination. In dieser ›Wiederholung‹ wird das individuelle Ereignis notwendig entindividualisiert, verdoppelt und schematisiert. Dieser Prozess ist immer mimetisch, er zielt intentional auf das Ereignis; und nur, wenn es als historische Individualität, das heißt als Realität genommen wird, bekommt das Schema die Autorität, von ›wirklich Geschehenem‹ gewonnen zu sein. Nur dann kann es als Erwartungsschema für kommende Realitäten dienen.
Damit wird das individuelle Ereignis, das in seiner Einmaligkeit nur intentional gefasst werden kann, paradoxerweise verallgemeinert. In der Nach-Erzählung ist die Geschichte je schon typologisiert. Diese typologisierten Erzählungen benutzen traditionelle Inhalte und Bauformen und variieren sie – hier liegt die spezifische Bedeutung der literarischen Narrationstheorie und Topik. (Dabei sollte strikt zwischen dem philosophischen Begriff Intentionalität – ›etwas als etwas‹ prädizieren – und Autor-Intention im literaturwissenschaftlichen Sinne unterschieden werden.) Als topische Schemen der Zukunftserwartungen verlieren die Geschichten ihre Individualität und damit auch ihre ausgedehnte Zeitlichkeit als Erzählform: Sie werden zu Folgemustern und, wenn noch weiter abstrahiert, zu beinahe statischen Erwartungsschemata. Topoi sind in diesem Sinne einerseits Erfahrungsschemata, die Vergangenheit verwalten, sie sind andererseits Erwartungsschemata und damit zukunftsorientiert: In diesem Sinne konstituieren sie im Wissensprozess eine Zeitlichkeit. Die Zeitlichkeit des Wissensprozesses ist nicht dieselbe wie im historischen Ereignis, ihr fehlt der strikte Charakter der Kontingenz. Aber beide Prozesse zielen auf den Sinn in der Zeit – in diesem Sinn ist Topik immer geschichtlich.
Die aus Erfahrung gewonnen stabilen Erwartungsschemata werden als Topoi verwaltet, in Klugheitsregeln, in Lehrbüchern, in Lexika. Im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit spielen Topoi/Loci für die Entwicklung von Lehrbüchern und Enzyklopädien eine Schlüsselrolle, aber ihr Status wird nicht im Bezug auf Intentionalität und Geschichtlichkeit bedacht. Diese intentionale und zugleich historische Hinsicht ist eine methodische Erkenntnis, die zugleich das theoretische Instrumentarium unserer Forschergruppe charakterisiert. Loci und Topoi, die sich so – auch begriffsgeschichtlich explizit – in der behandelten Periode Mittelalter und Früher Neuzeit finden lassen, werden methodisch präziser mit einem modernen Instrumentarium erfasst, ohne doch in ihrer historischen Eigenheit vergewaltigt zu werden.
Die Grenzen der topischen Methode sind 1. identisch mit den Grenzen, die auch mit der Geschichtsschreibung gesetzt sind. Der Topikbegriff ist wesentlich historisch, er historisiert alle seine Gegenstände. Deshalb ist die Topik im Bezug auf die Philosophie ungeeignet, Metaphysikkonzeptionen im Sinne einer Analyse von ›Sein‹ zu leisten, sei es der ›Conceptus entis‹ oder die Analogie. (Diese Begrenzung ist in der Auseinandersetzung mit dem Ramismus des 16. Jahrhunderts ausführlich diskutiert worden.) Dasselbe gilt für analytische Logikkonzeptionen. Alle Probleme der transzendentalen Begrifflichkeiten fallen nicht in die Kompetenz der Topik; dazu gehören die Fragen nach Kategorien, nach Modalphilosophie, nach der transzendentalen Subjektivität oder dem Idealismus.
2. Im Bezug auf die Kulturgeschichte geht es in der topischen Methode um die Beschreibung zerfallender oder intentional fragmentierter Wissensrarrangements und um die Reorganisation des Wissens; hier unterscheidet sich die historische Topik, die die Topoi der Tradition präzise historisiert, von Gedächtnisgeschichte. Aus demselben Grunde liefert die historische Topik auch keine Vorgeschichte der Moderne, sondern eine Beschreibung des Wissenswandels.
3. Aus sozialgeschichtlicher Sicht ist die Topik zwar ein geeignetes Werkzeug zur Analyse der Wissensordnungen, auf denen die Entscheidungen und damit auch das Handeln der Akteure basieren. Ihre Erklärungskraft schwindet allerdings, wenn man die Ursachen des historischen Wandels auf ökonomische Faktoren, auf den Zusammenprall von Machtpositionen, auf Notlagen oder unvorhergesehene Ereignisse zurückführt (ein Extremfall wäre z. B. die Pest von 1347-1350).
4. Die Grenzen und spezifischen Möglichkeiten des Topikbegriffs werden gerade dann deutlich, wenn die Topoi Bedeutungen generieren, die im Rahmen der bewusst formulierten Ordnungskonzepte, denen sie entspringen, nicht reflektiert werden. Dieses Problem erweist sich als höchst produktiv, denn die Topoi werden gerade dort interessant, wo sie ihre alten Semantiken sprengen. Dies gilt u. a. für bildliche bzw. visuelle Topoi, die die kunsthistorischen Projekte untersuchen: Ihre Entstehung und ihr Strukturwandel werden zeitgenössisch nicht unbedingt sprachlich reflektiert, sondern entfalten sich vielfach nur in immanenten Bezugsverhältnissen. Die damit einhergehende, sukzessive Auflösung und Zersetzung konventionsgeregelter und traditionsgesicherter Bedeutungszuordnungen wird da zum Grenzfall für das topische Konzept des Wissenswandels, wo primär ästhetisch fundierte und damit immer mehr auf subjektive Rezeptionsleistungen ausgerichtete Formen der Wissensvermittlung in ihrer topischen Struktur zunehmend flexibler und durchlässiger, dabei zugleich jedoch auch immer instabiler werden.
5. Wissen wird zu einem Topos, indem es als Einheit von Vielheit erscheint. Als solche Einheit kann ein Topos sowohl als elementare Einzelheit wie auch komplexe Ganzheit betrachtet werden. Diese Komplexität wird noch gesteigert, wenn ein Topos mehrere Medien in sich vereinigt. Hier gilt es zu ermitteln, welche der vielen Elemente – sei es sprachlicher, sei es bildlicher Natur – im Rezeptionsprozess den Anstoß geben, etwas als Topos zu sehen. Die Projekte, in denen es um das Verhältnis von Bild und Sprache geht, versuchen, diesen Prozess im Einzelnen zu beschreiben.
Die Leitbegriffe
Die Begriffe TOPIK und TRADITION bilden eine Einheit, die nicht aufgelöst werden kann. TOPIK ist Wissensverwaltung durch Ordnungen; dadurch wird TRADITION überhaupt erst beschreibbar. In der TRADITION entfaltet sich die Wissensdynamik, die ihrerseits weitergehende Wissensverwaltung in sich wandelnden historischen Ordnungen erfordert.
Als gemeinsame Basis werden die beiden zentralen Leitbegriffe TOPIK und TRADITION beibehalten, aber neu gewichtet. Der Begriff der TOPIK wurde in der ersten Antragsphase intensiv diskutiert, er wurde präzisiert und als ein interdisziplinär tragfähiger Ordnungsbegriff zur Beschreibung des Wissenswandels etabliert. In der zweiten Antragsphase wird die Arbeit mit diesem Begriff vorausgesetzt; ins Zentrum aber rückt nun der Begriff der TRADITION. Wie in der Diskussion um den Topik-Begriff geht es um eine Entwicklung des Traditions-Begriffes aus dem historischen Material.
Neben den beiden Leitbegriffen Topik und Tradition wird als dritter Leitbegriff der Begriff WISSEN ins Zentrum der gemeinsamen Arbeit gestellt. Auch dieser Begriff wird aus dem historischen Material entwickelt. Im Vordergrund steht daher die Frage nach dem jeweiligen Gegenstand des Wissens und dessen Wandel.
Es geht nicht um die Kapazität des jeweiligen Rezipienten und den von ihm geleisteten Umarbeitungsprozess, sondern um den historischen Strukturwandel des Wissens.
Die Arbeitsbegriffe FRAGMENTIERUNG, NEUORDNUNG und GENERIERUNG von Wissen werden in der zweiten Antragsphase modifiziert: Die Vorstellung der Fragmentierung in Topoi wird durch das philosophische Konzept der INTENTIONALITÄT präzisiert. Der Begriff der INTENTIONALITÄT ist bislang nicht auf die Probleme Topik und Tradition der Topik angewandt worden. Das an der Topik orientierte Konzept der GENERIERUNG von Wissen wird unter Einbeziehung der INTENTIONALITÄT von Topik so interpretiert, dass der Prozess der Traditionsverstärkung sich als Generierung neuen Wissens herausstellt; während umgekehrt die Inszenierung neuen Wissens alte Topoi bedient. Allemal handelt es sich um das Phänomen, dass die Tradition in den Techniken des MEMORIERENS verwaltet wird.
Leitbegriffe: TOPIK, TRADITION, WISSEN
Arbeitsbegriffe: INTENTIONALITÄT, GENERIERUNG, MEMORIEREN
Das Material
Einer der immer wiederkehrenden Diskussionspunkte der Gruppe war und ist die Anwendung des theoretischen Entwurfes und der entsprechenden Begrifflichkeit auf die konkreten, zu bearbeitenden Materialien. Hier zeigte und zeigt sich zum Teil das Material selbst sperrig, zum Teil waren und sind disziplinäre Kontexte und Theorien widerständig.
Das beginnt schon mit der Philosophie selbst: Hier stehen sich das aristotelische und das ciceronianische Topikkonzept entgegen. Das aristotelische Konzept der wahrscheinlichen Schlüsse ist zwar gewissermaßen argumentative Situationslogik, um den Mitdebattierer zu überzeugen, aber es bedient in dieser Zwecksetzung höchstens andeutungsweise die Kriterien der Topik, die mit intentionalen Topoi arbeitet und einen historischen Wissenswandel beschreiben will. Für diesen Zweck erweist sich die ciceronianische, rhetorisch-enzyklopädische Version der Topik als geeigneter.
Im Bereich der Christlichen Kabbala fand die Topikkonzeption ein geradezu ideales methodisches Anwendungsgebiet. Hier ließen sich – das Lexikon zeigt das – die wichtigsten Topoi lexikalisch isolieren, und in der Geschichte der Christlichen Kabbala wird dargestellt, welchen Wissensreichtum das Neuarrangement kabbalistischer, philosophisch spekulativer und christlich-dogmatischer Topik erzeugte.
In der Anwendung des Topik-Begriffs auf die kunsthistorischen Gegenstände stellte sich immer wieder die Herausforderung, Eigenständigkeit und Eigengesetzlichkeit des Bildmediums gegenüber einem rhetorisch verfassten und damit letztlich immer wieder auf Texttraditionen rekurrierenden Begriff von Topik herauszuarbeiten.
Dabei erwies sich vor allem die Auseinandersetzung mit dem Emblematik-Projekt (B1) als fruchtbar: Gerade wo Sinn in einem engen Zusammenspiel wechselnder Zuordnungen von Bild- und Textelementen erzeugt wird, trat die Notwendigkeit zutage, das hermeneutische Potential genuin bild- bzw. kunstimmanenter Referenzen und ihrer Verlaufsmuster im Prozess historischen Wandels hervorzuheben und gegenüber sprachlich vermittelten Gehalten deutlicher als bisher abzugrenzen.
Wenn ein Topos sich aus einer Verbindung von Bild und Text konstituiert, wie das beispielsweise bei der Emblematik und der Mnemonik der Fall ist, wird es sehr schwer, dieses Gebilde in seiner Beschaffenheit zu beschreiben. Dies liegt unter anderem daran, dass der sprachliche Zeichenbegriff nicht ohne Weiteres auf Bilder übertragen werden kann. Da für diesen Zusammenhang bisher noch keine zufrieden stellende Bildtheorie existiert, muss am Material ein möglicher Umgang mit Bildtopoi erprobt werden. Daraus aber folgt, dass bei der Untersuchung von topischen Bild-Text-Verbindungen Bild und Text zunächst jeweils für sich behandelt und erst danach intermediär betrachtet werden können. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sprachliche Kodierungsregeln die Bildbereiche überdecken oder vereindeutigen. Umgekehrt gefährdet die Suggestivkraft von Bildern den Blick auf die Topik der Sprache. Wäre die Sprache das entscheidende Element eines Topos, weil sie am einfachsten Wissen bündelt, oder wäre das Bild wichtiger, weil es Wissen unmittelbar vor Augen stellt, könnte das eben geschilderte Problem leicht umgangen werden. Das ist aber nach den bisherigen Erkenntnissen, die in der Arbeit in den Projekten und durch Diskussion in der Forschergruppe gewonnen werden konnten, nicht der Fall. Die Dynamik der Text-Bild-Topoi, die eine spezifische Form der Topik entfaltet, lebt gerade durch die Interferenzen zwischen den unterschiedlichen medialen Elementen und ihrer je eigenen Wirkkraft.
Für die Geschichtswissenschaft eröffnet der gemeinsame theoretische Rahmen neue Perspektiven. Da sozialer Wandel kaum von seiner diskursiven Verarbeitung gelöst werden kann, wird ein Verfahren benötigt, das es erlaubt, sowohl die Rhetorik der von den Beteiligten geführten Verhandlungen als auch die Struktur der ihnen verfügbaren Wissensbestände zu untersuchen. Wo es gar um intentionalen Wandel geht, wie es bei Reformen der Fall ist, lässt sich der mit dem Traditionsbegriff verknüpfte Topikbegriff auf die von den Reformern produzierten Texte mit besonderem Gewinn anwenden: Denn Kennzeichen vormoderner Reformen ist eine spezifische Form der historisierenden Aufbereitung der Vergangenheit, durch die eine Auseinandersetzung mit einer teils kritisch, teils idealisierend erzählten Überlieferung ermöglicht werden soll.
Ein neuer Fokus: Wissensgeschichte und Tradition
Ist Tradition immer schon topisch entschärfte Geschichte? Wenn die Tradition sich selbst topisch konstituiert, dann entlastet Topik von der Geschichte; sie ist eine Reaktion auf die Zumutung der Kontingenz. Topik macht Wissen bekömmlich und verlässlich: In ganz wesentlichem Maße verliert Wissen schon in der Umarbeitung von Geschichten in Schemata den Charakter der Gefährdung; es wird handhabbar und verlässlich. Schemata bedrängen weniger als Geschichten.
In diesem Sinne vollendet Wissenschaft die Funktion der Tradition: Die Stabilisierung des Wissens zur Wissenschaft besteht entscheidend darin, Wissen in Schemata verfügbar und damit unschädlich zu machen, die die vergangenen zeitlichen Erfahrungen bündeln und damit als wissenschaftsgeeignet konstituieren. In diesem Sinne entspricht die Topik den Aufgaben der Tradition. Hier sind die Lexika und Enzyklopädien von erheblicher Bedeutung: Sie benennen die Topoi der Tradition, sie entlasten dadurch davon, die Tradition aktiv präsent zu halten. Sie machen die Topoi der Tradition als Zukunftserwartung verfügbar, indem sie begriffliche Felder, die ihrerseits die disziplinäre Verwaltung der Tradition erst möglich machen, konstituieren.
Diese Einsicht gilt generell: Soll Wissen verlässlich und damit zur Wissenschaft gemacht werden, sind terminologische und topische Sammlungen erforderlich. Wörterbücher und Sammlungen bestimmen schließlich den Rahmen dessen, was eine Einzelwissenschaft oder auch die Universalwissenschaft als Disziplin definiert und was folglich ihr Gegenstand ist. Dieser erhebliche Wissensgewinn, der in der Benennung von traditionellen Topoi zustande kommt, wird in der großen enzyklopädischen Tradition der Frühen Neuzeit verwaltet. Die Verfügbarmachung allen Wissens in disziplinären Kontexten macht Tradition erst im heutigen Sinne wissenschaftsfähig. In dem Zeitraum, der im vorliegenden Projekt erforscht wird, im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, bemühten sich die Gelehrten in besonderer Weise um Wörterbücher, Enzyklopädien und Sammlungen aller Art. Es ging zunächst darum, mit den Namen auch die Gegenstände verfügbar zu haben. Zum anderen haben solche terminologischen Listen und Realiensammlungen eine zeitliche Dimension. Wenn sie als Topoi nach bestimmten Sachordnungen gesammelt werden, sind sie nicht allein leere Kuriositätenkabinette, sondern Arsenale für die zähmende Verfügbarmachung der Vergangenheit zur verwalteten Tradition und für die erhoffte Bewältigung erwarteter Zukunftserfahrungen.
Tradition erschöpft sich nicht in ihrer topischen Selbstverwaltung und Selbstinszenierung. Vielmehr vollzieht sich in der Tradition die Fixierung und Sklerotisierung von Topoi, die die Dynamik des Wissens gerade deshalb bremsen, weil Topoi als stabile wiederholbare Erwartungsschemata dienen. Wenn Topik Reaktion auf die Zumutung der Kontingenz ist, dann will sie Geschichte in ihren Zumutungen still stellen. In diesem Sinne neigt Topik zur Beruhigung, denn sie kann eben auch das Immergleiche konstatieren: ›Das war schon immer so‹. Um Topik nicht in Tradition ersticken zu lassen, ist es erforderlich, verfestigte Traditionsstränge zu bestimmen und sie in Topoi auseinander zu brechen. Dieses ist die Aufgabe einer Wissensgeschichte, die die Tradition nicht als ein für alle Mal festgelegte Topik begreift, sondern als verfügbares Wissensarsenal. Und hier spielt die Historisierung der Topoi eine besondere Rolle: Indem klar gestellt wird, wie die Topoi entstanden und wozu sie je dienten, werden sie selbst in ihrer kontingenten Historizität neu erkennbar und deshalb auch neu verfügbar.
Historisierung ist in diesem Sinne wesentlich Dynamisierung von Wissen. Das topische Wissensarsenal ist keineswegs immer schon als Wissenschaft oder Gelehrsamkeit organisiert. Das Wissen ist vielmehr höchst unterschiedlichen Charakters. Es geht der Forschergruppe Topik und Tradition entscheidend darum, den Begriff Wissen nicht nur als Gegenstand akademischer Disziplinen der Vergangenheit zu verstehen. Wissen ist wesentlich praktisch und sozial.
Das wird besonders augenfällig im Projekt Hospitalreformen (C1). Dort wird gezeigt, wie in karitativen Institutionen topisch verwaltete Wissensfelder verschiedener Herkunft (Recht, Theologie, Administration, städtische Politik, Anthropologie, Medizin) zu einem Wissenskomplex gebündelt wurden, der sich in der Alltagspraxis – unterhalb der akademischen Wissensordnungen – zu bewähren hatte und sich im Zuge von Reforminitiativen zugleich veränderte.
Ein Zwischenfeld besetzt bildkünstlerisches Wissen, wie es im Projekt Bildallegorien (D1) behandelt wird: Auf Produzentenseite handelt es sich dabei zunächst um Fach- bzw. Handwerkswissen, das jedoch zunehmend einen Anspruch auf Weltdeutung mit den spezifischen Mitteln künstlerischer inventio erhebt – wobei die beginnende, auch theoretische Diskursivierung dieses Anspruchs zur Grundlage von Versuchen akademischer Selbstaufwertung wird. Auf Rezipientenseite reicht das Spektrum vom Fundus eines habituellen Wissens etwa um Funktionskontext und Aussage bestimmter Bildformulare bis hin zu einer aus vielfältigen Wissenstraditionen gespeisten Wahrnehmungs- und Deutungskompetenz, die das Verständnis auch neuer, zunehmend komplexer visueller Sinnkonfigurationen ermöglicht.
Transferwissen von einem Feld in ein neues soll dagegen im Projekt Tradition und Wandel (B2) untersucht werden. Hier kommt es darauf an, diejenigen Topoi zu identifizieren, die für übersetzungswürdig gehalten wurden, und die Dynamik zu bestimmen, mit der Übersetzungen den neuen Kontext veränderten. Umgekehrt ist es offensichtlich möglich, juristische Topoi wie die Limpieza de Sangre (K1), zur Petrifizierung von Rechtspositionen zu verwenden.
Topisches Traditionswissen, wie es auch im chinesischen Enzyklopädieprojekt (E1) untersucht wird, umfasst nicht zuletzt auch die Wahrnehmung von Farben und Farbtopoi, wie sie im Zentrum des Projektes Farbe und Sehen (K2) stehen. Der Bereich der Farbtopoi wird hier von Grund auf neu erschlossen. Die in der modernen Kunstgeschichtsschreibung gängigen Farbkategorien werden durch einen neuen Blick auf das historische Material erweitert, indem topische Prägungen wie die Farbmetamorphose, das ›Erbleichen‹ oder das ›Einfärben‹ neu entdeckt werden, die Licht auf die Fragmentierung und Neuordnung von Wissen in den kulturellen Feldern von Theorie und Bildung sowie künstlerischer Praxis werfen.
In der Mnemonik wird das Wissen um die Leistungsfähigkeit der Bilder ganz pragmatisch eingesetzt; dagegen ist die Bildtopik der Emblematik außerordentlich flüchtig, weil sie von der jeweiligen Sprachsemantik immer neu konstituiert wird (Imagines B1). Der Übergang von der Literatur in die Bildlichkeit, die die Emblematik bestimmt, wird in umgekehrter Richtung von der Ekphrasis (D3) untersucht, die Bilderwelten literarisch darstellt. Die besondere Relevanz der Medienfrage zeigt sich in der Auseinandersetzung mit Topoi, die ihr Medium selbst thematisieren und reflektieren. Im Falle der Ekphrasis inszeniert der Topos ein dynamisches Verhältnis zwischen den wort- und bildkünstlerischen Medien, indem er die Medien sich gegenseitig spiegeln lässt und damit nach ihrem Potenzial und ihren Grenzen, sowie den Grenzen der Repräsentation überhaupt fragt. Da der Topos zudem seine Wirkung primär in der künstlerischen Praxis entfaltet, reflektiert er in seinen individuellen, aber auf Vorgänger bezogenen Ausprägungen auch das Problem der literarischen Tradition als solcher.
Die Forschergruppe entwickelt hier ein Wissenskonzept, das Tradition und Topik der Bildlichkeit in neuen Konstellationen erscheinen lässt. Wissen schließt auch arkane Symbolik und die zugehörige philologischnaturkundliche Gelehrsamkeit ein Christliche Kabbala (A1), Universales Wissen (A2), Hermetik und Dichtung (D2). Die Arbeitgruppe zur Christlichen Kabbala legt großen Wert darauf, ihr Konzept eng zu definieren. Nur dadurch kann Kabbala von Alchemie, Astrologie oder Hermetik abgegrenzt werden. Diese klare Abgrenzung macht es möglich, die Projekte Universales Wissen (A2) und Hermetik und Dichtung (D2) gleichfalls deutlich zu konturieren. Tradition ist in allen drei Arbeitsgruppen als Wissensgeschichte von Arkana gefasst; aber die Topoi, die die Hermetik konstituieren, sind deutlich unterschieden von denen der Kabbala. So kommt in die in der Vergangenheit häufig verwaschene Terminologie eine Klarheit, die nur im Interesse der Wissenschaft liegen kann.
Das Konzept arkanen Wissens, das die drei Projekte verbindet, hängt auf eine besondere Weise mit der Frage nach dem Bildbegriff zusammen: Immer, wenn von Geheimnis die Rede ist, geht es auch um das Erscheinen, d. h. um das Offenbarwerden: denn nur im Erscheinen kommt das Bild zu sich selbst; und ein Geheimnis ist nur denkbar im Verhältnis von Offenbarung und Verborgenheit.
Aus diesem Grund sind die Wissensschemata und die Symbole, die gleichermaßen in der Hermetik und in der Christlichen Kabbala vorkommen, ein essentieller Teil der Bildtopik. Sie verbinden die Bildtopik mit philosophischen und theologischen Zentralideen, deren wichtigste das Zur-Erscheinung-Kommen des Göttlichen und das Verhältnis von Wort und Ding in der Schöpfungstheologie sind. An dieser Stelle ist die Seelenlehre, die in den Projekten Intellekttheorie und Ethik (C2) und Farbe und Sehen (A3) bearbeitet wird, wichtig.
Denn der Ort, in dem die Erkenntnis der Schöpfung, ihrer Bildlichkeit und Symbolik sich ereignet, ist die Seele. Hier ist keineswegs nur die menschliche Seele gemeint, sondern auch die Dimension der Weltseele, in der alles Wissen in potentia enthalten ist und an der die menschliche Erkenntnis teilhat. Diese kosmische Dimension gilt gerade auch im Bezug auf das in der Natur noch verborgene Wissen. Ein solches Wissen ist in doppeltem Sinne topisch: Es ist weder metaphysischer noch biblisch-dogmatischer Natur und deshalb wahrscheinliches Wissen; als überliefertes Wissen entspricht es der cognitio historica. Die Inhalte dieses Wissens sind in christlichen, der jüdischen und der arabischen Tradition überliefert, die als Topik fassbar ist und die Albert für den Westen erschließt. Die Dimensionen dieser naturphilosophischen Tradition sollen in der sich entwickelnden Wissenschaft – und dazu gehört für Albert wesentlich die Hermetik – erst offenbar werden.
Tradition, Topik und Wissensgeschichte gehören im skizzierten Sinne eng zusammen. Die Besonderheit der Forschergruppe besteht darin, dass für die Mittelalter- und Frühneuzeitforschung ein Konzept erarbeitet wird, das die Dynamik von Wissen, seine Entwicklung, seine auch destruktive ebenso wie reformatorische Potenz in enger Verknüpfung von Sozialgeschichte, bildender Kunst, Literatur und Philosophie darstellt. Dabei ist topisch organisiertes philosophisches, juristisches, literarisches, Bild- und Arkanwissen zu einem Netz transdisziplinärer Wissenschaftlichkeit verknüpft.
IZ-News
"Totum unum et ex uno omnia": Denkformen des Hermetismus in der frühen Neuzeit
20. bis 22. Februar 2012
Tagungsstätte Harnack-Haus, Ihnestraße 16-20, 14195 Berlin
Ernst-Reuter-Preis und Friedrich-Meinecke-Preis für Sebastian Kühn
"Quellenkunde" Ringvorlesung des Kunsthistorischen Instituts der FU Berlin WS 2011/12
Termine am Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften
Berliner Vorlesungsverzeichnis "Wissenschaftsgeschichte" für das Wintersemester 2011/2012
Das gesamtberliner "Vorlesungsverzeichnis für Wissenschaftsgeschichte" listet das wissenschaftshistorische Lehrangebot der drei Berliner Universitäten auf.
Ringvorlesung: "Im Dickicht der Texte. Editionswissenschaft als interdisziplinäre Grundlagenforschung"
- Eine Veranstaltung des Instituts für Deutsche und Niederländische Philologie und des Postgradualen Masterstudiengangs Editionswissenschaft
- Konzeption: Prof. Dr. Gesa Dane und Dr. Jörg Jungmayr
-
Termin: jeweils mittwochs, 18.15 - 20.00 Uhr
Ringvorlesung "Die Zukunft von Gender"
- Interdisziplinäre Ringvorlesung
- Konzeption: Prof. Dr. Anne Fleig (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie)
-
Termin: jeweils donnerstags, 18.15 - 20.00 Uhr