Fellows 2012/13

Refqa Abu-Remaileh
Refqa Abu-Remaileh
Tarek El-Ariss
Tarek El-Ariss
Zeina G. Halabi
Zeina G. Halabi
Iman Mersal
Iman Mersal

Refqa Abu-Remaileh: Narrative Entanglements: An Interdisciplinary and Intercultural Approach to Palestinian Literature and Film

Refqa Abu-Remaileh befasst sich in ihrer Forschung mit den Schnittstellen von moderner arabischer Literatur und Film. Sie studierte moderne Nahoststudien an der University of Oxford (Ph.D. 2001, M.St. 2004) und Englische Literatur an der University of British Columbia (B.A. 2002). Abu-Remaileh untersuchte in ihrer Dissertation das Werk zweier palästinensischer Staatsbürger Israels: die Romane von Emile Habibi (1922–1996) und die Filme von Elia Suleiman (1960–). Nach ihrer Promotion war Abu-Remaileh für das Nahostprogramm der Oxford Research Group tätig, einer Konfliktlösungsorganisation mit Schwerpunkt auf dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Sie gründete eine neue Gruppe für strategisches Denken, an der palästinensische Staatsbürger Israels beteiligt waren.

Während ihres Aufenthalts in Berlin hat Abu-Remaileh an einem Buchprojekt gearbeitet, in dem sie ihr Dissertationsthema weiter ausbaut. Das Buch untersucht aus einer vergleichenden, interdisziplinären Sichtweise heraus die narrativen Verflechtungen in und zwischen Literatur und Film.

Tarek El-Ariss: Making a Scene: Literature, Social Media, and the Arab Spring

Tarek El-Ariss ist Assistant Professor für Arabische Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft am Fachbereich für Nahoststudien der University of Texas / Austin. Er machte den B.A. in Philosophie an der American University in Beirut und promovierte in Vergleichender Literaturwissenschaft an der Cornell University. Seine Forschungsinteressen umfassen zeitgenössische arabische Literatur, Visual Culture und neue Medien, französische und arabische Philosophie und Reiseliteratur des 18. und 19. Jahrhunderts sowie Affekttheorie und poststrukturalistische Theorie. Aufsätze von ihm erschienen in Camerawork, The Muslim World, Comparative Literature Studies und dem International Journal of Middle Eastern Studies.

El-Ariss ist Autor von Trials of Arab Modernity: Literary Affects and the New Political (Fordham University Press). Für das Center for Middle Eastern Studies gibt er bei University of Texas Press die Reihe Emerging Voices from the Middle East mit ins Englische übersetzter Literatur heraus.

Als EUME Fellow hat El-Ariss den begrifflichen Rahmen seines neuen Buchprojekts über arabische Literatur und das Virtuelle weiterentwickelt und untersucht, wie Formen der Konfrontation, der Verbreitung und des Exhibitionismus Schreibverfahren und Kritik der Macht gestalten.

Zeina G. Halabi: Writing Melancholy: The Death of the Intellectual in Modern Arabic Literature

Zeina G. Halabi unterrichtet Arabische Sprach- und Kulturwissenschaft an der University of North Carolina, Chapel Hill. Sie studierte Anthropologie an der American University Beirut (B.A. 2001) und der London School of Economics (M.S. 2002) und promovierte 2011 in Arabischer Literatur an der University of Texas at Austin (Ph.D. 2011). In ihrem Buchprojekt »Melancholie schreiben: Der Tod des Intellektuellen in der modernen arabischen Literatur« behandelt Halabi die elegischen Werke moderner und zeitgenössischer arabischer Dichter und Romanautoren und untersucht die Art und Weise, wie arabische Autoren, die sich mit verschiedenen literarischen und geschichtlichen Generationen identifizieren, den Tod ihrer Schriftstellerkollegen beklagt und ihrer gedacht haben. Im Dialog mit Theoriebeiträgen aus Psychoanalyse, Poststrukturalismus und Gender Studies untersucht Halabi die Melancholie als kollektive psychologische und politische Verlusterfahrung nach der arabischen Niederlage 1967.

Während ihres EUME-Fellowships hat Halabi außerdem die Fertigstellung eines neuen Kapitels ihres Buchs über die Darstellung des intellektuellen Nahdisten in Rachid al-Daifs Roman Paving the Sea (2011) – al-Daifs Requiem sowohl für den Intellektuellen als auch für die Werte der Aufklärung, die er verkörpert ausgearbeitet.

Iman Mersal: Orienting Occidentalism: Images of America in Arab Travel Literature

Iman Mersal – Dichterin, Essayistin, Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin – ist Professorin für Arabische Literatur an der University of Alberta. 2009 promovierte sie an der Cairo University mit einer Dissertation zu »Images of America in Arabic Travel Literature«. Ihr wissenschaftliches Werk umfasst »Eliminating diasporic identities«, PMLA (2008), und »Al-Daw’ al-Azraq: Al-Waqa‘i’ Masyadat Al-Dhakira« [Das blaue Licht: Realität als Gedächtnisfalle], Alif (2011). Mersal hat vier Gedichtbände auf Arabisch geschrieben, von denen eine Auswahl ins Englische, Französische, Deutsche, Spanische, Niederländische, Hebräische, Italienische u. a. übersetzt wurde. Englische Übersetzungen wurden in Paris Review, American Poetry Review und The Kenyon Review veröffentlicht. In der Übersetzung von Khaled Mattawa erschien These Are Not Oranges, My Love (Sheep Meadow Press, 2008). Mersal hat außerdem viele Essays veröffentlicht, darunter »Ayam Mansura« [Tage in Mansoura] in Amkenah (2010), »al-Sawt fi Ghayri Makanihi« [Die verdrängte Stimme] in The Middle Ear (2011) und »Revolutionary Humour« in Globalization (2011).

Während ihres EUME-Fellowships hat Mersal an ihrem Buch »Orienting Occidentalism: Images of America in Arab Travel Literature« gearbeitet. Sie war EUME Fellow des Centrums für Nah- und Mitteloststudien (CNMS/Philipps-Universität Marburg).

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