Möglichkeiten und Grenzen der Philologie

Zur Begrüßung sprach Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Unversität Berlin und Direktor der Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule
Zur Begrüßung sprach Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Unversität Berlin und Direktor der Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule
Gäste, Teilnehmer und Organisatoren.
Gäste, Teilnehmer und Organisatoren.
Podiumsdiskussion "Die Internationalität der Geisteswissenschaften": Christopher J. Young, Elithabeth Storwick, Susanne Scharnowski, Susanne Lüdemann.
Podiumsdiskussion "Die Internationalität der Geisteswissenschaften": Christopher J. Young, Elithabeth Storwick, Susanne Scharnowski, Susanne Lüdemann.
TeilnehmerInnen Panel "Methoden": Mark Chinca, Martin Baeumel, Claudia Löshner, Hannah Eldridge, Mirco Limpinsel
TeilnehmerInnen Panel "Methoden": Mark Chinca, Martin Baeumel, Claudia Löshner, Hannah Eldridge, Mirco Limpinsel
TeilnehmerInnen Panel "Ästhetische Kategorien": Stefan Keppler-Tasaki, Doreen Densky, Charlotte Lee, Caroline Domenghino, Melanie Lörke
TeilnehmerInnen Panel "Ästhetische Kategorien": Stefan Keppler-Tasaki, Doreen Densky, Charlotte Lee, Caroline Domenghino, Melanie Lörke
Ausblicksdiskussion: Andree Michaelis, Johannes Schade, Malika Maskarinec, Annie Ring, Ute Schürmann
Ausblicksdiskussion: Andree Michaelis, Johannes Schade, Malika Maskarinec, Annie Ring, Ute Schürmann
Ausklang der Konferenz: Autorin Ulrike Draesner
Ausklang der Konferenz: Autorin Ulrike Draesner

Tagungsbericht

Vom 1. bis zum 3. Juli 2010 veranstaltete die Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule im Clubhaus der Freien Universität Berlin gemeinsam mit 18 Promovierenden und sechs Hochschullehrer/innen des Department of German and Romance Languages and Literatures der Johns Hopkins University (Baltimore, USA), des Department of Germanic Studies and Department of Comparative Literature der University of Chicago (USA) und der Faculty of Modern and Medieval Languages der University of Cambridge (UK) ihre Jahrestagung zum Thema Möglichkeiten und Grenzen der Philologie / The Scope and Boundaries of Philological Research.

Liegt die Zukunft der philologischen Fächer in einer Überschreitung disziplinärer Grenzen oder in einer programmatischen Re-Philologisierung, die eine Besinnung auf die Kernkompetenzen der philologischen Forschung fordert? Gehen die Nationalphilologien in einer allgemeinen, komparatistischen Literaturwissenschaft auf oder besteht gerade in Eigenständigkeit und Spezialisierung die Bedingung für ein produktives Zusammenspiel? Für junge Wissenschaftler/innen sind diese Fragen weit mehr als nur methodologisches Geplänkel, zielen sie doch direkt auf die Motivation, Fragestellung und Vorgehensweisen ihrer Forschungsarbeit. Die Tagungsteilnehmer/innen haben auf diese Problematik reagiert, indem sie sich in ihren Beiträgen theoretisch explizit positioniert oder sich implizit durch ihre konkreten Einzelanalysen innerhalb des Spannungsfeldes Cultural Studies, Philologie und Komparatistik verortet haben. Eingerahmt von einer Podiumsdiskussion über die Internationalität der Geisteswissenschaften zur Eröffnung der Tagung und einer von Promovierenden bestrittenen Plenumssitzung, in der weitere mögliche Gemeinschaftsprojekte entworfen wurden, am letzten Tag der Veranstaltung, bot das Programm der Arbeitstagung zehn Sektionen mit jeweils zwei bis drei Vorträgen von Promovierenden, die mit einem einführenden Statement erfahrener Wissenschaftler/innen eröffnet wurden. Das Spektrum der Vortragsthemen reichte von grundsätzlichen methodologischen Reflexionen über Fallstudien aus der Mediävistik, der Goethe- und Kafka-Forschung bis hin zu Studien, die Video-Interviews mit Überlebenden der Shoah, die Stasi-Archive oder die Medialisierung von Königsberg/Kaliningrad untersuchen.

Zum Ausklang der Arbeitstagung las die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Ulrike Draesner aus ihren 'Radikalübersetzungen' von Shakespeare-Sonetten, aus ihren Gedichten sowie aus ihrem 2010 bei Luchterhand erschienenen Roman Vorliebe. Aus den Vorträgen der Doktorand/innen und den einleitenden Statements der erfahrenen Wissenschaftler/innen ist ein Tagungsband mit dem Titel Möglichkeiten und Grenzen der Philologie. Philologische Forschung in internationaler Perspektive entstanden. Er wurde nach dem Prinzip des Open Access online zugänglich gemacht und ist auf dem Dokumentenserver Germanistik im Netz (GiN) zu erreichen.

Programmflyer der Tagung (PDF)

Höhepunkte der Tagung zum Hören

Einführung: Der Universitätspräsident und Professor für Neuere deutsche Literatur Peter-André Alt über die Möglichkeiten und Grenzen philologischer Forschung

Podiumsdiskussion: Die Internationalität der Geisteswissenschaften

Teilnehmer: Joachim Küpper (Freie Universität Berlin), Susanne Lüdemann (University of Chicago), Elisabeth Strowick (Johns Hopkins University, Baltimore), Christopher Young (University of Cambridge). Moderation: Susanne Scharnowski (Freie Universität Berlin)

Eröffnungsvortrag: Stefan Keppler Tasaki: Britische Bilder aus der deutschen Vergangenheit. Gustav Freytags "Die Ahnen" und der Maßstab Walter Scotts

Lesung mit Ulrike Draesner: Die mehrfach ausgezeichnete Autorin Ulrike Draesner liest Gedichte und Auszüge aus ihrem 2010 erschienenen Roman „Vorliebe“.

Autorengespräch: Im anschließenden Gespräch diskutiert sie mit dem Publikum über ihren Roman, Beziehungen zwischen Naturwissenschaft und Literatur und das produktive „Trampolinverhältnis“ zwischen zwei Sprachen.

Zur Website Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften
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