bildstreifen_erker

PD Dr. Dr. Jacob Emmanuel Mabe

Forschungsschwerpunkte

  • Interkulturelle Philosophie

  • Konvergenzphilosophie

  • Biologischer Materialismus und Rassismus

  • Kulturphilosophie

  • Afrikanische und europäische Geistesgeschichte

  • Französische und französischsprachige Philosophie

  • Sicherheits- und Informationsethik

  • Governance und Globalisierung. Aktuelle Forschungsvorhaben

 

Aktuelle Buchprojekte

  • Der Dialog der Kulturen in Zeiten der Globalisierung" (Förderung beantragt)
  • "Le Cameroun: Philosophie, Littérature, vie culturelle et économique. Depuis 1945"

Geplante Buchprojekte

  • 2. verbesserte und aktualisierte des Afrika-Lexikons (Verlage J.B. Metzler in Stuttgart und Peter Hammer in Wuppertal)
  • Herausgabe eines "Personenlexikons Afrika" im Verlag J.B. Metzler in Stuttgart
  • Handbuch interkulturelles Denken
  • Philosophieren in Afrika (Verlag Grin, München)
  • Demokratie und Ethik: Eine philosophische Kritik der afrikanischen und westlichen Regierungsstile

Forschungsprojekte

  • "Mehrsprachigkeit und Interkulturalität Philosophischer Ansatz über Denken in einer globalisierten Welt."
  • "Materialismus, Rationalismus und Hermeneutik bei Anton Wilhelm Amo (ca.1700-ca. 1750)" (Förderung beantragt)

Doktorandenkolleg

  • Aufbau eines deutsch-französischen Doktorandenkollegs an der TU Berlin im Fach Philosophie (Zusammen mit Pro. Thomas Gil) ab Januar 2009 (Antrag bewilligt) zum Thema: Materialismus und Rationalismus in Frankreich und Deutschland.

Kongresse (in Planung)

  • "2nd International Conference on Information Ethics in Yaounde", Kamerun (2009)
  • "Congrès de l'assocaition des Sociétés de philosophie de langue francaise" in Mainz (2010).

 

Vita

1980

Preisgewinn: Bester Schüler Kameruns in Deutsch, Preisgekrönt und Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland

1989

Diplom sc. pol. univ., Universität München

1989-1991

Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Philosophie und politische Theorie der Universität München, Institut für Politische Wissenschaft

1990

Magistererlass in Philosophie, Universität München

1992

Dr. Phil. im Fach Politikwissenschaft, Universität Augsburg

1992-1994

Forschungsstipendiat der Firma Siemens AG, Unternehmensbereich KWU

1994-1995

Lehrbeauftragter für afrikanische Philosophie an der Universität Frankfurt/Main

1996

Dr. Phil. im Fach Philosophie, Universität München

1996-2001

Lehrbeauftragter für allgemeine Philosophie an der RWTH Aachen

2000-2002

Dozent am Institut für Philosophie der HU und FU Berlin

2001

Jury-Mitglied des Russel-Tribunals zur Frage der Menschenrechte in Berlin

2002-2004

Dozent für französischsprachige Philosophie an der TU Berlin

2002-2004

Mitarbeit am Projekt "Die Darstellung Afrikas in deutschen Schulbüchern" im Auftrag der Konrad-Adenauer Stiftung.

2004

Habilitation für das Gesamtfach Philosophie, TU Berlin

2005

Gastwissenschaftler am Forschungszentrum für europäische Aufklärung in Potsdam

Seit 2005

Privatdozent für interkulturelle Philosophie am Institut für Philosophie der TU Berlin sowie Gastwissenschaftler am Frankreich-Zentrum der FU Berlin

Seit Mai 2008

Präsident der 1998 mitbegründeten Deutschen Gesellschaft für Französischsprachige Philosophie e.V. mit Sitz in Berlin

Präsident der Anton-Wilhelm-Amo-Gesellschaft e.V. mit Sitz in Berlin. seit 2007 Mitglied des African Networks for Information Ethics (ANIE) mit Sitz an der University of Pretoria (Südafrika)

 

Auswärtige Tätigkeiten

1981-1983: Lehrer für Deutsch, Französisch und Geschichte in Douala (Kamerun)

1990-1992: Promotionsstipendiat der Gottlieb Daimler- und Carl Benz-Stiftung

1992-1994: Forschungsstipendiat der Firma Siemens AG, Unternehmensbereich KWU

1994-1995: Sicherheitsmitarbeiter bei Raab Karcher Sicherheit GmbH

1996-2001: Freier Sachverständiger und Wissenschaftler, Arbeit an dem "Afrika-Lexikon" als Herausgeber    für den Verlag J.B. Metzler in Stuttgart

2002-2004: Arbeit an der Habilitationsschrift "Schriftliche und mündliche Formen philosophischen Denkens in Afrika." Mitarbeit am Projekt "Die Darstellung Afrikas in deutschen Schulbüchern" im Auftrag der Konrad-Adenauer Stiftung.

2005-2007: Präsidialrat der Gesellschaft für Transfer Immateriellen Vermögens e.V.

Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der KADMOS Mittelstands-Förderungsgesellschaft mbH

Nov. 2007: Dozent für den internationalen Diplomatenlehrgang des Auswärtigen Amtes

Seit 2007: Freier Mitarbeiter des Tagesspiegels Berlin GmbH

 

Publikationen

Monographien

  • Denken mit dem Körper. Eine kleine Geistesgeschichte Afrikas, Stuttgart (Verlag Klett-Cotta), erscheint demnächst.
  • Anton Wilhelm Amo interkulturell gelesen, Nordhausen (Verlag Traugott Bautz) 2007.
  • Was wissen Europäer kulturell von Afrika? München (Grin Verlag 2006).
  • Sicherheitsdenken in der afrikanischen Philosophie und Geistesgeschichte, München (Grin Verlag)2006.
  • Entwicklungspolitik als Katalysator der europäisch-afrikanischen Beziehungen, München (Grin Verlag) 2006.
  • Mündliche und schriftliche Formen philosophischen Denkens in Afrika. Grundzüge einer Konvergenzphilosophie, Frankfurt/M. (Peter Lang) 2005.
  • Die Kulturentwicklung des Menschen nach Jean-Jacques Rousseau in ihrem Bezug auf die gesellschaftlichen Entwicklungen in Afrika, Stuttgart (Verlag J.B. Metzler) 1996.
  • Bevölkerungswachstum, technologische Entwicklung und Energiebedarfsdeckung in Afrika. Fallstudien am Beispiel der Republik Kamerun, Frankfurt/M. (Peter Lang) 1993.
  • Deutsche Entwicklungspolitik in Kamerun. Theorie und Praxis. Frankfurt/M. (Peter Lang) 1993.

Herausgeberschaft

  • "Das Afrika-Lexikon. Ein Kontinent in 1000 Stichwörtern", Stuttgart und Wuppertal (Verlag J.B. Metzler und Peter Hammer Verlag) 2001; Sonderausgabe 2004.
  • "Das kleine Afrika-Lexikon. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft", Sonderdruck für die Bundeszentrale für politische Bildung, Stuttgart und Wuppertal 2002, Bonn 2004.   

Aufsätze

  • Jacob E. Mabe und Julian Nida-Rümelin: "Energie - Probleme und Perspektiven in den Entwicklungsländern", In: P. J. Opitz (Hrsg.): Grundprobleme der Entwicklungsländer, München (Beck Verlag) 1991, S. 154-175.
  • "Sonnenenergie in Afrika: Von der Meerwasserentsalzung zur Begrünung des Sahel", in: Hans Günther Brauch (Hrsg.): Energiepolitik. Technische Entwicklung, politische Strategien der EU, der USA und Japans, Handlungskonzepte der Bundesregierung und nichtstaatlicher Organisationen bei erneuerbaren Energien. Ein interdisziplinäres Studienbuch, Berlin (Springer-Verlag) 1996, S.507-518.
  • « La réception de la philosophie africaine en Allemagne », in: Revue Rue Descartes Nr.36, 2(2002), S. 107-114.
  • "Afrika - Wege und Irrwege eines Kontinents", in: Afrika - der vergessene Kontinent? Hrsg. von Herbert-Quandt-Stiftung: Sinclair-Haus-Gespräche 19, Bad Homburg 2003, S. 40-49. (English: Africa:The Progress and Wrong turns of a continent)

Kleinere Arbeiten

Lexikon- und Wörterbuchartikel

  • Beiträge zum Afrikalexikon: Vorwort, Philosophie, Metaphysik, Zivilisation, Francophonie, Energiewirtschaft, Erneuerbare Energien, Äquatorialguinea, Annobon-Insel, Ascencion, Bioko-Insel, Burundi, Gabun, Kamerun, Togo, Tschad, Tunesien.
  • William Anton Amo, in: the Dictionary of Eighteenth-Century German Philosophers (Thoemmes Press), Bristol (erscheint 2008) Rundfunk- und Fernsehbeiträge
  • 27.10.1990 Teilnahme an der Fernseh-Diskussion beim Bayerischen Rundfunk zum Thema: "Hilfe für Gorbatschow" (60 Min.)
  • 14.09.2001 Interview beim SFB über Philosophie in Afrika (60 Min)
  • 28.09.2001 Funkgespräch "Gutenbergwelt" beim Westdeutschen Rundfunk 3 in Köln über Das Afrika-Lexikon (60 Min)
  • 20.11.2001 Interview beim SFB über "Das Afrika-Lexikon" (45 Min)
  • 04.12.2001 Interview beim Südwestfunk (Stuttgart) in Berlin über "Das Lexikon" (30 Min)
  • 09.01.2002 Telefon-Interview mit der Deutschen Welle in französischer Sprache über "Das Afrika-Lexikon" (30 Min)
  • 27.10.2003 Fernseh-Interview beim BR (BR-@lpha) über mein Lebenswerk sowie meine Zukunftsvisionen (60 Min)
  • 17.11.2003 Interview mit dem Tagesspiegel Berlin zum Thema "Ausländer in Berlin" (30 Min) 
  • 04.02.2004 Radio-Interview bei der Deutschen Welle über "Perspektive der deutsch-afrikanischen Beziehungen" (30 Min)
  • 06.02.2006 Fernseh-Interview bei Afro-TV Berlin (45 Min)
  • 27.03.2006 Öffentliche Diskussion mit dem Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler
  • 10.04.2007 Funkgespräch beim WDR5 über "Ein Kontinent als Kulisse – Die Rückkehr Afrikas ins deutsche Fernsehen und Kino" (60 Min)

Zeitungsartikel

Onlinebeiträge

  • "Energie für zwei Kontinente. Einsatzmöglichkeiten solarthermischer Kraftwerke in der Sahara-Wüste für eine umweltverträgliche Energieversorgung in Europa und Afrika: Völkerrechtliche und politische Aspekte", Frankfurt 1994 (erscheint als Online-Artikel).
  • "Das Weltenergiesystem im atomaren Zeitalter", Bonn 1997 (erscheint als Online-Artikel)
  • "Biologischer Materialismus und Rassismus", Berlin 2000 (English: Biological Materialism and Racism), in: http://www.Psychatrie-erfahrene.de/eigensinn/tumarkin.htm.
  • "Multikulturelle Gesellschaften", Online-Artikel im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung, http://www.bpb.de/themen.
  • "Der Vorwurf der kulturellen Dominanz und Neokolonialismus", Online-Artikel im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung, http://www.bpb/themen.

Tagungs- und Kongreßberichte

  • "Security Thought in African Philosophy". Paper for the International Peace Research Association (IPRA) Conference "Building Sustainable Futures, Enacting Peace and Developmen" in Leuven, Belgium from 15-19 July 2008.
  • "Anton Wilhelm Amo – Der große Philosoph des 18. Jahrhunderts aus Afrika." Vortrag am 28.5.2008 in Halle.
  • "Anton Wilhelm Amo – Der große Wolfenbütteler Philosoph aus Afrika" Vortrag am 24.4.2008 in der Herzog August-Bibliothek Wolfenbüttel.
  • "Versuche einer philosophischen Systematisierung oraler Methoden (Initiation, Inspiration und Mediation)." Beitrag zur Tagung "Transformationen von Oralität in modernen Schriftkulturen." Erstes Deutsch – Afrikanisches Symposium 10. - 12.08.2007 an der Leibniz Universität Hannover.
  • "African Security Thought in Context of Global Ethics". Paper for the Africa Information Ethics Conference "Ethical Challenges in the Information Age", in Pretoria (South Africa), 5-7 February 2007, in: IRIE /International Review of Information Ethics, Issue 007, vol.7 -09/2007.
  • "Léopold Sédar Senghor als ästhetischer Denker". Vortrag am 20.5.2006 an der Universität Frankfurt am Main.- "Entwicklungspolitik als Katalysator der europäisch-afrikanischen Beziehungen", Ringvorlesung am 27.10.2005 am Otto-Suhr-Institut für Politische Wissenschaft der freien Universität Berlin.
  • "Die Ideen der Aufklärung in der afrikanischen Moderne." Vortrag am 23.9.2005 auf der ersten europäischen Konferenz über "World and Global History" in Leipzig.
  • "Wie tief steckt die europäische Entwicklungspolitik in der Falle postkolonialer Strukturen?" Vortrag am 24.6.2005 im Rahmen des Seminars "Quo vadis Afrika? – Entwicklung zwischen vorgegebenen Rahmenbedingungen und eigener Verantwortung" im Zentrum für Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (Frankfurt am Main).
  • "Amos Beitrag zur europäischen Aufklärungsphilosophie." Vortrag am 25.5.2005 am Forschungszentrum für europäische Aufklärung in Potsdam. 
  • "Kann Erinnerung kollektiv sein? Afrikanische und europäische Erinnerungen an den Kolonialismus philosophisch hinterfragt." Vortrag am 2.6.2005 auf der Konferenz "Die Last des Erinnerns an der Universität Lüneburg.
  • AIDS – afrikanisches oder globales Problem?". Vortrag am 3.6.2005 im Rahmen der der internationalen AIDS-Woche an der Universität Jena.
  • "Welche kulturelle Bedeutung hat Afrika für Europäer?" Gastvortrag an der Universität Marburg.
  • "Globalisierung als Herausforderung der Philosophie", Vortrag am 21.4.2005 im Rahmen der Journées d'études "Kulturen der Globalisierung – Globalisierung der Kulturen?" Am Frankreichzentrum der TU Berlin.
  • "Amo und die europäische Aufklärung." Vortrag am 25.1.2005 im Rahmen des interdisziplinären Kolloquiums des Instituts für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Berlin.
  • "Demokratie und Ethik – Jean-Jacques Rousseaus Begründung eines rationalen Regierens aus interkultureller Sicht", Habilitationsvortrag am 8.12.2004 an der Technischen Universität Berlin.
  • "Das Kulturleben in Afrika". Vortag am 19.7.2003 im Museum für Völkerkunde Leipzig.
  • "Francophonie und Philosophie in Afrika". Gastvortrag am 2.11.2002 Frankreichzentrum der TU Berlin.
  • "Die Stellung Afrikas in der Francophonie", Gastvorlesung am Zentrum für Höhere Studien der Universität Leipzig am 5.12.2002.
  • "Afrika - Wege und Irrwege eines Kontinents." Vortrag am 22.11.2002 im Rahmen der Konferenz "Afrika - der vergessene Kontinent? Bei der Herbert-Quandt-Stiftung, 19. Sinclair-Haus-Gespräche in Bad Homburg.
  • "The Problem of Governance in Africa." Vortrag im Rahmen der Konferenz: "Philosophy and the Quest for Responsible Governance in Africa" vom 18 -21.11.2002 in Enugu, Nigeria.
  • "Afrika – Geschichte und Gegenwart eines Kontinents in einem Lexikon." Vortrag am 30.1.2002 bei der ersten Tischrunde des Afrika-Collegiums im Jahr 2002 im Hafenclub Hamburg.
  • "Macht es Sinn, in Afrika zu philosophieren?" Gastvortrag am 1.11.2000 am Collegium philosophicum der HU Berlin.
  • "Comment apprendre à apprendre?" Vortrag am 25.6.2000 in Villeneuve-la-Garenne bei Paris.
  • "Die Geschichte der O.A.U.- Gründung in Anlehnung an die Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten", Vortrag am 28.09.1996 im Rahmen der 2. Afrika-Woche in Frankfurt am Main.
  • "Die Verantwortung der internationalen Finanzinstitutionen für die bedenkliche Entwicklung Afrikas", Gastvortrag am 3.11.1995 im Rahmen der 1. Afrika-Woche des Africa-Foundation e.V. in Frankfurt.

Sonstiges

Kommentare zu den voluminösen Büchern

Das Afrika-Lexikon - Das Afrika-Lexikon ist das erste seiner Art, das in deutscher Sprache erscheint. Es gab bislang in Europa kein einziges Nachschlagewerk, das in Zusammenführung aller Wissensbereiche ein Bild vom konkreten Leben der Menschen in Afrika in der Vergangenheit und Gegenwart vermittelt. Das Werk enthält den Wissenstand von der Frühgeschichte bis zu den aktuellen Entwicklungen. In 1000 Stichwörtern werden Phänomene aus der Politik, Wirtschaft, Geschichte und Gesellschaft ebenso ausführlich behandelt wie der Literatur, Sprachen, Musik, Kunst, Religion und Philosophie des Kontinents. Gedacht ist das Lexikon nicht nur für Europäer, denen Afrika weitgehend unbekannt ist, sondern auch für alle an Afrika interessierten Leser.

Das kleine Afrika-Lexikon - Das Lexikon ist dem ganzen Kontinent gewidmet. Dies entspricht den Ergebnissen neuerer Forschung, die zwischen den einzelnen Regionen Afrikas Jahrtausendealte Verbindungen aufgezeigt hat und früher übliche Aufteilungen wie Weiß- und Schwarzafrika oder Nord- und subsaharisches Afrika mehr und mehr fragwürdig erscheinen lässt. Das Ziel des Lexikons ist es, das Wissen über Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Afrika in möglichst verständlicher Form einem breiteren Leserkreis zugänglich zu machen. Durch fundierte Informationen will es ein vorurteilsfreies und positives Bild von Afrika vermitteln.

Mündliche und schriftliche Formen philosophischen Denkens in Afrika. Grundzüge einer Konvergenzphilosophie - Dieses Buch behandelt die Frage, welche Bedeutung der Philosophie in Afrika zukommt, und zwar insbesondere im Hinblick auf die Krisenwahrnehmung und –bewältigung. Das Hauptmotiv des Autors ist hierbei, eine Denkrichtung zu entwickeln, die er Konvergentialismus oder Konvergenzphilosophie nennt und die zum Ziel hat, Mündlichkeit und Schriftlichkeit zusammenzuführen. In Afrika spielte das gesprochene Denken zwar immer noch eine besondere Rolle, doch infolge der allgemeinen Schulbildung durch Alphabetisierung haben auch auf dem Kontinent eine Literalisierung des Denkens sowie eine Akademisierung der Philosophie stattgefunden. Es ist allerdings nicht gelungen, mündliche Reflexionsweisen und schriftliche Denkprinzipien miteinander methodisch zu verbinden. Der Konvergentialismus will nun dieses Ziel erreichen und dabei helfen, einerseits die Suche nach möglichen Antworten Afrikas auf universelle Fragen (der Ökologie, Klimatologie, Politik, Religion etc.) zu erleichtern und andererseits die der afrikanischen Geistes- und Kulturwelt zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten besser zu erkunden. Das erste Kapitel befasst sich mit den Grundfragen des philosophischen Denkens in Afrika und untersucht das Wesen der oralen und literalen Philosophie sowie des Euro- und Afrozentrismus im afrikanischen Denken. Die nächsten zwei Kapitel widmen sich der Analyse philosophischer Fragen und Positionen der Gegenwart. Die zum Schluss vorgenommene Ausarbeitung der Konvergenzphilosophie will zeigen, wie die Methoden der Literalität (Analyse, Dialektik und Experiment) und die der Oralität (Initiation, Inspiration und Mediation) miteinander konvergieren. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Philosophie als zeitgemäßes und zukunftsfähiges Denken nur behaupten kann, wenn sie Oralität und Literalität nicht als sich gegenseitig ausschließende, sondern vielmehr als sich einander ergänzende Momente des Denkens betrachtet.

Anton Wilhelm amo interkulturell gelesen - Wilhelm Anton Amo ist die wahrscheinlich einzige afrikanische Persönlichkeit, die sich an den intellektuellen Diskursen des 18. Jahrhunderts in Europa mit eigenen Beiträgen beteiligte. Zwischen seinem individuellen Denken und dem allgemeinen Geist der Aufklärung gab es keinen Widerspruch. Amo setzte sich mit allen damals wichtigsten Fragen der Philosophie - von der Metaphysik über die Logik und Erkenntnistheorie bis zur Politik und Sprachphilosophie - auseinander. Doch sein intellektuelles Werk blieb lange Zeit nahezu unbekannt. Das gegenwärtig zunehmende Interesse an seiner Person hängt zweifellos auch mit der immer größer werdenden Bedeutung der interkulturellen Philosophie zusammen. Dieses Buch führt in sein philosophisches System ein. Amo selbst begreift die Philosophie als eine auf vollkommene Erkenntnis zielende Denkart. Vollkommenheit bezieht sich sowohl auf individuelle Selbsterhaltung und Existenzsicherung als auch auf Erhaltung und moralische Perfektion des gesamten Menschengeschlechtes. Zudem beschäftigt sich das Buch mit dem Materialismus, in dessen Mittelpunkt Amo der Körper-Seele-Dualismus steht. Die menschliche Seele ist eine immaterielle Essenz ohne Empfindungsvermögen. Untersucht wird nicht zuletzt die Hermeneutik, die Amo dem Vorurteilsproblem sowie dem objektivem Verstehen zuordnet. Er warnt in diesem Zusammenhang vor einer doktrinären Interpretation, die nur nach den Regeln der Logik und Grammatik verfährt und das im und hinter dem Geschriebenen selbst Gedachte ignoriert. Das Buch endet mit der Frage nach der Bedeutung Amos für die Weltphilosophie.

Die Kulturentwicklung des Menschen nach Jean-Jacques Rousseau in ihrem Bezug auf die gesellschaftlichen Entwicklungen in Afrika - Der Philosoph Rousseau zeichnet sich besonders durch seine Bemühung um die Untersuchung der anthropologischen Konstitution des Lebens aus. Im Mittelpunkt seiner Philosophie steht der Mensch als ein Naturwesen, das schon vor jeglichem geschichtlichen und kulturellen Bewusstsein gelebt hat. Das Buch geht nicht nur der Frage nach, ob Rousseaus Kulturkritik für Afrika zutrifft, sondern auch inwieweit seine Freiheitstheorie auf die afrikanischen Gesellschaften angewandt werden kann.

Deutsche Entwicklungspolitik in Kamerun. Theorie und Praxis - Das Buch untersucht die Entwicklungstheorien und fragt nach ihrem Einfluss auf die technische und wirtschaftliche Kooperation der Bundesrepublik Deutschland mit den Ländern Afrikas, Südamerikas und Teile Asiens. Nach einer detaillierten landeskundlichen Darstellung der Republik Kamerun werden die dort insbesondere im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit realisierten Projekte evaluiert.

Bevölkerungswachstum, technologische Entwicklung und Energiebedarfsdeckung in Afrika. Fallstudien am Beispiel der Republik Kamerun - Das Werk setzt sich mit globalen Energiefragen auseinander und versucht daraus, Konsequenzen für die besonderen Probleme der afrikanischen Länder zu ziehen. Das Ergebnis des Buches ist, dass die Staaten Afrikas aufgrund ihrer Abhängigkeit von ausländischem Kapitalmangel und technischem Know-how nicht in der Lage sind, ihre Energieträger zu variieren oder die vorhandenen Produktionskapazitäten aufzustocken, um den durch Industrialisierung und Bevölkerungswachstum beständig zunehmenden Energiebedarf kurz- und langfristig zu decken.