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Autorinnen zu Gast am Frankreich-Zentrum

Marie NDiaye

Marie NDiaye 

Marie Ndiaye (*1967), ein "Wunderkind" der französischen Gegenwartsliteratur, publiziert 1984 bei Minuit ihren ersten Roman /Quant au riche avenir/. Weitere Romane folge n(u.a. /En famille/, 1990, /Un temps de saison/, 1994, /Rosie Carpe/, Prix Femina 2001), Novellen (/Tous mes amis/, 2004), Theaterstücke (/Hilda/, 1999, /Papa doit manger/, 2003, /Les grandes personnes/, 2011) und Kinderliteratur ( /La diablesse et son enfant/,2000, /Le souhait/, 2005, u.a.)
Seit dem 2007 und der Veröffentlichung ihres Romans /Mon coeur à l'étroit/ und von drei Theaterstücken unter dem Titel /Puzzle/ (mit J.-Y. Cendrey) gehört sie zu den Autoren des Verlagshauses Gallimard. Für ihren letzten Roman /Trois femmes puissantes/ (2009), die Geschichte dreier Frauen zwischen Frankreich und Afrika, erhielt sie 2009 den Prix Goncourt, den wichtigsten französischen Literaturpreis.
Ihre düsteren Feenmärchen, die auf einer kunstvollen Mischung von (trügerischem) Realismus und Phantastik des Alltagslebens beruhen, sind von einem subversiven Humor durchzogen. Marie Ndiaye experimentiert mit menschlichen Leidenschaften und beschreibt höchst suggestiv Fremdheits-und Einsamkeitserfahrungen, Rituale der Ausschließung, den Verfall von Familien sowie verstörende Körper-Metamorphosen. Die Autorin, die seit 2007 mit ihrer Familie in Berlin lebt, veröffentlicht 2011 in einer zweisprachigen Ausgabe (deutsche Übersetzung von Claudia Kalscheuer) mit /Y penser sans cesse/ -- /Unablässig daran denken /ihren ersten Text über Berlin//. /Y penser sans cesse/, eine Mischung aus Prosagedicht und Rezitativ für eine weibliche Stimme, kreist um die Themen Gedächtnis,
Stolpersteine in Charlottenburg und Fremdheitserfahrungen.

Cécile Wajsbrot

 

Cécile Wajsbrot

Cécile Wajsbrot ist seit Juni 2007 assoziierte Schriftstellerin am Frankreich-Zentrum und zählt zu den “eindringlichsten Stimmen, die man gegenwärtig jenseits des Rheins hören kann” (T. Krause).
Sie studierte Literaturwissenschaft und arbeitete anschließend als Französischlehrerin und Rundfunkredakteurin. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Paris und Berlin.
Cécile Wajsbrots Hörspiele, Romane (u.a. „La Trahison“, 1997; „Caspar-Friedrich-Strasse“, 2002; „Mémorial“, 2005) und Essays („Pour la littérature“, 1999), die stets auch ihre durch die Shoa geprägte (Familien-)Geschichte umkreisen, behandeln subtil reflektierend und in musikalischer, polyphoner Prosa die Themen des Exils, der Verfolgung, der Reise sowie der durch Unverständnis und Einsamkeit geprägten zwischenmenschlichen Beziehungen. Ihre letzten beiden Romane „Conversations avec le maître“ (2007) und „L'Ile aux musées" (2008), Teile der Pentalogie „Haute Mer", sind bei Denoël in Paris erschienen.
Anfang 2010 wird der erste wissenschaftliche Sammelband von Roswitha Böhm und Margarete Zimmermann (Hg.)  zu Wajsbrots Werk erscheinen. "Du silence à la voix. Studien zum Werk von Cécile Wajsbrot" widmet sich nicht nur einer Reflexion über die erinnerungskulturelle Dimension von Cécile Wajsbrots Werk, sondern akzentuiert insbesondere den Aspekt der poetisch anmutenden Spracharbeit der Autorin, der Polyphonie und Polysemie ihrer Texte und Hörfunkarbeiten. Zudem enthält er eine unveröffentlichte Erzählung der Autorin sowie ein Interview mit ihr.

 

Jean Yves- Cendrey

Jean Yves- Cendrey

Jean Yves-Cendrey hat seit den 1980er Jahren zahlreiche Romane veröffentlicht. In Les jouets vivants (2005) wird der (reale) Fall eines pädophilen Grundschullehrers an den literarischen Pranger gestellt. Dieser Text bildet den Auftakt zu einer autobiographischen Trilogie, in der Cendrey in sprachgewaltiger Prosa à la Céline auch mit seiner eigenen Kindheit und Jugend abrechnet, gefolgt von Les jouissances du remords (2007) und La maison ne fait plus crédit (2008). In Berlin sind die Romane Honecker 21 (2009) und Mélancolie vandale. Roman rose (2012) entstanden.

 

 


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Termine

Buchvorstellung: Dr. Fiammetta Palladini (Berlin/Rom)

Die Berliner Hugenotten und der Fall Barbeyrac. Orthodoxe und ‚Sozinianer’ im Refuge (1685-1720), Brill, Leiden/Boston 2011

23.05.2012, 18:00 - 20:00 Uhr

Vortrag: Dr. Niklas Bender (Eberhard Karls Universität Tübingen)

"Die Zeit und ihre Widerstände – Patrick Modianos Poetik der Erinnerung"

24.05.2012, 14:00 - 16:00 Uhr

Vortrag: Prof. Dr. Pascal Ory (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne, EHESS Paris)

Qu'est-ce qu'une nation ? A propos de la Maison d'Histoire de France.

01.06.2012, 18:00 - 20:00 Uhr
 

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Stand: 03.11.2011

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