Bildstreifen Forschung

Edition und Analyse mittelhebräischer und medizinisch-botanischer Synonymenlisten mit romanischen, lateinischen und arabischen Elementen

Der Sefer ha-Shimmush des Shem Tov Ben Isaac von Tortosa ist eine zwischen 1254 und 1261 in Montpellier entstandene hebräische Übersetzung des medzinischen Handbuchs Kitab al-tasrif des arabischen Arztes al-Zahrawi (10. Jh.). Das hier thematisierte umfangreiche Buch 29 ist ein selbständiges Glossar in Form von zwei alphabetischen Synonymenlisten.

Institution:

Freie Universität Berlin, FB Philosophie und Geisteswissenschaften

Institut für romanische Philologie

Director:

Financial support:

DFG

Term:

Jan 01, 2001 — Dec 31, 2005

Contact Person:

Prof. Dr. Guido Mensching

Email:

Der Sefer ha-Shimmush des Shem Tov Ben Isaac von Tortosa ist eine zwischen 1254 und 1261 in Montpellier entstandene hebräische Übersetzung des medzinischen Handbuchs Kitab al-tasrif des arabischen Arztes al-Zahrawi (10. Jh.). Das hier thematisierte umfangreiche Buch 29 ist ein selbständiges Glossar in Form von zwei alphabetischen Synonymenlisten. Im Rahmen des Projekts werden diese beiden Synonymenlisten aus dem medizinisch-botanischen Bereich erstmalig ediert und im Hinblick auf das dort enthaltene mehrsprachige Fachvokabular (hebräisch, romanisch, lateinisch und arabisch) analysiert und lexikographisch aufbereitet. Aufgrund seiner Entstehung in Südfrankreich enthält der in mehreren unveröffentlichten Handschriften überlieferte Sefer ha-Shimmush neben dem Hebräischen hauptsächlich Wörter aus der dort ansässigen romanischen Sprache, dem Okzitanischen, die ebenfalls in hebräischen Buchstaben vorliegen; hierauf liegt ein besonderer Schwerpunkt des Projekts. Das Projekt leistet somit auch einen grundlegenden Beitrag zur lexikologischen Erschließung und lexikographischen Erfassung der bisher schlecht erforschten altokzitanischen Fachsprache der Medizin. Kultur- und wissenschaftsgeschichtlich fällt das Projekt in den Kontext der Medizinerschulen von Toulouse und Montpellier, an denen jüdische Ärzte maßgeblich beteiligt waren.