20150602_Banner_Rollup

Niovi Zampouka

Sozrealismus erzählen und übersetzen:
von der Sowjetunion nach Griechenland und retour

Niovi_Foto

Freie Universität Berlin

Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule

Stipendiatin der FSGS

Field of Activity

Slawistik

Address Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin
Email niovi.zampouka@fu-berlin.de


Niovi Zampouka studierte Balkanistik, Slawistik und Orientalistik an der Universität Makedonien in Thessaloniki und Russistik an der Lomonossov-Universität in Moskau. Ihre Diplomarbeit untersuchte Darstellungsstrategien des Krieges in Werken von Isaak Babel und Boris Polevoj. Daran anknüpfend absolvierte sie den Masterstudiengang „Slawische Literaturen“ am Institut für Slawistik der HU. In ihrer Masterarbeit hat sie sich mit der sprachontologischen Raummetaphorik im Werk des nicht kanonisierten russischen Autors Sigizmund Kržižanovskij befasst. Seit 2014 promoviert sie im Fachbereich Slawistik an der HU Berlin und seit 2015 ist sie Stipendiatin der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien der FU.

Das Dissertationsprojekt „Sozrealismus erzählen und übersetzen: von der Sowjetunion nach Griechenland und retour“ befasst sich mit der sowjetischen Vision von Weltliteratur anhand der russischen Übersetzungen neugriechischer Literatur. Teil der ideologischen Expansion, die die UdSSR unternahm, um Einflusssphären zu gewinnen und zu erweitern, war auch ein Konzept von Weltliteratur mithilfe dessen ein normatives ästhetisches Programm exportiert und ein weltweiter sozialistischer Literaturkanon etabliert werden sollte. Das Projekt untersucht die narrativen Strategien einer doppelten Kanonisierung: der Kanonisierung, die innerhalb der griechischen linken Literatur durch Umsetzung des sozrealistischen Kunstkanons stattfindet und damit primär im literarischen Text interveniert, und derjenigen, die bei der Übersetzung und Einführung der neugriechischen Literatur in die Sowjetunion mittels ideologischer Übersetzungsleistungen und paratextueller Deutungsrahmen operiert.

„Sigizmund D. Kržižanovskij. Zwischen Sprache und Empfindung“. In: figurationen. gender literatur kultur, No. 02/2013, Wortdinge/Words as Things/Mots choses

„Lieber in Russland reisen, als über Russland lesen“ (2009). Buchrezension über Rossija: obščij vagon von Natalja Ključarjeva in der elektronischen Zeitschrift Novinki des Instituts für Slawistik (www.novinki.de)

„Ein Traktat darüber, inwiefern es nachteilig ist,talentiert zu sein“ (2008). Schriftsteller-Porträt Sigizmund Dominikovič Kržižanovskijs in Novinki