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Christopher Scholz

Repräsentationen des Körpers in den Werken deutscher und japanischer Autorinnen der Gegenwart

CScholz

Doctoral Candidate

Address Habelschwerdter Allee 45
Room JK 33/136
14195 Berlin
Email christopher.scholz@fu-berlin.de

Christopher Scholz, geboren 1985 in Berlin, studierte Japanologie im Hauptfach an der FU und Neuere Deutsche Philologie und Philosophie in den Nebenfächern an der TU Berlin. Sein Studium schloss er 2012 als Magister Artium mit einer Arbeit über Körperlichkeit in der Literatur der Autorin Kanehara Hitomi ab. Von 2007 bis 2008 studierte er als Stipendiat des akademischen Auslandsamtes der FU Berlin an der Waseda-Universität in Tokio, Japan. 2011 initiierte und organisierte er das erste und seitdem jährlich stattfindende "Studentische Symposium der Japanologie der Freien Universität Berlin". Im Sommersemester 2013 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Japanologie an der FU Berlin tätig.

Christopher Scholz ist seit Oktober 2013 im Promotionsstudium Literaturwissenschaftliche Studien - Literary Studies der Friedrich Schlegel Graduiertenschule immatrikuliert.

Das Dissertationsprojekt untersucht die Darstellungen von Körperlichkeit und das Schreiben über den Körper in der Literatur japanischer und deutscher Gegenwartsautorinnen.
Die Arbeit soll die Romane und die Kulturen, in denen sie entstehen, vergleichend gegenüberstellen und transkulturell hermeneutisch nach thematologischen und narratologischen Kongruenzen suchen. Sie vereint dabei komparatistische, philosophische als auch gendertheoretische Konzepte und erforscht das Potential zur Verschiebung von Normen im Sinne Judith Butlers, Julia Kristevas und Michel Foucaults. Sie stellt sich der Frage, ob Literatur als kultureller Vermittler auch durch nicht feministisch engagierte Texte einen Beitrag zu einer Vergrößerung von weiblicher Agency und körperlicher Entfaltung leisten kann. Lassen sich diese Texte als genuin literarische Dokumente einer Verhandlung von Körperlichkeit, Sexualität und Identität lesen und ermöglichen sie durch Grenzüberschreitungen (Transgressionen), wie sie George Bataille in seinem Werk als Idee entwickelt hat, Erweiterungen weiblicher Handlungsspielräume in der Gesellschaft oder präsentieren sie am Ende nur heteronormative Geschlechterdiskurse affirmierende und Schaulust befriedigende Stereotypen? Inwiefern lassen sich die Romane gattungstheoretisch einordnen und womöglich in eine Reihe mit dem Schreiben über den Körper in vorangegangenen Literaturen stellen?

- Atavistische Rituale und moderner Nihilismus in Budōpan. In: Yukio Mishima – Poesie, Performanz und Politik, hrsg. v. Irmela Hijiya-Kirschnereit und Gerhard Bierwirth, Iaponia Insula, 21. München: Iudicium, 2010. S. 151-174.