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Familiengerechte Hochschule - Familiengerechter Fachbereich

Im Mai 2007 erhielt die Freie Universität das Grundzertifikat zum audit familiengerechte Hochschule. Auch der Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften war seither bestrebt, das Thema „Familie in der Hochschule“ verstärkt in den Blick zu nehmen und entsprechende Konzepte und Strategien zu entwickeln. Hierfür wurde eigens eine Familienkommission gebildet, welche eng mit dem Familienbüro der Freien Universität kooperiert.

Der Familienbegriff

Familie ist überall dort, wo langfristig soziale Verantwortung übernommen wird. Dies umfasst vor allem Erziehende von Kindern und Menschen, die ihre Angehörigen pflegen

Ideen und Maßnahmen

Die Einrichtung von Eltern-Kind-gerechten Still-/ und Wickelmöglichkeiten im Rost-/Silberlaubenbereich soll im Wesentlichen zu infrastrukturellen Verbesserungen für die Mitglieder der Freien Universität mit Kind führen, aber auch das Thema „Familie“ näher an die wissenschaftlichen und nicht wissenschaftlichen Mitglieder der FU heranführen.

Da es bislang kein Datenmaterial zur Anzahl und zu den Bedürfnissen von Studierenden mit Familie am Fachbereich gab, erschien die Erhebung solcher Daten zunächst sehr sinnvoll. Eine entsprechende Umfrage fand im Sommer 2009 im Auftrag der Frauenbeauftragten statt. Der Rücklauf der Onlineumfrage war mit 12,67% verhältnismäßig hoch: Von allen Befragten gaben 17,70% (134) an, Kinder zu haben; 5,40% (41) gaben an, Angehörige zu pflegen. 16 Studierende gaben an, sowohl Kinder zu haben, als auch Angehörige zu pflegen. 77,90% (588) gaben an, keiner Familientätigkeit nach­zu­gehen. Die Umfrage gab aufschlussreiche Informationen hinsichtlich der Studienorganisation (Seminarzeiten, Praktika, Blockveranstaltungen, Auslandsaufenthalte und Tutorien) von Studierenden mit Familie. Diese können für strukturelle Veränderungen fruchtbar gemacht werden. Ein wichtiger weiterer Ansatzpunkt, der sich aus der Umfrage ergab, ist der erschreckend niedrige Informationsstand bei den Studierenden.

Der von der Familienkommission entwickelte Informationsflyer „Studium und Familie“ soll flächendeckend verteilt werden und dem status quo entgegenwirken. Zudem ist ein Lernpfad zum Thema Familie auf der Internetpräsenz der Frauenbeauftragten geplant, welcher über rechtliche und strukturelle Möglichkeiten informiert. In diesem Zusammenhang ist auch die Entwicklung eines „Familienforums“ zu erwähnen, welches die Vernetzung der Mitglieder des Fachbereiches mit Familientätigkeit fördern und als weitere Informationsplattform dienen soll.

Da ein Auslandsaufenthalt nicht nur in vielen Studien- und Prüfungsordnungen als obligatorisch verankert, sondern auch für eine wissenschaftliche Karriere unverzichtbar ist, soll eine Informationsveranstaltung Studierenden mit Familie neue Perspektiven eröffnen und Anreize schaffen mit ihrer Familie ins Ausland zu gehen.

In Zukunft soll die Gruppe derjenigen, die Angehörige pflegen, stärker fokussiert werden.

Wir möchten Ihre Anregungen in unsere Arbeit einfließen lassen und nehmen Vorschläge und Kritik gern per Mail, telefonisch unter (030)838-54542 oder im persönlichen Gespräch (Büro JK29/140) entgegen!

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